Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 1 (1861)
- Issue
- 7 (1.8.1861)
- Date
- 1861-08-01
- Page
- Seite 52 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4896751-5428754-5431958--0100-4896818- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
52 unterlass« den schönen Traum weiter auSzüinalen; es ist eben doch nur ein Traum. Hessens Juden haben nod» nie Gen einsinn gezeigt? So hätten wir dargethan, daß noch viel Verdienst übrig. 211 dies von der Regierung zu verlangen, ehe wi: selbst Haid angelegt, wäre Unsinn. Es wäre selbst, und ich habe tav n neuerdings triftige beweise gehabt, mit vielel Unzulänglichkeiten rerkuüpft, wenn unter den bestehenden Verhältnissen während die religiösen JMeressen der Jsraelite i noch kein« Vertretung in den höchsten Staats- und Schulbe? Hörden gefunden haben, die Regierung sich in unsere innere, Angeleger Heiken mischen wollte. ÄesonderS auch darum, we l ehr viele divrrgirenke Ansichten über die Stellun; er, über das, was der L ihrer sein und leisten scl leitenden jüdischen Kreist n selbst herrschen. Ausgabe der Schule und Aber sie werden so lange noch so der Lehr unter een Die habeue. das Jodtglhum wird so lange an die, reuest Gott dir Ksaft und da l Amt gegeben, ans eigi em Berufe lischt sie erheien zu dem Standpunkt! , e »nehmen muß, als das Alcpy und Thaph (Alphi mega^des religiösen, sittlichen und bürgerlichen Lebens . Ddepnheim, geschrieben zum Neujahr 1 »1. I. Klingenstein. nem tnue den sie und I ni ihrer Lehrer ist eine einichts leisten können, uiw Schwäche laboriren, al» E r c g c t i sjch e 6. -ptabdincr tzo Äeaau. « I» Klein. O'ciuciiibf J erste» Buche Mosis Kap 1*.i ' . J I t i lur c feine Hände; denn N — Sebcu wir ab vsn cuafche war der Erstg>. den vielfachen Deutung!n überleg bornc." und Erl eine eins, habe, Bi aim rem Menasche vorzlsziehen. -ein dcppelter Grund vo dadurch len, Verfahren gegen Csav gerechtfertigt darstellen; denn eigenthümlich zeigt sich die Erscheinung daß nich als ob vlil dem Austritt Abrahans auch das Institut der Erstgeburt fallen » Abrahau der Esad premal. 's (nach Jischmaol), so i s, und doch erhaltest Is ■4* Vs.^ steht übersetze die 'Worte: arungeu der Ccmmcnkätircn, und versuchen hil r che und natürliche.Erklärung, was Jacob bewogin Dem Jacob l.g; erstens wollte Jachb wegen der Erstgeburt ass .„i .-v-.^hümlich zeigt sich die E!» ii, rer Familie- und Nachkommenschaft Abrahams, rer Erstgcbonie der Ersterkorene war' oder blieb, 's aus deni Heidenthume als Familiensupremat geäre ( so ist Jizchal Veit später geborene Sohn t Jacob der jüngere Brp- .chak miv Jacob das Su- Iacob pflanzte dieß;in s n'nen Söhnen fort, so daß nicht Rauben der Fürst seiner Brüder wird, sondern im Segen Jacsb'S wird Jehudjlh las politische/ Josef daS . mit geistig bevorzugte Haupt der Brüder; (und auch im Segen Moscheh's ist Reuben Nicht der bevorzugte). ES zeigt sich dieß öfter noch in der Geschichte des israelstischen Volke«; so ist Moscheh der jüngere, und doch der berufene Bruder vor Ahron; David der erkorene König, wenn auch der jüngste der Brüder; eben so Salomo; (und als ob zu fürchten gewesen wäre, es möchte das Recht der Erstgeburt in den einzelnen Familien der Willkür weichen, müssen, statuirt die heil. Schrift das Gesetz, daß der Erstgeborene selbst 'einer verhaßten Frau sein Anrecht behaupten solle; 5. Buch Mos. 21, 15—17). |— So wollte auch Jacob dadurch zeigen, daß er, wie er selbst als der jüngere Bruder Esav'S, dennoch der Bevorzugte sei und gelte, auch Efraim vor Menasche stehe. — Aber ein zweiter triftigerer Grund «lochte Jacob zu seinem Verfahren bewegen. Der Name Menasche mochte Jacob kränken. Die Namen, besonders die "frühesten in der Bibel, haben, wie bekannt, alle eine sinnige Bedeutung; Jacob hatte wohl nicht verfehlt, Josef um die Namen seiner Söhne und deren Deutung zu fragen, uud da mußte eS ihn wohl mehr als unangenehm berühren, zu erfahren, daß Me nasche also heiße: ON fVD TO. DN*1 f!N' daß Josef in seinem jetzigen Glücke selbst seines ganzen Vaterhauses vergessen, während in Efraim die bessere und der kindlichen Liebe Josef'S angentcssencre und würdigere Deutung lag. 'My ]HN2 CTiSn 'j"On 'D- Darum mochte Jacob lieber an Efraim, als an Menasche erinnert werden .und ihm t^u Vorzug einräumcn. — DaS Wort (von h^O) läßt sich im Deutschen durch daö deppeldeutige Wort überlegest am Beßtcn geben: ü b e r - legen und überlegen. j . _ ' ■ ■' > } Gallcric berulswtcr israelitischer Schulmänner^ . l. I»' Michael Lrcirenach. j < AOTtitftUlIS: ) Die pädagogische Begabung Creizcnachs ward auch außerhalb Mainz bekannt. Im Jahre 1825 erhielt er den Ruf als Lehrer an der Philanthropin (jetzt israel. Real- und Bürgerschule) zu Frankfurt a. M., um weicherer sich fcie1 bedeutendsten Verdienste erwarb. Sein Eintritt in diese Anstalt bildet eine Epoche in der Geschichte derselben. Schüchterp trat er dies Lehramt an; aber mit einem Eifer, der die besten Erfolge verhieß. Sein blaues, seelenvolles Auge, sein liebreicher Mund, seine in schönster Lebenöblüthe prangende Hülle, sein sanftes, heiteres Wesen, daS zugleich mit einem Eh cfurcht gebietenden männlichen Ernste gepaart war, sein wahrer Vaterliebe für seine Schüler erfülltes Herz fef*