Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 2 (1862)
- Issue
- 15 (1.8.1862)
- Date
- 1862-08-01
- Page
- Seite 115 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 1J5 8- 9. Da« Zeugniß der eine« i-rarl. Volksschule hat in allen anderen Gültigkeit. §. 10. Die ErhaltungSkostm der Gemeindcschnlen d«kt die Gemeinde, dagegen fallen alle Revenüen der Schule ihr zu. tz. 11., 12 u. 13 setzen ein Echulcomitö fest und besprechen da« Bcrhältniß des Lehrers zum Comitä und umgekehrt. §. 14. Klagen der einzelnen Gemeindegliedcr gegen die Schule, werden vor das Schulcomite gebracht. §. 15. Jede zwischen dem Lehrer und der Gemeinde entstandene Streitfrage hat, insolange keine allgemeine LandeSrcpräsentanz ins Leben gerufen ist, vor ein durch Wahl bezeichneteS Schiedsgericht gebracht zu werden. §. 16. Dem Ausspruch des Schiedsgerichtes unterwerfen sich beide Parteien mit Verzichtleistnng auf jede Appellation an die weltliche Behörde. §. 17 u. 18. Behandlen die Befugnisse der Schiedsgerichte. Nachdem das Schulstatut in nebenstehender Fvnu angenommen war, kam in der 4. Sitzung die Unterrichtssprache all die Reihe. Wohl ist unter den Israeliten Ungarns die magyarische Sprache eingebürgert, doch lange jedoch nicht genugsam gepflegt, um ihr den entsprechenden Platz zu verleihen. Wohl sprechen die magyarische» Israeliten die magyarische Sprache, doch bei weitem mehr den jüdisch-deutschen polnischen Jargon und nur ein kleiner Theil dürste die magyarische Sprache gründlich verstehen. Dct Umstand, daß es endlich einmal Zeit, ist die Landes - lend Amtssprache unseren Kindern zu gebe», verlieh den Anhängern der magyarischen Sprache einen glänzenden Sieg. Bei all unserer Vorliebe für die so schönt magyarische Sprache können wir jedoch nicht umhin zu erwähnen, daß die Zahl der magyarischen Lehrer in unserem Vaterlaude noch immer sehr klein ist und dürfte es lange währen, bis wir ebenso tüchtige Pädagogen als ungarisch redende Lehrer nn unseren jüdischen VolkSschillcn erhalten. Die Versammlung entschied sich im Prinzipc für das Klaffensystem, will jedoch, dort wo cs auS Mangel an magyarischen Lehrern einstweilen nicht möglich ist, cs einzuführcn, daS Fachsystem cingeführt wiffcn. Eine heftige Debatte entspanll sich bei Gelegenheit der Besprechung über die Gründung einer hcbr.-magy. Präparandie und Mittelschulen (Gymnasien und Realschulen.) Da in Pest leine isracl. Lehrerbildungsanstalt besteht, selbige jedoch nach der Ansicht der Mehrzahl der Conferenzmitglieder mehr den» deutschen Elemente Rechnung trägt, so bewegten sich manche Redner (vr. B...) auf! persönlichem Gebiete, .wobei cS nicht ohne Seitenhiebe stbging. Der Energie des Präses der Versammlung Primärarzt vr. Rüzsay war cs zu verdanken, daß auch diese Frage zur Zufriedenheit Aller erledigt ward. Die Commiffion, die steht Me 4« zur Ausarbeitung der Statut freier Wahl hervorging be rabbi Löw, Steinhardt, Mür, Reich rc. In Angelegenheit der bücher wurde von der Confer nehmigt, wie auch die Ueberf zur Spräche kam. Der Geist, der in der ächt schulmännischer, das würdiges, die Wärme unser e Lehrer lobwürdig. Nie wer» der Pester Oberrabbi zur? Pester EnltnStempcl hielt. Worte eines Kern im Ge in der festen Ueberzeugung, Schulverhältniste durch sollt anders werden müffen. Ueber die praktischen wir mit Ihrer Erlaubniß, so bald als thunlich berichtin magyarischen Lehr- und Lesern; ebenfalls der Entwurf grunz der Bibel ins Magyarische Versammlung »vehte, war ein nehmen unserer Rabbinen ein :r Vorsteher für die Sache der «n wir der Rede vergessen, die Heier der Conferenz im schönen Ewig werden uns die warmen rächtniß bleiben und leben wir die nicht freundlichen magyar. ein thätige« Wirken in Bälde laß U m biner Stein fein Amt nicderlegen wird. Dat — Die Feudale Sorte Minister des Jiurern, 48ra in der Kammer sich besten Gemeinde» jüdische Kirchen leiten octroyirt hat l — In de.4 JudencidrS wurde in der malS vom Könige begnadigt wuth nun an einer jungen 'Namens Bestie erprobt. 9 en niedergesetzt ward und au« aus 9 Mitgliedern: Ober» sel, Prof. Großman, Mez« Resultate der Conferenz,werden hochgeehrtester Herr' Redakteur X. ch a «. Von Frankfurt wird »ns eben berichtet, daß Rabam 15. August definitiv näher in der nächsten Nummer, pondenz jschreibt: „Der frühere Schwerin, hatte die Stirn, zu rühmen, daß er christlichen und Schulpatrone und Obrig- Folge einer Petition in Betreff preuß. Kammer die Erwartung allsgesprochen: Kgl. Regierung »volle spätestens bis zur nächsten Session ein Gesetz eiubringen, .daß nicht mir die Eide der Juden, sondern ar ch die -der Christen in entsprechender Weise umändert." gemeldet: Der Jesuit Pater SchoofS und Fräulein de Dube, seine Freundin, welche voriges Jahr wegen Entführung d' r deutschen Protestantin Anna Bella Korsch zu dreimonatlicher Haft verurthcilt und dawurden, haben ihre Bekehrungs in Antiverpcn wohnenden Jüdin achdem dieselbe heimlich bereits de Duve' nach einem Kloster Erst als der Pater SchoofS Holländerin, und als solche, erreicht, noch minderjährig i seit einem Jahre getauft worden, verließ sic vor einigen Tagen Morgens das elterlü je Hau« und wurde von Fräul. in der Nähe Brüssel« gebracht, erfuhr, daß die getaufte Jüdin da sie das 23. Jahr »ioch nich> t, beeilte sich derselbe, uni einer