Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 2 (1862)
- Issue
- 16 (15.8.1862)
- Date
- 1862-08-15
- Page
- Seite 119 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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s — 11‘J — nächste Eonscrcnz soll statlfinrcn: Am FrehnlcrchnamStag der nächsten Jahres zu Alsheim. . Obernheim, am 1l». Juli 1862. Ter Schriftführer: I Hlingcnjirin. i . Ueber 2ed«1versa«mniffe r*a p^ap &BN;a~ rra bv rpiyp ppi;a.? px :cnppn Man darf die Rinder nicht a.:s der Schule zurückhallen, selbst nicht, um den Tempel anfbaucn zu helfen. (Sabbath 120.) Gewiß wird fast jeder Lehrer auf dcyl Lande, der kein Neuling im Amte ist- und sich nickt d<H Glückes, eine besonders intelligente Gemeinde—zil jciucm Wirkungskreise zu haben, erfreutschon vielfach Ursache gehabt haben, die der ganzen SchnleiSciplin so nachthciligcn und, trotz der strengen Anhndung von Seiten der Behörden, vielfach'vorkommenden Scbulvcrsäumpissc zu beklagen. i ES dürfte dieser Gegenstand wohl wicktig ecnug sei», in diesen Blättern eine Besprcckung zu veranlassen, und die gemachten Erfahrungen zur Beseitigung dieses Ucbels zur allgemeinen Renntniß zu bringen, wozu die nackfolgen-, den Zeilen cinc Anregung sein mögen! Obige» Spruch des Talmuds, der keines weireren Eommcntars bedarf, zeigt uns zur Genüge, rast man! in Jsracl sckon in den ältesten Seiten von der Wicktigkcit des JugendnntcrricktS dnrckdrungen war, und Um sehr richtig höher stellte, als den bcscklcnnigten Aufbau des Tempels; denn was. konnte der Tempel nützen, wenn hie Jugend unwissend und roh, iolglick al« nugc siltcte, allem Laster fähige Menschen answackscn sollte? *) Eine Verzögerung des TempclbaucS konnte nur als rin momentanes Ucbcl dctracktct werken, während die Brrnachlässignng der Jugend alsein allgemeines, dauerndes, für ganze Generationen nacktheiligcS Unglück angesehen werden mußte. So sckärftc schon Mojes in seinem ">. B. K. 6 B. 1 den Etteln die Brlehnmg ihrer Kinder als ' > B>ik demselben Rechte tarn man bcrelzulage iag.n: was r.iüen dir praukvoUen Gotte-Häuser, w>nn der groß« Lbeil der Besuiler die Geben »iel't derstebe», ja bald tticvt mel-r werden Itjtn können? Und man könnte den Bewohnern Hessens, welel-e schlafen, wahrend dao Haus brenne, zurusen: Was nüpen Euere Gotteshäuser, wenn Ihr keine schulen iial-t, was ist nctljk'r: »,n schönes Gottksbaus, oder die Berusnn-' eine: tüebtiaen Religionsbelrer-? Die Red! ein wichtiges RcligioerSgesetz ein und so machte es sich der hochgefcierte hohe Priester Rabbi Josnah ben Gamlah, als der Jugendunlcrricht an vielen Orten vernachlässigt wurde, zur Lebensaufgabe, die Kindcrsckulcn allgemein cinzusührcn, wie Nab Cohana (.Sabbath 120) der Zurückhaltung der Rinder von der Schule lediglich die Zerstörung Jerusalems zu schreibt. Diese Rcminisccnzcn wären wohl hier üdnslnisigj wenn ich Nickt damit, die hier und da neck von unwissenden Menschen vorgefaßte Meinung,-das: unsere Ali n Nicht so streng einen regelmäßigen Schulbeinck verlangten und die an» derselben entspringende, so oft als Entschuleigung oder Bertheidignug gehöne Aeußerungt „Mein Kind kann doch noch seine Thauro lernen, wenn eS auch nicht alle Tage in die Schule geht, — ich bin auch nicht alle Tage in's Chcder gegangen und Hab cS schon nach zürückgclcglcm dreizehnten Jahre ganz verlassen," — widerlegen nwlltc^ ES nmß zwar zug-gcben werden, daß in dem lent vcrftostlenen Jahrhundert der Jngenduntcrrickt trotz der vielen strcugcn talmudischen Borschriftcn (siche.die betreffenden Paragraphen im. n*N und i"’) aus dem Lande und in kleinen Gemeinden, besonders für das weibliche Geschlecht sehr im Argen lag, aber cs blüheten damals für die Knaben auch in den großen Gemeinden vortreffliche, sehr sreguentirtc,, zwar nur biblisches und talmndischcs Wissen pflegende Schulen — Jesckibas — denen die vermögenden Eltern oft aus weiter Ferne unter großer Aufopferung ihre Söhne zuführten. Ter bessere und größere Theil brachte damals noch bedeutendere Opfer für den rctigiöscn Untcrrickl ihrer Söhne, als dies leider in der Jetztzeit geschieht. Damals hatte noch der Svruck unserer Weisen “laip“ "XT i:*X inx apo (Aboda Sara 10) Geltung und gar Biele, die Mittel dazu hatten, sendeten ihre Söhne ans mehrere Jcschibas, — während ein großer Theil der Rcickcn unseres Glaubens jetzt für diesen hock wichtigen Gegenstand fast gar krinen Lehrer mehr braucht, un!d seine Kinder wohl in allen Wissenschaften unterrichten läßt, nur nicht in den Rcligionskcnntnisscu, kenn, caS bringl ja leinen materiellen Gewinn! Tie Ursachen der damaligen und jetzigen eben bezcichncten Zustände hier aus. zusuchcn und zu bespreckc», führt mick zu weit von meinem 's Das gewiß nicht ohne Bedeutung mir dem Bekenntnißworte ver knöpft ist.'.Wie viele Juden sparen Nute nicht an Albern bcr “IHN aber bei da Hallen sse den?.:!,m , n, das lcißr: t>r tri,Id' bkrse ju. T: ‘ : Tif Red. . I