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Der israelitische Lehrer · 1862-03-15 · 6 (15.3.1862) · p. Seite 46

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
6 (15.3.1862)
Date
1862-03-15
Page
Seite 46 (sequence 6)
Language
German
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46 — E« wird.daher auch an den Lehrern f«it, vermittelst dieser Brreine, Einfluß äuf diesich entwickelnde Andersgestaltung zn gewinnen, oder eine solche vorzubereiteu. , Die rheinisch-westfälische Lehrrrconferettz hat die« gethan, indem sie, noch bevor von einer anperen Seite hierzu ausgefordert worden, eine Petition und Denkschrift' an das hohe Abgeordnetenhaus in Berlin abgehen liest. Mächten die Lehrer aus änderen Gegenden Preußen» sich mit diesen Bestrebungen vereinigen, und der Erfolg ein segensreicher fein. E» wird nun auch, die Aufgabe der rheinh es fischen Lehrerversammlung sein, sich wieder einmal mit der Schulfrage in Heffcn zn beschäftigen. Wir machen darum zum Voraus auf ihre nächste Versammlung-aufmerksam, und bringen dabei die Petition, de» Büdingcr Vorstandes, hervorgerufen und unterstützt von unserem thKtigcn Kollegen Ottensoser in Büdingen in Erinnerung . Die Pfalz - bayrische^Lehrerversammlung steht inmitten einer so begeisternden Bewegung der gcsammtcn pfälzischen Judenheit, daß wir nicht umhin können, derselben ein ra iM' zuzurufen. Wenn, wir die Vorgänge dort richtig beurthcilcn, so scheinen ste unü Großes utzd Segensreiches vorzubereiten. Die dortige Lehrcrwclt wirb nicht verfehlen, eine ihrer hervorragenden Wirksamkeit entsprechende Siellung in dieser Bewegung zu behaupten, wenn sie sich auch, wie es Lehrern geziemt, von der Partei Bewegung entfernt hält. Die israrl. Lehrer der Pfalz zählen so herrliche Kräfte zu den ihren, daß wir nur mit Begeisterung dahin blicken können,- wp.wir so viele und so gute Freunde zu haben unS glücklich schätzen. Um aber all da» fördern und schirmen zu können, bedarf eS eines gemeinsamen Organs für die -Lehrer. Wir können und dürfennicht' verzesien, daß all da», eigentlich eine große Bewegung ist, hier in dieser, dort in anderer Weise, doch nach einem -Ziele strebend; daß alle», was an «iuem Orte crrungfn wird, der Gesammtbewegnng zu Gute kömmt; daß wir, wie'lose Blätter, mit unfern Bestrebungen auseinander -fallen, würden. wenn nicht ein gemeinsames Organ unS Zusammenhalt. *) Wir haben, das dürfen wir heilig versichern.,, bei unserem Unternehnwn keinerlei eigennütziges Inte reffe. Diejenigen, die uns kennen, werden wir dessen nicht zu versichern brauchen. . Und wüßten wir, daß ein Anderer dem Bedürfnisse besser genügen wollte uud könnte, wir würden ihm von Herzen gerne daS mit sauerem Schweiß, und mit unendlicher Aufopferung bis heute erhaltene Unternehmen übertragen. Noch bis heute sind nicht *) Gttbt ja otr jüdischen Schul« in Wirklichkeit kein aneeres der begehenden jüdischen Organe offen, wie. die in ei>ie Beilage «erwiesene Erörterung de« Herrn Braunschweig in der a> Z. d. I. erweist; -über bas chbsinnungslose, sveichelleckerische dieser Erörterung nächstens ein Räbercs. die halben Kosten des Blattes gedeckt. Hätten wir /nicht bereits so große Opfer gebracht, daß die Fortführung mit der Hoffnung auf Bessergestaltung für uns selbst eine unbedingte Nothwendigkeit ist, wir würden heute die Feder niederlegen, und mit dem Schluffe des Quartals schließen; allein, noch hoffen wir auf den gesunden Sinn unserer Kollegen, wir hoffen insbesondere, daß die Lchrervereine, deren Organ wir darstcllen, unserer materiellen Opfer gedenken werden. Deßhatb wagen wir auch, da eS sich anders nicht machen ließ den Preis um einige Kreuzer zu erhöhen, und wird da» Blatt, daS am besten durch Post bezogen wird, vom nächsten Quartal an 27 kr, — '« Thlr. kosten. Wir bitten um schleunigste Aufgabe der Abonnements, und erwarten von unfern Freunden, uud von denjenigen Lesern, welchen unser Blatt ein lieber Gast geworden ist, daß sie demselben auch mehr Leser zuführen werden. Dabei stellen wir in Aussicht, daß, für den Fall eS uns glückt, in diesem Quartal zu unseren Kosten zu fo.umen, wir mit Anfang des nächsten Halbjahrs, um vielen Wünschen zn genügen, das Blatt wöchentlich erscheinen laffen werden. Auch bitten wir nochmals diejenigen Herren, welche unsere Mitarbeiter sein wollen, unS gefälligst hierüber Mittheilung zu machen. X. Recenfion. N. Elk an, Leitfaden beim Unterricht in der Geschichte der Israeliten rc. für iSracl. Schulen. Fünfte, verbefferte, mit einer Zeittafel vermehrte Auflage. Dennhausen und Leipzig. Verlag von Eßman und Comp. 1801. Wir finden eS fast überflüssig, eine Schrift zn empfehlen, welcher, wie nur wenigen iSrael. Schulschriftcn, das seltene Glück zn Theil wurde, in fünf Auflagen zn erscheinen. Die schmählich- Anmaßung, die eS wagte, wegen einiger aus dem Zusammenhang gerissener Worte, durch absichtliche Verdrehung sich als Ketzerrichter, und zwar über die Lebendigen und die Todcn aüfzuwerfcn , statt als Lehrer den pädagogisch«« Werth einer Schulschrist zu berücksichtigen, hat gewiß alle Lehrer, welchen, wie un«, dies Büchlein seit Jahren zum Leitfaden beim nachbiblischcn Geschichtsunterrichte dient, auf's Tiefste indignirt. — Dieser unwürdigen Afterkrittk ist in diesen Blättern schon mehr als zur Genüge gedacht worden, und wollen wir darum ihretwillen kein Wort mehr verlieren. Es ist selbstverständlich, daß wir hiermit nicht gesagt haben wollen, daß derjenige nachbiblischc Geschichtsunterricht, der sich allein an diesem Büchlein abspinnt, nur da< vorliegende Material in der gegebenen Weise benützt, ein geistbildender, unserer Anscbauung entsprechender ist. Wir

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