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Der israelitische Lehrer · 1862-09-01 · 17 (1.9.1862) · p. Seite 130

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
17 (1.9.1862)
Date
1862-09-01
Page
Seite 130 (sequence 6)
Language
German
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130 m fctimtiv. £kt'c-mn;uuc patter israelitischenSchule eilt ftältliches Gebäude als SchnlhauS und Lehrerwohnung überroteien... Ter LnnagoMvörstand, Herr Hanau, ist zugleich Ctadtrctth. —' Tie israelitische Schule zu Castrop bei Dortmund trird definit v. ' Der Landrakh beantragte aus freien Stücken die Deffentlichleit der israelitische» Schule und forderte die Repräsentanten der israelitischen Gemeinde zur Erklärung auf. Man deiche —der Antrag fiel in der Repräsentanten- Lersamuklnng dureb, was von Seiten der Behörde Erstaunen erregte. Indes; zogen naebträglich die Repräsentanten ihre EonEel-Erklarnng zurück, und die Sebute wird eine öffentliche bleiben., Die Gemeinde zu Petershagen hat ihren Lehrer Lazarus definitiv angeneUt Undder Eontrakt ist von der Minderer Regierung bestätigt tvorden. — ^Die Unter stü nungskaise des Vereins iSrael. Lehrer Wesnachns und der :>eyeiurrcvinz" beginnt in den näebsten McKatenihre Thätigken, d. h. die ersten Einzahlungen Seitens Her Mitglieder inüiien gemacht werden. — Bekanntlich wurde die erste Lxhrei-Wiltwcnkassc in Dentsel'lank von den; berühmten „Meister am Rhein* ins Leben gerufen Der-edle Gründer suchte, da von den Lehrern allein die Kasse nur langsam angewachsen wäre, auch von Privaten Beiträge zu erhalten. Kaum war die Kasse bewilligt, so ging er zunächst zu einem befreundeten, sehr reichen Geschäftsmann. „Mein lieber Herr v. W. ich habe ein Anliegen." „Nun, was wünschen Sie denn?* 'Nachdem der Gründer der Kaise dem Herrn sein Projekt entwickelt hatte, sagte er? „und nun muß ich Geld habe», und bitte Sie um <-»00 Thaler zum Anfänge!" „2siel, sehr, viel , können Sie es nicht billiger thun?" „.'licht billiger ,??lnn denn, hier •*« h t Lhaler." Kur; nachher war „der Meister" zu einer Fete bei einem Kanfmanne 'eingeladen. Am Schlüsse des Festes glaubte unser Kassengründer ans seine Sache zurückkommen zu müssen und hielt eine restallsige Änfpraelw. Die Gäste wußten noch nicht,- w.as^ne thun und wie vielste beisteuern wollten, ats sich der Bittende an den Gastgeber ungenirt wandte: „Sie wollen denn den schönen Anfang maeben!" Dieser' lehnte ab, um'seine Gäste nicht zu Ansgaben zwingen zu wollen, und tagte r „aus ein ander mal." „Nun, kamt komm ich wieder, will mir aber rorlänfig als Sicheres zwei Flaschen Wein mitnehmen, und ste zum Besten der Kalle verkaufen," und so steckte der allgemein geachtete, gelehrte Schulmgrtn in jede Rocktasche eine Flasche Wein. A»S der Pfalz, Nachdem die HästerS'fche Fibel und das Lesebuch für die Mittelklasse, vom verstorbenen Lehrer Hecht für jüdische Schulen bearbeitet, in zweiter Auflage erschienen ist, wird nun auch das Lesebuch für die Ddorllasse in zw eit er Auflage (ist bereits schon im Drucke) erscheinen. Die Häfter'schen Lesebücher sind vont banr. Staatoministerinm als vorzüglich empfohlen und wird für die israel. Schulen Baverns eine besondere Ausgabe veranstaüct, in welcher die bavriseb Geschichte und Geographie entsprechende Berücksichtigung sinket. Ter rex;, tzum Bo trag in EyebraS sich eignend, kann durch Vermittlung des Lehrers Hecht in Haßloch vortheilhaft bezogen werken. Kaiscrslautcru, 15. Ang. Dem Berdiensie!>ein e Krone! Wer ist es, der die Zugend bildet, wer ist es, der dies schwere Amt mit unsäglicher Mühe aussührt? Es ist der Lehrer! Herr Waly, Lehrer der hiesigen israel. Selmle, feierte heute sein 25jähriges Dienstjahr. Nur eine Stimme hatte sich in der jüdischen Gemeinde kundgegebeu, diesem ehrenhaften, biederen Eharakter ostieiell ihre Zufriedenheir an den Tag zu legen, denn wer sollte das Wirken eines solchen Mannes unter schlichtem und bescheidenen Gewände nicht schätzen? Seine Gemeindegenossen waren es, die es sich zur heiligen Aufgabe machten, für das segensreiche Wirken eine kleine, aber warme Anerkennung zu zollen. Dem Gef.ierten wurde deßhalb durch den k. Anwalt Herrn Frankel dahier im Namen der Borstandschait eine goldene Ankeruhr mit goldner Kette im Beisein der lieben Schuljugend und einer Menge. Gratulirender, feierlichst mit folgender Anrede überreicht: „Es ist mir durch den Vorstand unserer Gemeinde der ehrenvolle Auftrag;u Thcil geworden, dem bei der heutigen Feier herrschenden Gefühl durch Worte Ansdruck zu verleiben, und mit Freuden erfülle ich kiesest Aut-, trag. Gilt es doch der Anerkennung eines Mannes, der seit 25 Zähren mit Aufopferung und Hingebung den schwierigen Berus eines Lehrers unserer Kinder erfüllt und mit seltener Bernfstreue dieses ebenso ehrenvolle als segensreiche Amt verwaltet har, itnv zwar zum Wohl unserer Kinder und zu seiner eigenen Befriedigung. Gill eS doch zugleich der Anerkennung des ganzen ehreniverthen Standes, dessen hohe Bedeutung in unserer Zeit richtig gewürdigt ist, nachdem die Nothwendigkeit einer tüchtigen Schulbildung allgemein anerkannt wird- Tie Grundlage jeder Bildung ist eiste gute Volksschule, sic ist das Fundament, auf welchem allein' ein solider, dauerhafter Bau möglich ist. Streben wir daher immer mehr dahin, dieses Fundament zu bewahren und zu befestigen; dieses Streben beseelt Alle, die, es mir der Bildung der Jugend wohl meinen, und deßhalb bringen auch die Gemeinden die schwersten Dpfer mit größter Bereitwilligkeit. Auch die hiesige Gemeinde ist von diesem Geiste beste! t und hat ihren Lohn in der Bliitbe

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