Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 1 (1861)
- Issue
- 5 (1.7.1861)
- Date
- 1861-07-01
- Page
- Seite 38 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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3 jede« harte Wort, jede empfindliche Strafe, Gott ist mein Lenge, ich wollte nur ihre Besserung! — Dieser Kuß ihnen rillen! —. Auch deren Eltern meine Lebewohlwünsche und der ganzen Gemeinde — Alles sei verziehen! — Kein Wort der Klage entfahre meinem Munde. Ich danke ihnen Allen §fstr jedes freundliche Wortfür die geringste Aufmunterung. er Mensch ist ja schwach, voller Leidenschaften, und erkennt licht immer das Gute! — Liebe Frau, liebe Kinder, liebe chüler, lebet Alle wohl! Ich sehe Licht — ich höre die oten Gottes —, ich fühle die Nähe seliger Engel. Was he ich? Meine thenren Schüler! seid willkommen mir!!ie freue ich mich Eure« Wieversehens. Bald, hier bin! Ich komme! Höre Israel'— der Ewige — unser Gott — ist einig! — Geloht sei — sein — heilige? — 42ame — in ... . Ausgekämpfet, ausgerungen — Selig in ter Sel'gen Schaar, ' xast cu dich emporgeschwungeu n Zu Cem Lichte rein und klar! Land des Friedens, Land der Woime, Wo des Kummers Thrän^ nicht fließt, . Unter einer milden Sonne Leben nur und Wahrheit sprießt, Nimm in deine warme Zone Nun den frommen Lehrer auf, Frieden gib dem Erdensohne .. Rach rem schweren Erdenlauf! 1! ..Literarisches. ) Seitdem da« Chedaurwesen den von pädagogisch-gebilderch Lehrern getesteten Schulen weichest mußte, hat auch der Uhteiricht im Hebräischen sich nach und nach den Regeln der Pädagogik (und Methodik:c.) zu seinem Bortheile sich fügen misst n. Zu seinem Vcrtheile! denn der Vorwurf, den die Feinte der neuen Schule' auf diese und ihre Lehrer schleudern, der Vonvurf, daß nicht mehr so gut und so viel Hebräish, .wie vordem, gelehrt werde, beruht theilS auf absichtlicher, theilS auf irrthümlicher Verdrehung der Wahrheit. Welches Verstänrniß der Gebete und biblischen Bücher hat las» Alter (die Schüler des Cheder) den Leistungen der mehr men Schule gegenüber? Was haben die damaligen Lehrer gethan um diesen Boden fruchtbar zu machen und welche Mittel ersinnt und schafft die neue Schule um der (fugend den Weg zu dem Heiltglhume zu ebnen, und die Pfor en zu den Sprachschätzen unserer Väter zu bahnen? Wah lich, es ist mehr als Undank, heu Nachtwachen, Studien und Dpfer heischenden Versuchen, dem Hebräischen eine allem andern DiSciplinen ebenbürtige schulgerechte Behandlung durch geeignete Lehr- und Lernmittel zu verschaffen, mit Verkennung und Bemängelung entgegen zu treten, oder durch gelehrtthuende Kritikasterei — die selten etwas von der Schule versteht — einen Dämpfer aufsetzen zu wollen. Der in Rede stehende Lehrgegenstand ist besonders durch die Bearbeitung von Wörterbüchern zu dem Gebetbuche und den einzelnen Büchern der heiligen Schrift, für den Schnlgebrauch gefördert worden. Nathan Joel, Bocabularium zum Pentateuch min. Dritte Ausl. Berlin 1856, bei W. Adolph u. Comp. Heinemann, I)r. I., Bocabularium zum Siddur ")HD (dem Gebetbuche) nebst einem alphabetischen Wörterbuche und einem Anhänge, enthaltend die Fundamente der hebräischen Sprache. Dritte Ausgabe. Berlin 1857, bei Adolph u. Comp. - (sind wegen ihrer einfachen Eistrichtung — das Zuviel ist vermieden — sehr zu empfehlen). Am meisten hat vr. Hecht auf diesem Felde gearbeitet, denn er hat nicht nur ein Vokabularium zum Gebetbuche, sondern auch den Uebersetzungsjehrer zum Pentateuch und mehreren Büchern der heiligen Schrift geliefert. Diese Schriften sind in zweiter Auflage erschienen, und hat der Verfasser es nicht an Fleiß fehlen lassen, manche Mängel der ersten Auflage zu beseitigen. Eine fast gänzliche Um- und Durcharbeitung macht seine Uehersetzungsbüchlein zu einem verdienstlichen, fördernden Werke, dessen sich die israelitische Schule rühmen darf. Von einem andern Verfasser sind nunmehr auch die Sprüche Salomons für den Sst ulgebrauch bearbeitet. Stern, Di- M,, Prediger u. ReligionSlehrer zu Bützow. noblD Brilon 1860, bei Friedländer. Das Werkchen liefert S. 1 — 22 Grundzüge der hebräischen Sprache, S. 23—45 Sprüche, 2. 47—142 Bocabularium für das gesammte Buch der Sprüche. In wie weit es sich rechtfertigt, bei einem Wörterbühlein der Art einen besonjtern X^titter Sprache zu widmen, lassen wir unerörterr.! Die Sprache hat als besonderes Fach ihre Berechtigung, und da möchte denn dieselbe nur auf ein, bestimmtes Buch bezogen, die Grenze zwischen dem Zuviel und ZuweniF schwer zu treffen sein. Der Herr Verfasser hat nicht alle Sprüche des Buches, etwa den dritten Theil, gegeben, / und das Material nicht nach der Reihenfolge, sondern nach /Verwandtschaft der Sprüche in 13 Kapitel geordnet. Der, Verfasser hat im Vorworte die systematische Aneinanderreihung der zusammengehörigen Sprüche motivirt; wir können indeß dieser Ansicht nicht beipflichten, sie widerspricht nach unserem Dafürhalten, dem Wesen und der Entstehungsweise der Sprüchwörter und sprüchwörtlicher Redensarten. Das Alter liebte es, Lebenswahrheiten in Kernsprüchen auszusprechen, ohne dabei an ein System zu denken. Eine Abhandlung iA Sprüchen zu geben, selbst wenn es möglich wäre, möchte ermüden. Für den Schulgebrauch halten wir die Einrichtung sol-!cher Wörterbücher für zweckmäßiger nach der Anordnung, j