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Der israelitische Lehrer · 1862-09-01 · 17 (1.9.1862) · p. Seite 126

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
17 (1.9.1862)
Date
1862-09-01
Page
Seite 126 (sequence 2)
Language
German
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126 hält, eben oautir. oas-Reliziös.-, ivenu es sich auch in einer anderen Form als in der ihm Eizenthümlichen änßcnl sollte, hoch achtet, in so lange daS sittliche Moment, das allen Religionen zn Grunde liegt, gewahrt wird. Die religiösen Anschaltungen nnd Aeußrrungen, die sich aus dctn allen Menschen innewohnenden sittlichen und rcliziöjcn Gefühle entwickelt haben nnd daraus basiren (also selbstvcrstänelich »ich deS Fanatismus und Alles dessen, was damit zusammcnhäugl enthalten) haben als solche Ansprüche ans unsere tiesße Ehrfurcht. Es kann daher von Spott und Verachtung oder nur von uitehrcr'eickigen Acußerungcn gegen die. Fnstiinticurn anderer Religionen tt»d ihre 2lzrbänger tu euicrjüdischen Schule keine Rede.sein jen arh& □‘ptt'n.rröw tpct t T . ';;cr;d-tcn a:;j -ali-.tt -?iationcn der -Welt haben An- ,rb::l. an der .r nun Seligkeit. < Au-ssv. d. Weisen.) - . , ^si-iscynng folgt.- Ueö^r Lchulversaumskffe. jty ' - (Schluß., Was laur. in:» soll der Lehrer deun.sonft thun? 1'» Sein cigems Beispiel soll cen Kindern und Eltern : zeigen,- wie sebr.eeö ihm um einen regelmäßigen und pünktlichen Schulbesuch zur Vennehrung ihrer-' Kenntnisse-nnd-ihrer Ausbildung ernstest, indem er niemals obn^ ertugenec Ursache, oder aus bloseut.(-»ang zu Vergnügungen eine Schule ausseht, zn spät beginnt crer zu früh.schließt. — Er sei gcgcn sich selbst in der irnchruT-.g ieineS Amte» sirrng gewis-' fenbart, denn das wird 2» feinut. Belehrtnizen refv. Enuahuungcn bei den Eltern - »in: KindrrrrT-.wic ein rcgclinäßiger, so viel als möglich ununtorbrockKner Schulbesuch nolbwendig ist j und wie nachtbeilig eie öfteren Versäumnisse sind, den i gehörigen tliach-drutk, die moralische Kraft geben. Er \ jtitoc feine Lorke aufdie Aussprüche nuferer Alten, (wie auf die oben angeführten) uuö'*'die anerkannter anderen Anrorikätetu - . - 3) Suche er seine Schüler an die Schule und sich selbst zn fesseln und zwar dadurch, daß er! a) seinen "Unterricht leicht, faßlich und so angenehm! als möglich mache, i 6 > keinen llnterrichtszegcnftand mechanisch tractire,! . * scndern etc Kunst', jedem eine angenehme Seile^ I abzugewinnen und ihn auf das Leben anzuwcndcn, zu.-erlernen erstrebe. Er bringe Leben, ein , 'eisches, reges Leben in die Tckulc, verschmähe \ cä nicht, bei p a ssenoen Gelegenheiten von einer DiSciplin in die andere überzuzehen, um den Kindern zu zeigen, daß eine in die andere greift, daß eine die andere ergänzt; das gefällt den Kindern, schafft Lust nno Liebe zur Schule uns zum Lehrer. «.-) Er halte zwar stets und in Allein streng au* Ordnung und Hucht, führe aber kein — Stockrcgiment. i) Er gebe nur in not Hw endigen Fällen Urlaub une nuc auf Nachsnckcn der Eltern selbst, sage aber bei diesen auch nicht ab; gönne den Kindern auch znwellen ein Vergnügen, habe Rücksicht auf die Gesu üdhei^sver hälrnissc der .»cinder und zeige, daß er sowohl a«f ibr körpcrlickes, als auf ihr geistiges Wohl bcdackt if'i. — Ich möchte es deßhalb jedem Lehrer ans dem La not »in Dörfern) zur Pflicht inachcn, bei cintrelenden Krankheiten seine Schüler, wenn irgend möglich, zu besuchen und besonders bei Armen dafür zu sorgen, daß Nichts »vas zur Genesung dienen könnte, verabsäum: werde. Mancke meiner Eollegen, besonders junge 'angehende — werden hierbei den Kopf schütteln und denken: „da sollen wir gar noch Krankenwärter werden!" nein, das sollt ihr nicht, aber euere kranken Schüler besuchen, dafür sorgen, daß, wenn .es nöthig ist,; e i t i a ein Arzt zu Rathe gezogen wird und dies die Ettern nicht, theils aus Scheu vor den Kosten, tbeils aus Vornrtheil^ Unwissenheit und Gleichgültigkeit verspäten oder ganz vernachlässigen und die Kinder der Quacksalberei geopfert »erden. Das Neben dieser Liebesvflickt macht es den faulen Schülern auch unmöglich, sick krank zu melden, wenn sie es nicht sind, uniden Eltern, ihre Kinder auS sogenannter Änenlieb: der Schule länger zuentziehen atS nöthigist, wie es auch verhindert, daß gleichgültige Eltern ihre Kinder schc n als Rrconvalrscenten, oocr sogar noch als halbe Patienten zur Schule senden und eifrige Schüler zu Schaden kommen. 5) Er lasse auch zuweilen in den Lescstunden schön: Erzählungen und Novellen (?) mit guter Auswahl lefeit, denn nichts faz< dem kendlichcn Gemülhe mehr zu, als dieses. Er gebe ihnen eine solche Leelüre. oft zur Bcloknui.g und entziehe sic ihnen aiS Strafe. Der Lehrer e-zähle ihnen auch zuweilen schöne uns lehrreiche Geschickten. ^>ch thue^i«s oft, wenn Beurlaubungen, die nack mei- - ner Ansicht nicht eigentlich zu den nothwendigeit gehören, abbr doch nicht gut abzuschlagen waren, vorgekommen; und wie leid thut es den Beurlaubten, wenn sie erfahren, was sie versäumt. Ick habe oas Vergnügen, die Erfahrung gemacht zu

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