Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 1 (1861)
- Issue
- 14 (15.11.1861)
- Date
- 1861-11-15
- Page
- Seite 111 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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111 spielen. Wie, wir sdllteu stillschweigeu, wenn ein Hamburger Correspendent, der Jelbfl mit seiner GlaubenSlosigkeit witzelt, in einem weitverbreiteten israelitischen Blatte zu behaupten wagt: daß eö mit dem speciell Israel. Lchrerstande nicht mehr weiter gehen kann, und daß sie unaufhörlich darnach streben, im allgemeinen deutschen Lehrerstande äufzugchen? Das Letztere ist allerdings wahr: Wir sind deutsche Lehrer, aber nichts desto weniger sind wir unS bewußt auch unseres besonderen Berufe» als israelitische Lehrer und unserer unendlich erweiterten Aufgabe als solche. Ist etwa der gefeiertste und freidenkendste deutsche Pädagog — Diesterweg — darum weniger christlicher Lehrer, weil er der erste deutsche Lehrer ist, und wir sollten nicht jüdische und deutsche Lehrer' zugleich sein können? Daö ist freilich in jden ganz großen Städten weniger der Fall; dort repräsentire» die Schulen Alles, nur nicht das Judenthum, und ihre Leiter, kokettiren mit der deutschen Rationalerzichung rc., um zu guter Stunde doch daran erinnert zu werden, daß sie Juden sind. — Wir wollen vorübergehend weiter daran erinnern, daß neuerdings ein Lehrer alle literarischen Erscheinungen, die von Lehrern auögehen, absichtlich verdächtigt, auch wenn sie, (wie;. B. Elkan's Geschichtsbüchlein) sich feit Jahren eines guten Rufs erfreuten. Ist es noch Riemanden eingefallen, sich'darüber zu wundern, wie an so vielen Erscheinungen von Lehrern auch nicht ein gutes Haar fein soll, und warum man sich so viele Mühe gibt, und selbst den SomuambuliSmuS zu Hilfe nimmt, um Lehrerschxiften todtzuschlagen; denn ist eü nicht SomnambuliemuS, wenn man die Druckfehler in einem geschlossenen noch nicht aufgcschnittcne» Buche in Masse findet? Run wird uirs gar gemeldet, daß man in Hannover an dem dortigen jüdischen Schullehrcrseminar einen zweiten Lehrer anftcllte, aber zu einem Christen griff , „weil man keinen ge- ■ eigneten jüdischen Lehrer fand!", Wie, an einem Seminare für jüdische Religionölehrcr nur zwei Lehrer, und der zweite ein Christ? Wie, und so etwas wagt man dem großen und strebsamen , für seinen Beruf und sein Jndenthum begeisterten deutsch - israelitischen Lehrerstandc in frecher Anmaßung in's Gesicht zu sagen / und der Lehrerstand empört sich nicht dagegen? Hunderte von tüchtigen Pädagogen sind in Deutschland, die an pädagogischem Takt und an pädagogischer Kraft, an elementarer Biltungsfähigkeit so viel und vielleicht mehr haben, als dort der erste Lehrer sammt dem Direktorium; und man wagt eine solche Frechheit und Anmaßung, ein so offenbares Rischus noch ruhig in die Welt hinaus zu posaunen? Das aber soll uns Mehr und mehr auffordern, unseres 'Gelübdes eingedenk zu sein. Wir'sehen jetzt, waS man aus uns Lehrern machen wird, wenn wir ruhig Zusehen. Darum wollen wir nicht aufhören, so lange eS uns möglich ist, zur festen Gliederung, zur dauernden Le^rerstanveS aufzufordern und zeigen, was wir sind und was wir len zeigen, daß nur wir, fern jener die andere Stände auszeichuen, fei: pend jede offen ausgesprochene und zeugung gegründete Meinung, nm Heil des Juventhums, dessen Zukun t abhängt. Wir wiederholen: nur e für edle Ideen abgestorben, von keine Einsicht hat, kann glauben, wahrhaft deutsche Lehrer zu sein; deutsche Leben, seine Hebung und manität von unö fordert/ wird g seine Bcrtheidiger finde», weil in CinheitSgläubigen, alle göttliche bilden, und keinen Widerstreit herio Dafür kämpfen wir; das fji fei die Ergänzung unseres heute Programms. Hcrzogthum Nsssau. In L Du.tter de» dortigen Rabbiners Jahren reinigung des israelitischen Heizutragen.' Wir wollen leisten können. Wir wolkleinlichen E fersüchteleien, Ne jedem Porteihaß, achauf wahrhaltiger Ueberdas Eine wellen — das fast nur von den Lehrern u verbrannte« Gehirn, das wahrhaft jüt ischrn Ideen daß wir dar un aufhören. Alles waS 1 aS national* Veredlung, vas die Hu- :rate um so mehr an uns dem rechten Juden, dem höhere Ideen seine Einheit orrufen. unsere Losung, und das ai'.sgegebenen wiederholten K l ui 9 e n ft e in. intburq starb kürzlich die (?); iui Alter von 113 Kaiserslautern, f GehalkS tische oder die Cominui'.al)-Geme^ Herrn Lehrers Wal; von 380, e, Höhungen.) Die (iSraeli dc? hat den Gehalt des auf 530 fl. erhöht. polen. Bekanntlich sind die in Warschau auf. Anordnung schlossen worden, und bleiben lä dem Publikum gegenüber, weil durch Waffengewalt vereitelt Vorgänge sind nun neuerdings Polen-aus den höheren Ständen vorgekommen. Rach eben eingetj: pcfche d. Fr. I. find der Oberdiger Jastrow tind straMtuk (?) gcmcnire Feiukind, sowie der litz in Haft. Der Grund ist u Kroshaza in klngarn. Jfl legenheit, einer Trauung beizut »ohne», die Wohl verdient. hnagogen wie die Kirchen dtr kirchlichen Behörden geengcre Zeit^ als „entweiht" eine kirchliche Demonstration r worden. In Folge dieser zahlreiche Verhaftungen von und den leitenden Preisen offener -telegraphischer De- Rabbincr Mcisel, der Pre ind der Vorstand der Juden- Lanquier Heinrich Töpu ibekannt. hatte vorige Woche Ge- und gewürdigt zu werden, lesigen sehr armen Braut. auch in weiteren .streifen, gekannt ES galt diese nämlich , einer h , „ Die Trauung fand im stultuStci ipel statt, und cS hatten sich zu derselben nicht nur die Vertr« ter der ehrsamen Gemeinde Repräsentanz, sondern auch alle hiesigen Privaten und viel Corporatienen aus rer Hingegen > eingefunden, und Alle be ' ' -