Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 1 (1861)
- Issue
- 15 (1.12.1861)
- Date
- 1861-12-01
- Page
- Seite 114 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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114 bringende» Jrchitut mit allen Kräften zu unterstützen und;u fördern versprach. Sodann schritt man zur Wahl 'eines Präsidenten und zweier Locretaire. Als Präsident wurde Hr. Lehmann wiederholt und dann als Secrctaire Hr. Salomen, aus Rülzheim und Bärmann aus Mutterstadt gewählt. Nun fand man vor Allem die Aufstellung einer Tagesordnung fiir nöthig, weil ries in der ersten Versammlung, wegen Lllzu geringer Betheiligung, /nicht möglich war. Acht Gegenstände, von welchen aber nur. nachstehende zur Besprechung kommen konnten, wurden bezeichnet: , 1, Hcr-r Frank aus Vantair verliest das in kiesen Blättern gedrückte Referat über das Thema: „Was kann die Schule dapu beitragen, um das religiös-gemüthliche Leben im Hause Zu beleben und zu kräftigen?" welchem eine recht lebhafte, geistreiche Tiscussion folgte." Es würde, zu weit fübren, die Redner einzeln aufzuführen.' Im Folgenden möge beiläufig das Resultat unserer Tiscussion enthalten sein: Ter Lehrer erstrebe bei seinen Schülern: 1 ■=— ' I. Erkcnutniß rer Religion,, und trage fo viel wie möglich :ur -Bererclung und Vcbcudigniachupg teev ceremoniellen vebon» bei; wünschcnswerth sei II. Einscdrankung res Auswendiglernens km Katechismus und III. ,treibe rer "ebrer mehr Naturkunde und zwar in rer ' Natur selbst. - 2) 'Wünsche und Anträge rer'Lei» er bezüglich der neu zu erwartenden SunagogeNrerfassung der Pfalz. - Herr l>r. Grünebgum war so'freundlich, der Versammlung einige Bruchstücke aus seiner jetzt wahrscheinlich vollständig gedruckten Brochüre, mitzutheilen. Vorderhand wollen wir die hierauf sich, beziehende. TiScusssoistübergehen, unc, den Notablen rer- Pfalz-es überlassen, der Ocffoutlichkeit von ibren Leistungen- Mittheilung zu machen, 3 > Einführung eines Retigieusbnchcs ünr einer bidl. Geschichte für alle isr. Schulen det Pfalz. ~'r■ In reu isr. Schulen rer Pfalz bestand seither rer beklagcnewertlie Mißstand, ras: fast jeder Lehrer ras Recht hatte, sich feine Reiigionsbiichör selbst -u wäblcn. , Wie viele Mißgriffe hicrfchen vcrgetommen sein mögen, wollen wir hier nicht uutersuchen,^fst auch unsere Lacke nicht; aber wir freuen uns sagen zu können: Tiefem Uebclstanve wirr nun in Bälde dadurch abgeholsen werden, daß ras mit diesem Geschäfte betraute Ecmit«- fick, für die geeignetsten. Rrligiensbücher bis zur nächsten Conserenz geeinigt haben wirr. Demselben Somit«- wurde die Ausarbeitung eines für unsere Schulen zweckmäßigen Stundenplanesunterbreitet, welcher jercch vorher der Oessentlichkeit übergeben werden soll, .damit allenfallsige Abänderungen in der nächsten Versammlung in Vorschlag gebracht werden können. 4) Ter Antrag des Herrn Bingenstein, „den iSrael. Lehrer" als Sprechsaal der pfälzischen Schul- und Synagogenverhättniffe zu wählen, wurde-von der Versammlung angenommen. Dre Wichtigkeit und Nothwendigkeit eines solchen Organes kann nicht verkannt werden; dasselbe geistig und materiell zu unterstützen ist unsere Pflicht. Die meisten Anwesenden abonnirten noch während der Konferenz. Ein weiterer Antrag Herrn Di'. Grünebaum's, die „israelitische Wochenschrift" von Dr. Fvrmstccher und Klein zu unterstützen, wurde insofern angenommen, daß Jever die Verbreitung auch dieser Schrift in seiner Gemeinde sich möglichst angelegen sein lassen wolle. 5) Bestimmung von Ort und Zeit für -die nächste Versammlung. Auf Antrag des Hrn. BezirkSrabbinerS Seligmalm wurce Kaiserslautern angenommen; als den geeignetsten Tag^ bestimmte man den zweiten Pfingsttag Hierauf schloß man nnter allgemeiner Befriedigung die zweite pfälzische Lehrerversammlung. Somit verlebten wir wieder einen fröhlichen, genußreichen Lchrertag und wünschen daß wir gesund in Kaiserslautern uns wieder zum herzlichen Willkomm die Hände reichen. Mutterstart. - - Ter Secretair: Bär mann. Juda Makabbi. Zum Lhanukkaflkk Sonett, * Den Gelen ebenbürtig aller Zungen, Die froh der Menschheit ihre «rüste weilhten. Und gleich den höchsten Helden aller Zeiten, Tie für die Freiheit kühn ihr Schwert geschwungen, Hast du dir, Juda, höchsten Ruhm errungen; Denn dich trieb nicht die Lust am wilden Streite», Tu känivstest nicht, um Reichthum zu erbeuten: Dein freier Sinn hat dich zum Krie? gezwungen. Geschwunden sind, die deine Feinde waren. Dein Volk hat der Zerstreuung Loos erfahren, — Dow deines Ruhmes'Gwnz erbleichet nie. Sei stolz, o Israel! man wird'S nicht wagen. Dich rücksichtslos dez Feigheit anzuklagen! Du zeugtest einen! Juda Makabbi! Gvpstein, Lehrer in Weyherbäch. Was kann die Schule dazu beitragen, um das religiös - gcmüthliche Leben im Haufe zu beleben und zu kräftigen? "O (Lchlnß.) Uitfere neuere Literatur ist zwar nicht besonders reich an religiösen Poesien-, doch bietet sie uns vieles Gute, das der Jugend mit 'Nutzen gegeben werden kann. Erst kürzlich