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Der israelitische Lehrer · 1861-11-01 · 13 (1.11.1861) · p. Seite 100

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
1 (1861)
Issue
13 (1.11.1861)
Date
1861-11-01
Page
Seite 100 (sequence 4)
Language
German
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k' 100 - lick vertraut gemacht sinderzählen sie, und werden abgefragt. Die Fragen betränken sich nur auf ThatsächlicheS, und auf die einfachsten Folgen und Lehren, die sich naturgemäß und ohne Zwang äuS,der Geschichte entwickeln lassen. _ -V (^onsctzunq tn#t.) ■ .; Reeensionen. i | Musikalisches 1. SnHET Synagogen. Gesänge ' Soli und Chöre für alle Sabbath-, Feier- und Festtage/ ausführbar mit und ebne Orgelbegleitung. Gesammelt, arrangirt und componirt von Abbert Mayer^ Dirigent des Synagogenchores in Mainz und I. Staab, Organist rc. 2. verbesserte utic vermehrte Auflage. Preis 2'/» Thlr. M a. n z, in Commtssion bei David Kapp. - - 2. D'fkTn- Kleines liturgisches Gesangbuch zum Gebrauch für Schulen, kleinere Gemeinden und die häusliche Andacht von S. Sulzer sen.. em. Gesangs-Professor und Qber-Cantor. der isr. CultuSgemeiure in Wien.. 1. Heft, die Sabbath-Liturgie enthaltend. Wien bei Knöpflmacher. cPreis 27 oder 30 kr.) ' Wenn auch'eie neuere und neueste Zeit uns mit ausgezeichneten Werken über Synagcgen-Musik beschenkt hat, und wir daran keine» Mangel leiden,' so gilt dieser. Vortheil meist dock nur de« großen Gemeinden, die über die hierzu Nöthigen ausführende» Kräfte zu gebieten haben. Und selbst' da sind sie nicht immer von der zu erwartenden Wirkung, indem der musikalische Theil des Gottesdienstes oft mehr einer Oper, als einer Andacht gleicht, und unsere Synagogen nicht selten dadurch mehr zu Hörals zu Betsälen benützt werden. ^Aber auch abgesehen hiervcu und anerkennend d/N Nutzen, den ein guter mehrstimmiger Chorgesang mit oder ohne Instrumentalbegleitung beim Gottesdienste in vielfacher Hiüsicht bietet; so müssen wir doch andrerseits fraget auf welche Weise die kleineren und kleinen Gemeinten in Israels die doch wohl die große Mehrzahl bilden, ihren Gottesdienst inmusikalischer Beziehung arrangire» können, um dem Geiste der Zeit und dein Bedürfnisse des GemütheS Rechnung zu tragen? Wir Haben es ^chon mehrmals, auch in diesem Älatte erst kürzlich ausgesprochen, daß dies 1) anr besten durch Einführung des einstämmigen Gesanges zu Stande gebracht wer-" den kann, sind um ‘ dies vollständig durchzuführen 2) der Gesang in der^israel. Volksschule mehr gepfldgt werdenmüsse.; Eine »icht geringe Befriedigung gewährt es mir, nun meine Ansicht in den Vorreden der beiden'vorliegenden Werke vollständig befürwortet und in den Werken selbst ausgeführt zu sehen. Ich kann es darum nicht unterlassen / den betreffenden PassuS aus oem Vorworte von Sulzer, unserm Altmeister der Synagogenmusik, hierherzusetzen: „Zuvörderst beabsichtige ich durch dieses Werkchcn auf den Unterricht der israel. Schuljugend in teil; liturgischen Gesängen regelud und erleichternd einzuwirkeu, von der Ueberzeugung ausgehend, daß dieser Unterricht, wie er bereits an der Religionsschule der hiesigen israel. CultuSgemeinoe (Wien) mit Erfolg ertheilt wird, für die Verbreitung und Hebung des Choralgesanges in unfern Gotteshäusern von großer Wichtigkeit sei. — Ferner soll durch dasselbe cs auch den kleineren Gemeinde«' möglich gemacht werden, ohne bedeutenden Aufwand von Mitteln und Kräften den Gottesdienst zu regeln und in eine edlere musikalische Form zu bringen." WaS nun die Werke selbst betrifft, so finden wir in ersterem, wie rer Titel es angibt, Gesänge für die Sabbatb- Fcst- und Feiertage ves ganzen Jahres, außerdem Gesänge für Svnagogen-Einwcihung, Confirmation, Hochzeitsfeste rc Viele sind größeren Werken, den Münchener, Wiener und I Pariser Synagogengesängen entnommen, bei weitem die meisten einstimmig, nur sehr wenige zwei-, drei- und vierstimmig, aber alle einfach gesetzt Dadurch ist es auch den kleineren Gemeinden und dem weniger musikalisch gebildeten Cantor möglich gemacht, diese Gesänge ohne viekd Schwierigkeit ausznführew. Und das halte ich gerade für ihren Hauptvortheil. Wcnü auch einzelne Piecen meinen Beifall nicht finden und mit dem Arrangement mancher aus andern Werken entnommenen Gesänge ich mich, ebenfalls nicht einverstanden erklären kaim, so sind das eben Ausstellungen, die theils im Geschmacks, theils in der Unvollkommenheit aller menschlichen Werke liegen. dem Ganzen aber lehnen Eintrag thun. Sollte vielleicht Manchem auffallen, daß dfe meisten der obengenannten Werken entnommenen Gesänge in andere Tonarten transponirt und tiefer gesetzt sind, als im Original, so bedenke er, daß dies wohl geschehen, um die AuSführuug zu erleichtern, da man, in kleineren Gemeinden sowohl, als auch bei vielen Cantoren nicht immer die nöthige hohe Stimme findet. Wenn also manches Tonsrück durch das Transponiren auch an seiner Eigenthümlichkeit Etwas einbüßen sollte, so erwägen wir, daß dies beim einstimmigen Gesang weniger zu sagen hat, hauptsächlich aber, daß wir beim Shnagogengesang auf all die feinen Nüancirungen nicht die ganz genaue Rücksicht zu nehmen brauchen, da er kein Knnstgesang zu sein braucht; also der Vortheil den Nachtheil, wenn ein solcher vorhanden wäre, jedenfalls uberwiegt. — I Dem Werke gehen „Bemerkungen über die Theorie des Gesanges und Methodik beim Unterrichte*)" voran, die gewiß Manchem willkommen sein dürften. Der Preis ist für ein Werk von 90 Seiten im Querformat, das gut ausgestattet, ein mäßiger, und dürfte es da- *) Auch Montu« atgrknickt. R.

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