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Der israelitische Lehrer · 1862-08-01 · 15 (1.8.1862) · p. Seite 111

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
15 (1.8.1862)
Date
1862-08-01
Page
Seite 111 (sequence 3)
Language
German
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— 211 Endvk z« Soul und der Zauberin. Es wurde all wichtig erkannt, an den Wundern nicht zu rütteln, wähnend von anderer Seite ausgesprochen wurde, da» Judeachum bedürfe der Wunder nicht. Herr Dr. Philippsohu: Luch er Hobe 3VJahre da» Schrämt gepflegt und wöchentlich 12 Stunden in diesen Gegenständen unterrichtet; er fei auf dieselben Schwierigkeiten gestoßen. Der Mensch soll noch geboren «erden, der alle Schwterigkeitm zu überwinden vermöchte. Die Bibel sei nicht zu verkürzen; jedoch brauche der Pentateuch dm Kindern nicht wortgetreu mitgrtheilt z» «erdnu Der Ton und der sittliche Ernst des gewandten Lehrer» helfe durch geeignete kurze Antworten über mauchr Klippe« hinweg. Auch auf anderm. Gebieten als de« der Keuschheit enthalte die Bibel anstößige Stell«, die der Lehrer iudeß mit Nutzen zu behandeln such« müsse, z. B. die Erzählung, wie Ja«b de« Esau ein Linsengericht verkaufe und andere. Der Pentateuch sei abhandlungSweisc (?) mit dm Kindern durchzunehmen. Die Frage, wie die Wunder in der Schule zu behandeln seien, möge auf einer folgenden Conferenz eingehend erörtert werdm. Nach einem Resumä de» Vorsitzenden stellt dieser folgmde Fragm: 1) Soll die Bibel in vollständiger Uebersetzuug in der Schule durchgenommm werdm? Wird e i »ft i m m iwve rne i»t. 2) Soll dieBibrl mit Weglassung unzweckmäßiger oder sittlich anstößiger Stellen gelesen »erden? Wird bejaht. E» «^ beschlossen, für die nächste Conferenz die fraglichen Stillen zu bezeichnen, und Einzelnes zu motiviren und übernimmt diese Arbeit ein Mitglied der Conferenz. ES folgt sodann ein Referat über das Lesebuch in der jüdischen Schule. Ein gutes Lesebuch thue noch immer noth. Das Lesebuch müsse den Anforderungen der Pädagogik rntsprechm, und da» deutsche Lesebuch für unsere Schulen müsse einen positiv jüdischen Charakter tragen. Die nun folgende DiScussion dreht sich um zwei vrrschiedme Prinzipien: Ob das Lesebuch blo» Lesebuch sein oder auch die Realien enthalten solle. Der vorgeschrittenmZeit wegen und da für mehrere Lehrer die Stünde ihrer Abreise gekommen, wird beschlosien, den Gegmstand für die nächste Conferenz zurückzulegrn und wird dafür! ein Referent und ein Coresermt gewählt, um die Sache gründlich zu erörtern. Die nicht erledigten Punkte werdm ebenfalls für die nächste Conferenz vertagt. Für die nachexilische Geschichte übrniimmt ein andere» Mitglied da» Referat. Lecser macht der Versammlung noch die Mittheilurz,. daß Herr Buchhändler Fried Länder in Brilon »rbötig sei, eine von der Confermz ge nlligte hebräische Fibel, 4 Bogen stark, für den mäßigen Pvi» von 2'/» Sgr. *) und Wandtafeln *) Loa »ir erscheint ebenso stark, da« gebund atchsthin ein „Liste« Lesebuch de« Hebriischen," e» ritra 3€gr. kosten wird. Ulingenftein. dazu für 20 Sgr. herzustellen, «aö von der Derfammlnng beifällig ausgenommen wird. Ein Mitglied will schon nächsten» eine solche Arbeit vorlege«. Die „Gelcise-Vorschriftütafeln' einer Düsseldorfer Buchhandlung warm durch Blumen selb der Conferenz vorgelegt wordm, um ein Urtheil darüber abzugeben, wozu sich dersüb« indeß wegen der Kürze der Zeit nicht im Staude sah. Im Ramm der Vorsteherin de» Waiienhause« zu Paderborn spricht Alsbach den Lehrern, die sich dieser Anstalt bisher angmommm, dm Dauk aus, und fordert die Auwesendrn in rührenden Wort« auf, dieser heilig« * Angelegenheit sich auch ferner nach Möglichkeit anzunchmm, welche Worte — wir sind dessen gewiß — die verdiente Beherzigung grfundm. Al» Ort der »ächstm Conferenz .wird C öln gewählt und als Zeit wieder Pfingsten.*) Der Borfitzrudr bittet dann die Lehrer, unserer Ausgabe auch nach ihrer Rückkehr in die Heimach eingedenk bleibm zu wollen. Wenngleich da» Institut noch jung fei, so habe eS doch schon Gute« gewirkt, und »erd« unter Gottes Beistand immer mehr Segm für Schule, Gemeinde und Jndenthum verbreiten. Die Reife zu dm Conferrnzm fei für di« Lehrer krineswegr» eine BeirgnügnugStour i» gewöhnlichen Sinn«. Sir verlange Opfer, welche indeß durch da« freundliche Entgegenkommen in den, Ortm, wo die Eonfrrmz tagt, erleichtert werden. Besondere Frmde gewähre tf, daß in Essen di, Aufnahme eine so warme und liebevoll« gewesen, wofür die Versammlung, der Aufforderung des Redner« folgend, durch Erhebung, von ihren Plätzm ihren Dank ausfprichl. Der Redner dankt schließlich dem Gaste, Herrn Dr. Philippsohn •) Wir tiiaubta ui«, wenn auch vielleicht »nbmrse», »ine besch»t»«ie Erinnerung an Etwa«, »a« man uu« gärigst ratsch» ldtgen »olle, da« vielleicht von unseren jüdischen Schulmänner» noch nicht beachte» «erden, wa« aber gegen eine Abbalinng jüdischer Lehrercoaferenzen auf Pfingsten sprechen mag, trotzdem e« in viele« Füllen ohne prakttsche Bedeutung ist. Die .allgemeine deutsche Lehrerversnmmlnug' wird in der Pfmgstwoche »ine« jedm Jahre« abgehaltc». Srllle» wir nicht dl« Specialccnseranzea auf rtae andere Zeit »erlegen (e» müßte an« den» noch Zeit verbleiben, auch jener anzuwl-hneu), um zu bekunden, baß alle«, was da« Erztehuugswestu de« gesammten deutsche» Volke« betriffi, inch in »n« jüdische» Lehrer» die liefst« Xbctfaabmc findet? taß wir Varn« snlch« iiraelitisch« Lehrer, welch« jenen Versammlungen anwohnn« wollen, in ihrer Lheilnahme nicht durch unsere S-nserenz stören; daß wir den Blick de« Geiste« und de« Herzen« al« Lehrers in jenen Tag u, wo di« deulscheu Lehrer ihr'höchste« Jubelfest de« Geiste« feiern, iwr dorthin wenden; »ir müssen t* unseren Lollegea, welche einer «Ugemeinen 'dentschen Lebrervrrsammkung noch nicht aagewohnl haben, bemerken.— diese Tage gehöre» z» den drnkwürdigstea; »« sind Hochgenüsse de« Le!, rerkeden«. Die Red. >

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