Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 1 (1861)
- Issue
- 15 (1.12.1861)
- Date
- 1861-12-01
- Page
- Seite 119 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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119 Auch ist der Lehrer vou einer höheren Autorität umgeben, wenn er den Kindern als eine Quelle eigenen, selbständigen Wissens erscheint. Er mag dann die mündlich mitgetheilten Historien sich von den Kindern, zur Schärfung ihrer Aufmerksamkeit und Förderung ihrer correcten Mittheilungögabe, wiederholen lasten; dann aber nehme er die „Zeittafel" vor, worin der Schüler Alles in prägnanten Notizen, nebst entsprechender Zeitangabe, wiederfiudet, und dieser Stoff bilde den eigentlichen Gegenstand des Memorirens. Es können dazu, was sehr förderlich Ist, Fragen dictirt werden, und hielten wir eS für sehr gut, wenn der Verfasser der Zeittafel bei einer neue» Auflage, in einem Anhänge, in Petitdrnck, die Fragen, nach'den Seiten des Buches, ordnen und beidrucken ließ. — Auch eine übersichtliche Einleitung in GeschichtSPerioden ist zu empfehlen. , Die einfachste erscheint uns, wie wir solches in der gedrängten Religionsgeschichte in unserer „Toro uinizwa" kurz angcdeulel, in Zeiträumen von 1000 zu 1000 und in Untcrabtheilungen von 500 zu 500 Jahren: . l Prophetisches Zeitalter, 1000 Jahre. 1. 'Abraham (VlItJilMti.). 2000 yer 2. i'it'icy sLlift-büile).. . 1500 3 3. £ alcme, crfift lempetoau (böchste Blnlbc) 1000 II. Talmudisch-^opherischeS Zeitalter, 1000 Jahre. I 4. iiSra, zweiter kcmpelbau . 500 „ | 5. TftiU'fl des HcrodeS (nntiidic Botmäüigl.it) . 10 ' „ 0. Bollenvung des Talmud» . . . . 500 »ach 56 — 448: veranstaltet st. 'vtranlißt k (4 Pha . 6" 8-^ 436 steht Laubhüttenfest st. Gedächtnis führte st geführt hatte; S. 63 Söhne MathathienS, ebenso S, 6^ *= 158 fehlt neben dey der Gegensecte (Sadducaer); 2). tige Umstand . der ZwaügSbekehrung wähnt; S. 68 — 106, am End 69 — 66 total" st. völlig; S nannten; S. 86 — 122 fehlt daS S. 89 sollte bei R. Moir die trf sein; das. 140 sollte bei der "OKH ein bescheidenes „soll" nichl des Tadels; kein menschlich Werl Erstlingsarbeit zeigt die Schrift schriftstellerisches Geschick genug. Lieferung dieses guten Schulbuches» dcü hingebcndcn Eifer, welchen er zu- Danke verpflichtet. i 5" i i Deutscher .01 y t> c r f t e int» f ii Rach dem Oinderfreunde von A Vetter eingerichtet von Joel Rat bau, israelitischem Lehrer zn Danzig. Mit einem Vorwort Prediger der israelitischen Gemein III RabbinischeS-Mittclalterliches Zeitalter; 1000 Jahre.f >. Begründung der Aephardischen Lwule . . . 1000 3. Vertreibung der Juden au- Lpanien u. Portugal IV. Neuere Zeit. 8- 4»* * 1500 Freilich 'dürfen wir in dieser Eintheilung bei 4 unv 5 nicht verfahren, wie unsere orthodoxen Rabbiner, welche gleich dem Vogel Strauß de» Kopf zwischen die Flügel stecken, um de» Jäger nicht zu sehen; die nämlich steif behaupten, um alle Geschichtsschreiber Griechenlands unbekünimert, zwischen Chrus und Alexander liege npr die Bagatelle von etwa einem halben Jahrhunderts! — Hr. Schlesinger hat sich-aus diesem Dilemma, unk um nicht dort anznstoßen, wo auch der barste und klarste Widerspruch mit der Wissen-, schaft stehen bleiben muß. sobald der Jrrthum „überliefert" ist, geschickt genug heranSgefunden. — AuSzusetzen an dem Werkchen haben wir außer manchen sachlichen Fehlern, insbesondere eine öftere Vernachlässigung dcS deutschen Ausdruckes, welchen wohl tüchtige Lehrer bei dein Gebrauche rectificieren können und werden, in Betreff dessen, aber wir dem Herausgeber bei einer neuen Auflage eine größere Aufmerksamkeit zur Pflicht machen müssen. — So S. 53 bei 539: singen ab, st. singen; a. S. 54 — 484 „Base" st. Nichte; a. vermehrte und verbesterte?liifla;e.. Königsberg, Verlag von I. H. Bon. 1859. Preis 8 Sgr. Es ist ein Verdienst, für die israelitisch.' Schule zu schreiben, schon darum, weil kein Be -dienst dabei hcrauskommt. . Das ist ein klarer Widerspruch mag für die Schulen, für welche des Lesebuch von Preuß und Vetter regulativ ist, das Verbiet st des Herrn Joel Nathan ebenfalls ein. großes ist; für die israelitische gemeinen ist damit kein Fortschritt Lesebuchfrage ist, nach unserer de noch eine unerledigte. — Es ist imrue für ein jüdisches Buch, wenn dar n Sätze verkommen, wie der auf S. 95 iauch andcrwärs st hon incrimirte): Gott ist der Grund aller Schöpfung, der £ ciland Jesus Christus der Grund aller Seligkeit;*) es zeugt 1 ieS von Gleichgültigkeit in der Bearbeitung, wie sie einem guten Schulbwche nicht zum Borw'lirfe gemacht werken dark, veraltete, zuni Thcil nicht reite. Allein wir dürfen Einzelheiten unberücksichtigt lassen l nd uns am Ganzen halten. Denn wer wird heutzutage ier Ol erklaste einer (Elementar-) Volksschule, für die das Buch bestimmt zu sein scheint, ein Lesebuch in die Hand geben wollen, wovor die ersten 26 Seiten nichts; a. S. 5? — vor fest; a. S. 62 168 hlen die Namen der 5 Eleazars Heldentod; risäern die Envähnung — 129 ist der wichder Jdumäer nicht erder st. vor'rer;^S. vorbesagten st. obengdhsebräische Wort Scmieha; ffliche licruriä erwähnt stung des Sohai durch fehlen. — Dock genug ft -wllkonimen, unv als des Herrn Schlesinger Wir sind ihm für die und insbesondere für :abei an den Tag gelegt, ,. Leopold Stein. r i s r a e l. Schulen. E. Preuß und I. A. von 1 )r. I. L. Saalschutz, :e in Königsberg. Zweite, chule im Allgemacht worden, und die cheidenen Ansicht, immer erhin kein gutes Zeugniß *) Auch an ändert» unjüdijchen Stclli» wie überhaupt der ganze „verjens > ii ist in dem Buche kein Mangel, tigende" Ton kein jüdischer ist.