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Der israelitische Lehrer · 1862-03-01 · 5 (1.3.1862) · p. Seite 39

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
2 (1862)
Issue
5 (1.3.1862)
Date
1862-03-01
Page
Seite 39 (sequence 7)
Language
German
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39 der Ausführung, so ist di« Regierung befugt die entsprechenden Festsetzungen und Einrichtungen unmittelbar zu treffen. In« Falle obwaltender Differenzen, bleibt die Entscheidung dem Minister der geistlichen re. Angelegenheiten Vorbehalten. (Fortsetzung folgt.) Correspondenzen und Nachrichten. AuS der Pfalz, 2. Fedr. Daß die Bewegungen und Bestrebungen in der bäurischen Pfalz, über welckr wir in einem anderen Theile diese» Blatte» näher berichten, nicht , blos auf leere Worte hinanslaufen, daß dort wirtlich leben- * / digcS Interesse für alle Fragen de» jüdischen Lebens herrscht, * können wir heute schon in Folgendem belegen. Ani 20. v. Ri. waren die Snnagogen-Dorstände sämmtlichcr Eultgemeindcn de» Bezirk» Landau zur Feststellung de» RabbinatS-Budgct versammelt. Herr Simon Lcvi an» Landau — er ist eine» der eifrigsten Mitglieder der am 2l. Januar v. I. in LndwigShafen gewählten zwei Ausschüsse — stellte dort folgenden Antrag: (Auszug.) Um einerseits dem fühlbaren Mangel an iSr. Lehrern abzuhelfen, rcsp. um junge Leute aufzumuntern, sich dem Lchrcrfache zu widmen und um andrerseits eine Verbesserung de» Unterricht» am Seminar zu Kaiserslautern in Hinsicht des Hebräischen, der Religion, und de» Eantoruud-Schächter- Dienstc» herbeizuführcn, erlaubt sich der Unterzeichnete die verehrt. Eynagozen-Vorständc de» RabbinatS-Bezirk» Landau zu ersuchen, Folgende» zu beschließen: 1) In da» Bürget de» RabbinatS-Bezirk» Landau wird, für die Periode 1862—64 eine Summe von jährlich 100 fl. ausgenommen, um damit pfälzische iSrael. Jünglinge unbemittelter Elten«, die sich dem Lehrerfache widmen, zu unterstützen; fei e» während ihrer Vorbereitung Hur Aufnahme in'» Seminar, fei e» während ihre» Verweilen» in demselben, sei c» endlich nach ihrem Verlassen d sselben bi» zu ihrer Anstellung. 2) In dasselbe Budget und für dieselbe Periode wird «ine Summe von jährlich 50 fl. ausgenommen zu drin Zwrcke der Verbesserung de» Unterricht» der Seminaristen in Hinsicht de» Hebräischen, der Religion und de« Cantor¬ und Schächter-Dienste». 3) Diese Beiträge sollen einem demnächst zu diesem Zwecke für die Pfalz zi« bildenden Comite übergeben werden, welchem auch die Beiträge der übrigen drei Rabb^- Bezirte ausgehändigt werden, und welche» Comit» dank besugt und verpflichtet sein soll, die betreffenden UnterstützungSgesnchr zu prüfen, die an dir Gewährung zu knüpfenden Bedingungen*) zu stellen und hinsichtlich de» zu verbefferndcn Unterricht« in bezeichneter Richtung da» Geeignete zu erstreben. Landau, den 2t. Januar 1862. .Der Antragsteller: (gez.)« Limo« £e&. Herr Lrvi schrieb un» darüber weiter: ' 1 „Mein Antrag fand den ungetheilten Beifall der Versammlung und deren einstimmige Unterstützung: aber „der König!. La««dcommissär erklärte, daß er zwar prinzipiell mit dem Anträge vollkommen einverstanden sei < auf'» Wärmste befürworten wolle, daß er aber mellen Gründen dessen Annahine verweigern ^müsse, weil nach der Verordnung vom 27. Januar 1854 jbie Versammlung hierzu nicht competcnt sei; ich müffe Zuerst dir. Genehmigung der Kgl. Kreisregierung einholep, :,die Bildung de» Comite betreiben re. Nachdem alle Gegen- [Vorstellungen fruchtlos blieben, nahmen wir in da» Budget ['>(10 fl. für unvorhergesehene Ausgaben auf und rcpartir- [tctt sie auch; so haben-wir wenigst^ die Mit:cl, aber ^noch nicht da» Vcrfüguiigsrrcht." - | Die Hauptsache in dieser Angelegenheit, die Bewilligung und Aufbringung de» Gelbe» ist geschehen;. im Uebrigen handelt e» sich, wix man sicht, nur um eine Formfrage^- die in einer oder der anderen Weise 'ohne allen Zweifel lihre befriedigende Lösung erhalten wird. Herr Lcvi hat sich übrigen» nicht hiermit begnügt; jer wendete sich au ei,«flußreiche Mitglieder der Bezirke Kaiserslautern und Zwevbrückcn - im Bezirke Frankrnthal Ibcftcht diese Einrichtung bereit» und «vird mglp daselbst nur jauf die richtige und dem rißentlichcn Zwecke culsprechende ^Verwendung der Gelder zu sehen habe«« — uns zwar mit Erfolg **). Mit diesen, wenn auch mäßigen Summen wird sich in der vorliegenden Sache1 schon etwa» Rechte» leisteu und den sehr begründeten Klagen abhelfen lassen. Eilcrzische, verständige und uneigennützige Männer, wem« ihre Zahl auch llein ist, wenn sie auch mit geringer oder keiner äußeren Autorität bekleidet sind, können in allen Kreisen de» Lebens Gute» leisten und Edle» fördern. Dank solchen Männern, wie Herrn Simon Levi!. Und ihr Mä»» uer in Israel, geht hin und thut desgleichen — «venu «* Euch mit jüdischer Religion und jüdischem Leben wirklich Ernst ist'. •) Herr Levi scheint hier mit. vollem Rechte auf die «othwe». feig« vedi»zu«g hin,«deute«, daß die zu unterstützende» Innzlt»^ im, Hebräisch«« ,c sich auch wirklich genügend »orbereü» u»d de« «ach. melt bietiUt durch Prüfung»» oder Zeugniff« beibri^en. ••) 9t fehle« un« bi« »um »uzeublute «ädere Bericht»; wir mm > de» darüber später kur» refertre».

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