Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 1 (1861)
- Issue
- 3 (1.6.1861)
- Date
- 1861-06-01
- Page
- Seite 23 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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23 sieben Hügel Roms, besaß mein Volk schon befestigte Städte uyd Cedernpaläste, seine Schulen und seine Theologie, seine Flotten, seine großen Staatsmänner und Kriegshelden, seine Philosophen, Geschichtsschreiber und Poeten. . Und dieses Volk hatte auch /einen Handel und ein System des Geschäftsverkehrs, wovon unsere moderne Solone viel Weisheit lernen können. 3a, cs ist eine von Madison bezeugte Thatsache, daß einpatriotischer Jude, Namens Solomon, durch Talent und Emsigkeit zü großen Rcichthümern gelangt, während des Freihcitskampfes und noch nach errungener Selbstständigkeit mehreren Congreßmitgliedern^ihte Unkosten zahlte, wobei Madison ausdrücklich bemerkt: er wisse nicht, wie der Congreß ohne das Geld und den Eredit des Juden Solomon in Sitzung hätte bleiben können. Er förderte die Sache der Freiheit daheim uud auswärts und verdient als Finanzmann der Revolutionszeit Robert Morris an die Seite gestellt und von jedem freien Amerikaner in liebendem Andenken gehalten zu werden. Kein persönlicher Vorteil, keine wucherische Absicht lag seinem Unternehmen zu Grunde — nein! er »gab sein Geld für eine heilige' Sache-, ohne eine andere Belohnung dafür anzusprechen, als welche jeder Patriot schon in der Unterstützung des Vaterlandes findet. Der Staatsschatz besaß'damals keinen Dollar, und hauptsächlich ein Jure trug dazu bei, die Berwaltungsmaschine in Bewegung zu erhalten. Und so könnte meines Wissens auch bei der gegenwärtigen Beschaffenheit des Schatzes in diesem Staate nichts Besseres gethan werden, als die Gewandtheit und das Capital der Brüder Jcseiphs zu Hülfe zu rufen, der den königlichen Schatz mit G ld und die Vorrathskammern anit Getreide füllte. Es gi!bt Geist unter den Stainmesgenosien des ^Jcsaias und En:rgie unter den Nachkommen der Makkabäer."! Auf diese herrliche Rede, die mit häufigem Applaus begrüßt wurde, ließ sich ein Herr Moore in folgenden Worten vernehmen: das auserwählte Bol hatte die Ankunft des Welt vorausverkündet!, gewisse Leute, tapfer ren, für nothwendig, währendes (everlastin diese Leute waren — dar. Doch muß ich dämmern scheint, da Die Bemerkungen des Vorredners sind alle sehr wahr. Während er dieselben vorbrachte, ging meine Seele weit zurück in oie dunkle Vergangenheit und vergegenwärtigte sich jene finstere und stürmische Nacht, in welcher Christus von den Juden gekreuzigt worden. Sie waren' , und die Weisheit ihrer Propheten Erlösers 'zur Sühne der Sünder der Als er nun aber kam, hielten es zenug, eine solche Handlung zu vollfüh- Christus zu hängen und fein, immer* g) und kostbares Blut zu vergießen, und die Juden; sie wurden fortgepeitscht vom Tempel (seourgeck from the Temple), vertrieben nach allen vier Himmelsgegenden und bieten nur noch Trümmer bekennen, daß mir ihr Millenium zu sie im Begriffe stehen, sich am Busen Abrahams zu sammeln — Freunde (Herrn Friede), Hause Israel die Zügel der fen, sie uns in den Hafen gleich meinem hier anwesenden der für Abraham Lincoln stimmte. (Gelächter und Beifall.) Ich zweifle gav nickt daran, daß wenn mein Freund und noch Einige aus dem Finanzverwaltung ergreifen dür- Äcr Sicherheit derart führen würden, daß Jedermann gar ba d ein kleines Bündel von fertigen Kleidern auf seinem Buckel Peter Funk jewelry“ auf Beifall.)!!! md einige Schachteln mit „brass, uweisen hättet" (Gelächter' und (Sinai.) R e c c n | t o n. I* i* -■ p"pinrÜD (Gab^. für d Is Gedächtniß) zum Gebrauche in - jüdischen Religionsschulen Von Di-. Hersscld, Braunschweigischem Landes-Rabbiner. Rordhausefi 1861. Ver lag von A. Büchting. preis 10 Sgr. oder 36 kr. Es freut uns, aus de n Munde dieses hochachtbarenGezu erhalten, „daß es nicht bloS schwerer ist für Kindsr als für Gelehrte das Richtige zu treffen, sondern die langjährige Beschäftigung mit den ernstesten Studien mag sogar häufig zu diesen „leichteren" Arbeiten untauglich machen" .(Vorrede). Um so inehr wird uns der geschätzte Verfass r erlauben, einige Bemerkungen an die Rccension dieses Schristchens anzuschließen, die weniger dem Schriftchen selbst, >l« den in demselben berücksichtigen Verhältnissen gelten. Dao Merkchen enthält : 1) ein Vocabulariunl zu den cbräischen Gebeten und Gebettheilen eines ersten (Kursus, mit einzelnen Textzugaben; 2) Die meisten tiefer Gebete sammt Docabularium dazu mit ateinischen Buchstaben umschrieben. 3) eine^ Zeittafel de: biblischen und übrigen jüdischen Geschichte bis zur Gegenn art; 4) einen kurzen Abri \ der Geographie von Palästina. 5) Einiges über die wichtigsten der übrigen in der Bibel erwähnten Länder unt Völker. Das Vokabularium hat nur solche Stadtschulen im Auge, wo in 1 —<2 u öchentlichen Stunden der gesammte Religionsunterricht bewäl igt werden muß, wo also nur sehr wenig auf diesem Gebiete geleistet werden kann. Es sind darum nur diejenigen Stücke aus den Gebeten ausgewäblt, denen der Herr Verfasser ein^ besondere Wichtigkeit beimißt. Ueber daS subjektive Maas in dieser Beziehung läßt sich hierbei natürlich nicht richten. Der Verfasser macht auch nicht Anspruch auf methc bische Anordnung, des Stoffes, aus Fortschritt „vom Leichter, n zum Schwereren". Wir. glauben darum auch nicht, daß d« rselbe über die pädagogische Ausgabe und Berechtigung seiner Schrift sich Auffchluß gegeben hat. i