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Der israelitische Lehrer · 1861-11-15 · 14 (15.11.1861) · p. Seite 112

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
1 (1861)
Issue
14 (15.11.1861)
Date
1861-11-15
Page
Seite 112 (sequence 8)
Language
German
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c 112 eiferten sich in sichtbarer Weise ihre besondere Theilnahme zu beurkunden. Sinn» und auch äußerst werthvolle schenke wurden ihr von allen Seiten 'dargebracht. Auch Kaufleute au» Pesth sollen diesem Ehrentage beigewohnt haben, und Viele« beigetragen haben. Auch da« hiesige Schulwesen, da« sich früher längere Zeit in einem sehr unerfreulichen Zustande befand, jedoch durch die Wärme, mit welcher sich unser abermals erwählter Vorsteher, Herr Paul Fischer sowohl, al« auch die beiden Schulinsvektoren, Herr Heinrich 'S in g.er und Herr Vr. Leicht mann desselben annahmeu, tagtäglich einen höheren Aufschwung nimmt, darf hier nicht unerwähnt bleiben. Dieser, mit allem Möglichen wohlversorgten Schule stehen ein Oberlehrer und ein Hülftzlehrer vor, und wird dieselbe von 30 Zöglingen besucht, darunter mehrere unentgeltlichen Unterricht genießen. Gott segne die durch anerkeunenSwerthen WohlthätigkettSsinn ausgezeichnete Gemeinde mit jenem Erfolge, so sie erwartet! -r- M. S. -{ Paris 25. Oktober. Man lieft im „Moniteur" r Eine gerichtliche Untcrfuchuvg, die eine Berurtheiluütz zur Folge hatte, erwies, daß die Congregation der Damen der Samte Union in Douai freiwillig Theil nahm an rer' Entfernung junger jüdischer Mädchen aus dem Kreise ihrer -Familien. Diese Vorgänge konnten die Zurücknahme der allgemeinen Autorisation, welche der Eongregativn ertheilt war, nach sich ziehen. Die Regierung hat es für paffend erachtet, ein weniger strenges Einschreiten eintreten zu lasten; ein Dekret vom 10. dieses hat dem Hause von Douai die gesetzliche Existenz entzöget!, welche demselben ein: Decret vom 13. April 1850 gewährte. .Diese zugleich gemäßigte und entschiedene Maßnahme wird die religiösen Eongregationen ohne Zweifel erinnern, daß ihr Charakter, ihr Zweck und ihre Regeln dieselben nicht davon entbinden',' den Gesetzen ihres Landes zu gehorchen." -' - Anzeige. ^Handels - Institut von Alb. Mayer in Mainz. (In Verbindung mit 2 Vorklassen für Knaben' von bis 10 Jahren.) Das Winter - Semester hat Donnerstag den 10. Octobcr im neuen Sciiul-Locale, Emmeransgasse, links vom Caf6 Otto begonnen, -p Näheres über Lehrgeld, 6anz- und Halb-Pension besagt das i Programm. Rücksichtlich der israelitischen Schiller wird auf möglichste Erweiterung des hebräischen Sprachunterrichts hingewirkt. ' ’ Inserat. Weibliche Erziehimgs-Änstatt und Pensionat (höher« Töchterschule) i » Frankfurt am Main.. (Schützenstraße 10.) Eine, dem hohen Berufe des Weibes allseitig entsprechende Erziehung der weiblichen Jugend muß drei Beziehungen in'S Auge fasten und in Einklang zu bringen suchen: das höhere ideale Leben, die Welt und das Haus. Jede weibliche Erziehung ist einseittg, welche nur eines, und unvollendet, wenn sie nuk zwei dieser Gebiete anbaut. Nur die sorgfältige Berücksichtigung von allen dreien wird das ZustanHebringen jener wahren Bildung ermöglichen, welche die Bestimmung für daS HauS in ihrer ganzen Bedeutung würdigt, zum Umgänge mit der gebildeten Welt befähigt und durch die höhere Richtung des Gemüthes vor dem Versinken in die Alltäglichkeit und vor dem Verflachen in'S Weltleben bewahrt. — Rach diesen Grundsätzen hat der Unterzeichnete — unterstützt von seiner, zum Lehrberufe in einem deutschen Institute und in einem französischen Pensionate vorbereiteten Tochter — in hiesiger Stadt eine höhere Töchterschule, verbunden mit einem Pensionate, begründet. —, Unterrichtsgegenstände. 1. Religion. — II. Elementarkenntnisse: Lesen, Schreiben, Rechnen. — III. Deutsche Sprache: Sprachlehre , Stylübung, Literaturgeschichte, Kenntniß des deutschklassischen Schriftenthums, Vortragslehre. — IV. Fremde Sprachen: Französisch, Englisch, Italienisch (auf besonderes Verlangen). — V. Realkenntnisse: Weltgeschichte, Erdbeschreibung, Naturlehre und Geschichte, Mathematische Geographie.— VI. Aus dem Gebiete der Kunst: Zeichnen, Singen, Musik (auf besondere« Verlangen). — VII. Zur Erziehung für das Haus: Weibliche Arbeiten, Häusliche Buchhaltung, Anleitung zur Führung des HauStyefenS. Die näheren Bedingungen sind aus dem ProspectuS zu ersehen, welcher durch den Unterzeichneten, durch Herrn Buchhändler Auffarth zu Frankfurt a. M., sowie durch die löbliche Redaktion d. Bl. zu beziehen ist. Frankfurt a. M. 1861. R. Or. L. Stein. Briefkasten. Herrn Dirig Lehrer S. in Ung.: Mit Dank erhalten. Ihre zugesagte Mitwirkung war ein erfreuliche« Zeichen, ein Zeichen der Lehrerverbrüderung. Die gewünschte 91. demnächst unter Streifband vtzn 91. au«, geht da« nicht, dann ein Paketchen mit die Unkosten ausgleichender Beilage. Bon Herzen Gratulation zur Genesung, ferner ungetrübte Gesundheit. 8« muß und wird mit dem neuen Jahre gut werden. Ihr T. Lieber S. in F. Ja! wird besorgt! H. in St. bei B. am F. Wird sich ohne Anzeige nicht machen lassen, weil schon ftüher Ree. da war (1851 i. 931.). Jedoch mit meiner nächsten Sendung, die wohl zu beachten, ein Mehrere«. Ich ersuche m. geehrten Freunde u. Correspon» denken um Entschuldigung, wenn in Erwiederung Ihrer Briefe und in Abdruck Ihrer Arbeiten Verzögerung «intritt. Der Stoff häuft sich zu unserer größten Freude. Ein Zeichen der erhöhten Theilnahme. Auch die verehelichen Buchhandlungen mögen entschuldigen. Die Recensionen sollen nun nacheinander folgen. K. Berantwortli^er Redakteur: I. Klingenstein in Ldernherm (Rheinhesien). — Druck und Verlag von Ehr. Friedr. Will in Darmstadt.

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