Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 2 (1862)
- Issue
- 2 (22.1.1862)
- Date
- 1862-01-22
- Page
- Seite 13 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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13 fliottfuntmidjt, urthetlt derselbe, darf in den meisten Schulen musterhaft genannt «erden.. und ist ebm so weit entfernt von überspannten, neben einem gediegenen, für die heutigen Verhältnisse ausreichenden Elrmentar-Untrrrichte unausführbaren Forderungen, wie von jener Gleichgültigkeit, die ein völliges Nivelliren alles Confesiionellen will." Jedes Jahr zu Ostern, wenn der (christliche) Distriks- Schulinspectvr alle Schulen inspicirt, hält derselbe in ganz gleicher Weise die Prüfung in den iSrael. Elementarschulen ab, und der Bezirkörabbiner besucht ein oder mehrere Male im Jahre die Schule, hält Religionsprüfung und faßt ein Protokoll darüber ab, das er in gleicher Weise der Köngl. KreiSregiernng vorlegt. Die iSrael. Lehrer der Pfalz haben, außer dem Wunsche nach Uebernahme^fbres Gehaltes auf die Gemeindekaffen, keinen andern, als ^ch»^hr dermaliges gesetzlich geordnetes Verhältniß aufrecht erhalten werde. Eine größere Abhängigkeit von den Gemeinden resp. Synagogen-Vorständen, (die aber auch unseres Wissens nicht erstrebt wird), oder eine weiter gehende Unterordnung unter die Rabbinate wird von ihnen gleich sehr als kein Vortheil für Schule und Lehrer erachtet werden. Damit lassen Sic uns die Uns Allen so interessante und darum vorweg behandelte Schulfrage verlassen und unfern Zweck, eine allgemeine Schilderung der heutigen iSrael. Verhältnisse in der Pfalz, weiter verfolgen. ' (Fortsetzung folgt.) als ein Hervvrhr mn jedem lebende den des NammS, um ihn nicht mit n Wesen, also auch Thitr zu verwech- ExegetifeheS Von Dr. I. Klein, Gcmeindc-Nabbiner zn Glogau. 1 Buch Mose, Kap. 3, VerS 20: 'N v2 ox' nmn trn o mn intpx Dtp dinh top’i Und es nannte Adam den Namen seiner Frau: Schwätzerin, obgleich sie die Mutter alles Lebendigen wurde. Als Eva zuerst vor Adam tritt, nennt er sie „Jscha" Männinn, das war ihr genug bezeichnender Name, wozu hier abermals einen Namen? noch dazu, da sie ja noch nicht geboren, und demnach nicht einem anderen Wesen Leben gegeben, hatte? Und diesen Namen gibt er ihr unmittelbar, gleichsafn als Folge des ihm von Gott auserlegten Fluches (?) (Vers 17—19) „weil er der Stimme seines Weibes gefolgt, die ihn beschwatzt hatte.*)" Scheint es da nicht natürlich, daß sich Adam'S Mißmuth in einem Scheltnamen gegen die Veranlasserin Luft machte? — Nun das Gramm» tische i die Form mn wird von Verschiedenen verschieden erklärt. Raschi sieht in der Form ein bloßes Wortspiel für den Schluß de- Verse». Jbn Esra findet die Form *) Wo stobt das? .Red. Die Wurzel ist mn zeigen; vergl. noch! seln. Abarbauel spricht eS offen auS: (Job 36, S) :. imxi mj>T'd nm(Ps. 19, 3) njn mm "?d mron mn mnp und spielt hierbei, nie der Baal hatturim, welcher bemerkt: 'mnoar Dtp by mn nntp nx «npn auf die thalmudisihe Sage: (Kidduschi Fol.j 49, b.) 1^12 Dsnpn bs rthxi D’sun idv: nytpn D’nybnmnmtp bv pap mtpy reden, wie die angeführten Beispiele Job 32, 6. 10, 17; 15, 17;) darum übersetzt OnkeloS au lnah.uSweise mn tps: (1 B. M. 2, 7) xPPdd nnb Dixaxim (ein redender Geist); dem bolzend heißt, im Chaldäischen die Schlange N’-ifl (OnkeloS zw 1 B. M. 3, 1: Sabbath 85, a), weil sie zischt und zu lispeln scheint; (vergl Predi 10, 11). — Der Nachsatz de» Verse» ist vom Verfaffer mildernd verhüllend, beigesetzt, um das harte Scheltwort! zu verdecken;1 daß solche Zusätze und Einschiebsel der Bibel nicht fremd sind, ist bekannt; so 4 B. Mos. 12, 3. — Auch läßt sich 2-t, Mutter alle» Lebend ein nur sehr uneigentlich sagen, wohl aber Mutter als Vornehmste, wie Richter 5, 7; 2. Sam. 20, 19; dieselbe Bemerkung macht auch Heidenheim in seinyn «niBDzu 1, B-i Moses 3, 20 wie ax im 1. B. M. 4, 21.*)! Reeension. Prinz; und Derwisch oder die Makamen des Jbn Chisdar. Von vr. W. A. Äeisel, Ober-Rabbiner in Pest. Zweite durchaus umgearbeitete Auflage, mit 4 großen und mehreren kleinen Illustrationen. Pest, Druck von Johann Herz 1860. Wir haben eS hier mit einem Buche zu thun, da» *) Man nehme diese Erklärung nicht als einen blos launigen Einfall einer Erklärung, sondern alS p-ocholozisch und grammatisch begründet — Rachsch.d.Redakt. Die pfvrbologischeBegründung möchte» wir doch dahin gestellt sein lass«»; auch rathe» wir dem Lehrer diese etwas un galante Erklärung Nickt in der Schule geilend zu mache». Er könnt« sonstin unangenehme Lagen kommen; die Frauen regieren die Welt! Doch, 6paß bet SeiteI wir glauben, daß das Sphitat ganz paffend auf di« einig« Verse weiter kommende Stelle Bezug habend erklärt werden kann, wo ja Lhawa „Muiter" wird. Wäre Lhawa ein Scheltwort, würde es nicht als Rame fortwährend stehen geblieben sein. Im Aegenthetl; wir erkennen auch in diesem Ausdruck das hohe stttliche Princip der Bibel, dem erhabmen Gedank-n des „Muttersein»" die Weihe zu gebe»; .dir menschliche Ehe, die-Verbindung von Man» und Weib über das Lhterische zu echebrn, und der Frau als Mutter des Hauses die Sorge für alles Lebendig«, das dem Hauswesen eigen ist, zu üterttagen. Doch wollen wir auch obiger Erklärung ihre Brrechttgong nicht ahspreche» .Tiina D’3D DDi nur darf sie nicht für die Schule, gelte»; für diese werden Adam und Lhawa erst waS sie ihrer hohe» B«sti»«u»g nach sein soll»» — sorgezid und wirkend als Vater und Matter — «ach ihre« Austritt aus de« Paradies«.)*