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Der israelitische Lehrer · 1861-09-15 · 10 (15.9.1861) · p. Seite 76

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
1 (1861)
Issue
10 (15.9.1861)
Date
1861-09-15
Page
Seite 76 (sequence 4)
Language
German
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76 süchtig auf Dich sehen, eS nicht an Gelegenheit hiezu, und Deinen Neidern es nicht an Ursache fehle;, ich wünsche, daß Deine Verläunider nirgends ein bereitwilliges Ohr, die geheimen Ränkeschmiede keinen lauten Mund finden, daß Deine Lästerer es an einer Zunge untwdenen die Dich todtschlagen wollen, eS an Hanken, die zu Deinen, Verderben laufen mögen, es an Beinen fehlen möge oder sie allenthalben thurmhoho Steine und unübersteigbare Felsenstücke treffen, ja daß alle, die Dir Böses thun wollen, eS an Mitteln jgebreche, daß die Sprechruhr Deiner Feinde geheilt, ihre Galljeilkrankhcit beseitigt werke. Ich wünsche, daß das Schofar am J"f? die ichluiniuernden Lebrcr .rnftveckc und Dir zuführc, daß la icb odne dw des Sclbstlobeü Dein Wcrry gewürdigt und Deinen. Abvmtentcii ei,: langes jucicjiifcii werke. - Ich wünsche, daß-kein blasses Todtenllcid Dich unu'üllc, sondern die Farbe des frischen, krästigen Lebens an Dir leicht sich offenbare; wünsche daß Du nicht viel zu bnicne». nur Guteszu bekennen.-und Erkcnntniß bei Antern c: zielen im Stande seiir mögest. ^ch wünsche, daß das mit'Deinen'befer n Dich »er | knüp c^idc Band iinnur fester, iinuger und dauerhafter werde, \ '..fi bedrer selbst weniger Rabbiner nur ihre Rabbiner! mdi< iVC'rcr icin zu wollenstreben nuvten: das; sie mit j. Schitf^;cl't Dich erwarten. - mil biebe Dich einpsangcii. mit > Achtung sich oon Dir trennen, .daß stk beim Erwachen nur i l'iintl j'.'.'icderleget! an Dib>. denken undres Tags über für Dich sirbeikc»-: saß sie -Deine». Umgang, dem selbst mit einem Alex^ircr den. Großen t.Ptzjliprs' Solu) -vörzichcn unk um Deilich Bcsibes- Wille» gerir.,wo es uöri-«g. ras Glas Bier ctfciij! Pns er. Deine» t t».e Ji, Ntcgisr Du ein frcnndUckes n-w-nilst .ns-l:» lassen, aus daß wir inil.Leus sich Deiner stets a» »echten, nicht crnt^dcn noch ermatten bei unserer Sorge uni Dfch und Deiner nie übrrbrußig werde:'.. Das gebe Gott! m2 tc: . "; -■ ' ' - ' H echt. Biblische Geschichte. r-^-.r.'crar - . ° Biblische Geschichte~ ist die geordnete- Darstellung aller de: z! nigen Ereigniffe, welche in 'den: erzählenden. Theile der hcilizen Schrift nicdergclcgt sine, sowthl derjenige», welche als äußere Thatsachen dem ganzen israelitischen Volke bekanrt unr von. demselben' erlebt/ als auch derjenigen, dir dem cklben von Moses und anderen gottbegeistert»n Mäimern zum Behuf« ihrer sittlichen und religiösen Bildung als Erlebnisse und Gesinnungen Einzelner ihrer Vorfahren (Abraham rc.) oder anderer vorzüglicher Menschen (Ruth, Jiob, Jonaö) niedergeschrieben und erzählt wurden. Im engeren Sinne, den wir hier pädagogisch damit verbinden wollen, rerstehen wir unter biblischer Geschichte die für Kinder zur Belebung und Förderung intellektueller Kraft, des religiösen Charakter», des sittlichen Leben» angemessene Auswahl aus diesen Erzählungen. Es ist für den besonnenen Lehrer eine erfreuliche Thatsache, wie die pädagogische Ueverzenguugen, die psychologische Wissenschaft einer neuen Zeit gewissermaßen in den heiligen Urschriften des Judeuthums selber ihre Bestätigung finden; wie nämlich schon die ältesten Volkslehrer Israels die Grundlage rer religiösen Erziehung des Menschen in Geschichten fanden, ihre herrlichsten Erniahnungew und Belehrungen an Erzählungen von wirklich Erlebtem, Thalsächlichem knüpften. (Moses im ft. Buche). Er findet darin einen be'onderen Sporn unk wirr in dieser Ucberzenguiig ans dem bciligsten Gebiete des erziehlichen Unterrichts in der Schule kräftig und anfopscrud zu wirkeit wissen, so lange es Tag ist, und der religiös siitlicbcn Erziehung und Bildung allüberall und int nter die Geschickte als das nrichtigstc Förderungsmittcl zu Grtmec legen. Er gibt raniit- Stoff und Rahmen für sein ^saetkintc» spateres Wirken in dieser Richtung — als Rc ligionstebrer. Haben wir uns nun auch schon früher (bei rer Morgen dcbatte, dabin anogesprockcn, wie für die ersten Schnljabre der Unterricht in der bibliswe» Geschichte beinahe da» einzige Material für den spcciclt religiösem Tbcil des Schulunterrichts bilde, - denn im weitesten Sinne de» Wortes ist jeder Schulunterricht ein. Religionsunterricht, — so liegt uns mm hier ob, rarznthttn, aus wclcken pädagogischen Gründen wir rein vorliegenden (Gegenstände eine so Hobe Wichtigleit bctntcsscn. - ' Bor allein finden wir den Grund dieser Wichtigkeit darin; daß die Geschickte das naturgemäß entsprechende Gewand' ist, in welchem ReligicitSlehren und religiöse Pflichten kein kindlichen Ewninthc anschaulich initgcthcilt, und anS wcl chen solche entwickelt werden können und sollen. Anschaulich-' feit und Entwicklung sind jedock bekanntlich Grundprinzipien eines jeden naturgemäßen Schulunterrichts. Alles rein Ab strafte stößt den Kindergeist ab, ce liegt todl in ihm, wenn es nicht in Lebendigem, Selbsterlebbarem und Selbsrthätigerfaßtcm (in Concretum) seinen Ursprung und' seine Wurzel hat. Es theilk sich höchstens dein Gedächtnisse — ja selbst diesem mir unterden größten Mühen — mit, bleibt auch da nicht haften; verbindet sich aber nie dem Gemüthe. Geschichten 'sind anschaulich, und Anschaulichkeit ist Le benSprinzip des formalbildenden Unterrichts. Ereignisse, Thatsachen und Personen treten in concreter Beziehung zur und

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