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Der israelitische Lehrer · 1861-07-01 · 5 (1.7.1861) · p. Seite 39

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
1 (1861)
Issue
5 (1.7.1861)
Date
1861-07-01
Page
Seite 39 (sequence 7)
Language
German
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wie sie die Verfasser oben erwähnter Schriften getroffen, — das Wörterbuch zur Seite des UeberfetzungSstoffeS. So zu den Lesestücken in AhnS CurfuS, va» der Berg prakt. Lehr« gang zur Erlernung der engl. Sprache rc. Diese Ansicht scheint Herrn Or. Hecht sogar in seinem Uebersetzungslehrer bestimmt zu haben, die Wörter mit ihrer Uebersetzung in wagerechter Folge zu geben. Dieses ist schulgerechter,' erleichternd und mit weniger Zeitaufwand verknüpft für den Schüler. Es gehört eine bedeutende Sprachkenntniß, namentlich des Hebräischen, dazu, die einem Schüler nicht zngetraut werben kann, in einem Wörterbuche sich rasch zurecht zu finden. — Die Bearbeitung möchte auch im Ganzen für den Schulgebrauch etwas zu complicirt sein. Das erste Wort des. VocabulariumS: (Schastnachahmnng des ersten vom Kinde hervorgebrachten Lautes, vergleiche das chaldäifche das lateinische pater, das deutsche Papa) Vater; (?) V. F. -YX mit suff. TfQJt mein, dein Vater u. s. w. Pl. constr. mit suL (^'I> 1—11. 7.) Können wir der Einrichtung des DucheS insofern dieses als Schulbuch für den Schüler bestimmt, unsere Zustimmung nicht unbedingt geben (wir bescheiden uns indeß mit Ueberzeugung, dast auch auf diese unsere Meinungsäußerung unsere Ansicht über Recensionen gelten joü; nämlich, daß jede Recension immerhin nur das fubjective Urtheil eine» Einzelnen ist) so können wir der Arbeit des Herrn Verfassers' im Ganzen unsere vollkommene Anerkennung nicht versagen. Was nach unserm Dafürhalten in der Hand des Schülers am Buche zu viel ist, ihn stören kann, das leistet dem Lehrer treffliche Dienste. Der Verfasier'zeigt, was einem Lehrgegenstande abzugewinnen ist, und ist die Schrift ein Wegweiser für junge Lehrer besonders. Der Verfasser ist seine« Gegenstandes, der sachliche^ uitd sprachlichen Erklärung des Hebräischen, Herr. Die Zusammenstellung der sinnverwandten Sprüche in Kapiteln (wogegen wir uns zwar in einer Beziehung vorher ausgesprochen haben) macht den zweiten Theil des WerkchenS zu einem trefflichen Sprüchbuche beim Religionsunterrichte. ' _ T. Tageschronik. Paderborn, 21. Mai. Die Grundsteinlegung des jüdischen Waisenhauses für Westphalen und Rheinland hat heute in erh ebenster Weise stattgefunden.' Ans der Daustätte vor dem Kasseler Thore war ein mit Maieit und Blumengewinden, Fahnen und Teppichen geschmücktes Zelt errichtet, um die Festmitglieder und Ehrengäste aufzunehmen. Diese versammelten sich Morgens 10 Uhr, voran die Honoratioren mit einem rühret der Stadt, im Gefolge die Tidputirten aus den jüdischen Gemeinden der beden Provinz-1 und viele Menschenfreunde aus allen Confeffienen, die mit ihrer Gegenwart beit schönen Gottesdienst der Humanität »echerrlichten. Zwölf Waisenkinder, gruppirt um die edle Gründerin und Vorsteherin des Waisenhauses, Friulein Fanny? Nathan, eröffneten die Feier den Gesang musik begleitete. Hierauf sprach ein ehrwürdiger Greis, Herr Rabbiner Sutro von M inster, ein Gebet und paffende Worte des Dankes an die Wihlthäter des Vereins. Nach ihm bestieg der jütische Geistliche aus^ Köln, Herr Or. ichwarz, die Tribüne und hiel, allen vernehmbar, die Fest-, rede. Da sie auf den cinstinimigen Wunsch der Zuhörer sofort dem Drucks übergeben ^curde, so dürfen wir nur auf sie verweisen, uu eS erklärlich zu finden, wie sie die ganze Versammlung la itloS an die und Geist uttd .6 emüth so in ichtig ergriffen hat. Nach dem der Vorstanl» des Cura Stiftung verlas >md mit den schah die Einsenkung des Gr unter frommen Wünschen um auf Ihre Majest beritt und übrigei Beförderer den verehrungswi rdigen Hern große Verdienste Ohne innige Thiilnahme mit ses Werkes der T armherzigkei und" Einrichtungen des Hauses Aus Hellen, eine Petition des Büdingen vor zogthum Hessen den treffsiche Instrumental¬ Lippen deS Redners fesselte iriums die Urkunde über die Ehrengästen Unterzeichnete, getndsteins von dem Baumeister kernigen Sprüchen. Toaste ten den Köisiz und die Königin, die Grün-,. um sie erworben hat. beschlossen die Feier. gegangen.. — I i dem provi i rischen Anstaltsgebäude wurde ein fröhliches M ttagSmahl teil Waisenkindern bereitet, wobei sich die Anweenden zugleich von den herrlichen Leistungen - Dem Grsßherzogl. Hess. Landtag Vorstandes, „Das Re betreffend".. diese Petition gehörigen Ort- Berlin. Durch Verfügung v. 21. Mai hat der Justizminister v. Bernuch die frühein Verfügung dufgehoben, wonach den jüdischen RechtScandidam^die Zulassung zur Auscultatur versagt war i und können Prüfung zugelasen, als am) r. — Die Pi tztion des OberrabbinerS Sutro rer Anstalt, und. zunächst aus Landrath Grasso, der sich so Freude an dem Gelingen dieist sie an Niemandem vorüberüberzeugtxn. (K- Z.) der israel. Religionsgimeinde igionsschulwesen im Großher- Es solleck Schritte geschehen, nachdrücklichst zu befürworten. solche nun wieder sowohl zur demnächst bei den Gerichten der Verfaffung und Aufhebung n von öffentlichen Aemtern beist wohl zum Bericht, aber beschäftigt werde um Ausführung des Art? 1$ der die Ausschlie jung der Jiche treffenden Ministerialrescripte nicht zur Verhandlung vor' hem Abgeordnetenhause gelangt. Schade, um die welthistorischen Reden, die da wieder insbesondere von din hohen' D i gliedern des hohen Herrenhauses hätten gehali en werden kennen. 1 *

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