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Der israelitische Lehrer · 1862-08-15 · 16 (15.8.1862) · p. Seite 122

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
16 (15.8.1862)
Date
1862-08-15
Page
Seite 122 (sequence 6)
Language
German
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— 122 I zu beurtheileu vermag, mit sich in allem Religiösen als dir erste und letzte Instanz, als die einzige und oberste Behörde betrautet, die Mitglieder des DorstaudS selbst abwechselnd predigen; etwas, was freilich noch nicht dagrwesen; — war aber irgend etwas Arhnlichcs, wie diese ganze lranrige Geschichte, überhaupt schon dagrwesen? Wir wollen nicht; wiederholen, daß der geringste Landlehrer, der noch ein heilig Selbstgefühl besitzt, eine solche Fesselung im Berufe : nicht dulden würde; aber wundern mnß uns die grenzenlose Rohheit einer großen Gemeinde, die sich so gerne als die höchst gebildete ansehcn läßt, und von deren Schule, wie ein Schriftsteller Frankfurts in einem behütenden 'Werk: ‘j vorigen Jahres sagte, die Bildung ailsgnig über die jüdischen - Gemeinden Süd- und Westdeutschlands ttsr 'rrsr ’2J, daß eine solche Gemeinde cinpn Manne, der einen so hohen.Beruf mit eine zahlreiche Fasnilie zu ernähren hak, nach achtzehnjäbriger treuer Bcrusbersüllung einen Schlußtermin von sechs Wochen setzt! Ist es einem Manne, wie Stein, nwglich, in «i Wecken sich einen anderen entsprechenden Beruf zu wählen '<- — — Meine Gemeinde würde mir, einem Lehrer, jedenfalls einen längeren Termin gesetzt baden. rx In Stein würde dem Ludcnthume und demRab.incnthumc insbesondere eine der ersten und edelsten Kräfte verloren gehen, eine Kraft die offen und ungcschcNt die Fahne dc^ Reform hock butt, während sie andererseits den historischen Boden des Zndcnthums treu wahrte; eine edle Diönnlickkeil, ein tieffühlendes warmes Dichter her;. Wir hoffen mit Gott, ddß sich bald eine andere Stätte und rin ncner Berns finden wird, die demselben einen ruhigeren Wirkungskreis und einen größeren Einfluß /sichern möchten. Israel ist nicht jo reich.au solchen bervorragenSen»Kräften, diq ihr Leben seiner Lehre weihen, daß es der Besten eine ei tbehren könnte'- - . Hainovrr, l>. Juli. Jel> tann nichi niül'iu, gechrtcsler -L>Irr r'icdakteur, Jbnen ans den in .'er. 14 des Jahrgangs!M>1 veröffentlichten Artikel betreffend das jüdffche Lehrcrferftinar in Hannover zier Abwebr Folgendes zu erwidern. Indem ich bitte, daß Sic diele Zeilen als Dxlcg zur Wal„ - heit in Ihr geschätztes Blatt auincbmcn wollen, glaube iw neck bemerken zu müssen, daß der allerdings etwas vcrsp itcten Einscnrüng. sediglid' der Umstand zu Grunde liegt, eo ß mir erst-heute'-dieser Artikel zu Augen kam. — Allcrditgs bat mau. teil Miet-aels v. I. einen zweiten wr ist - licken Lehret antzestclll,. und bal hierbei eine Wahl getreffen, deren Resultat-keine Wünsd-e übrig gclasien hat. Bter wagt cs aber,.die Behauptung anszNspreelwn, daß nur *' I>r. •«. 2.'Nn in .riftttnreje Zahrbuch IW?; wir werden auf dirü Arbnr, s» 8aii will, uock> -urülttcmmrn. , 2 Lehrer an hiesigem Seminare thälig sind? Ihr Eorrrspvndent scheint mit den Verhältnissen dieser Lehranstalt nur oberflächlich oder vielleicht gar nicht vertrant zil st'«, denn ich kann fest behaupten, daß l ordentliche Lehrer am betreffenden Seminare wirken. Was ferner die Bemerkung anlangt, in welcher man dem Direktorium und dem Lthrcrpersoual alle» pädagogischen Takt und jede elementare! Fertigkeit absprcchcn will, so kann ich erwidern, wenn ich mir irgendein Urlheil erlauben darf, daß Männer au dem jüdischen Lehrerirminare in Hannover sungircn, welche ge diegcncs Wissen mit pädagogisch,er Tüchtigkeit verbinden und daß es nur eincnl Direktorium, wie dem betreffenden möglich war, eine Anstalt, wclcke mit wenigen Schülern ihre Wirksamkeit eröffnrte zu ibrcm jetzigen Standpunkte zu erheben. Gegenwärtig srcqneutircn Zöglinge hiesiges Seminar, wovon die Mehrzahl dem Auslände angehört. — Indem ich swließlich darauf Hinweise, daß alljährlich geprüft: Lehrer von hier abgchcn, wclcke ihren (Kollegen in den übrigen deutschen Staaten nicht nackstchen dürften, spreche ich den Wunsch aus, daß diese Anstalt immer mehr gedeihe und zunehme zum Heil und Wohl für ganz Israel. I. Bär. _ Rachbc m crkuug der Redaktion. Wir sind how erfreut, von einer Anstalt, deren Bedeutung für die jüdiiwe Swule und demgemäß für jüdisckcS Leben wir nickt unterschätzen, so Gutes und Ruhmwürdigcs zu vernehmen, und unserem vielleicht nnbcrechtigren Urtbrile ein andere» günstiges entgegensetzen zu können, Indessen wird uns der geschätzte Herr Corrcspondent im Interesse rer Lawc einige Bcmcrtungcn erlauben, und ist vielleicht so gütig, dieselben ebenfalls zu berücksichtigen und eventuell zu erwidern. Wir wollen zur Entschuldigung unseres früheren, von Hannover entfernten Eorrespsndentcn uns nicht darauf.berufen, daß es auch in- Rr. 44 der „AUg. Z. d. Judcnlhuu.s" in einer Eorrefpondenz aus Hannover wörtlich heißt: „Außerdem ist an der Anstall and, ein zweiter erdenkliche r Lehrer angestcllt worden, und ist die Wahl, weil sich kein geeigneter jüdischer Scknlmtrnn fand, ans eine» d'ristlickcn Eandidaten gefallen," was zu dem Jrrihum Beranlasjung geben konnte, daß sieh n der Anstalt wirklich nur zwei ordeittlickc Lehrer befinden davon absehcn, daß wir auw jetzt n Wir wollen ferner :ck teinen rechten Begriff von dem LrganiSmns dieser bei eutnngsvollcu Anstatt Leb rer und ficbenbitten wir Hrn. Bär, haben, welche sieben ortenilich nndzwanzig Zöglinge zählt, und nnS darüber ansführlich zu bclebreii; es kann für ijnS Süddeutsche, schon weil wir am -Jul lcbenführen einer iör. Lehrerbildungsanstalt, über kurz ode: lang denken müssen, keine wichtigere Frage geben. Aber wir dürfe» nid't v|rr

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