Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 1 (1861)
- Issue
- 2 (15.5.1861)
- Date
- 1861-05-15
- Page
- Seite 11 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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11 - I , So möge denn dies Offenbarungsfest groß^und hehr au uns vorübergehen. Mögen heute Alle', detzen in Israel ein Lehramt geworden, im Geiste sich versammelt finden aiu Berge Sinai, um sich als Nachfolger Moses zu fühlen! Wie Israel einig war am Berge Sinai, so wollen wir eini; sein und bleiben in der Ausbreitung des reinen und heilige t Gotteswortes. Dann wird das, worüber wir nicht alle gleich denken, verschwinden vor der Erhabenheit unseres gemeinsamen Zieles. Wir wollen ein Ganzes werden! Dant wird trotz JndifferentiSmus und Verketzerung die Zukunjt Israels eine herrliche sein, wie uns verheißen, und wie wir zu erwarten nicht aufhören. Wir halten fest an unseren Berufe., .' "; rnn cnai.yoKfai nrayj 'n 221 inn bb njbüD cmp c*:ro K. ' Charakter! Ob das Weib oder der Mann höher oder niederer stehe, diese Frage mag wohl im geselligen Leben ,ju Zerstreuung und Kurzweil zu erörtern nicht ungeeignet sein, und da nun einmal ein Unterschied im Werthe vorausgesetzt wird, auch zur Würze des geselligen Gespräches manche Gelegenheit geben. Die Bibel kennt aber einen solchen Unterschied nicht, Rach ihr ist das Weib aus der Rippe des Mannes geschaffen. Taugt der Mann nichts, so hat das Weib nicht zu tränt* phiren, denn wie könnte der Zweig gesund sein, wenn der Stamm fgul ist. Und eben auch so umgekehrt.. Taugt das Weib nichts, so kann der Mann nicht frohlocken, denn wenn der Bach trübe ist, wird schwerlich die Quelle ganz rein sein. Mann oder Weib, —: beide haben gleichen Werth in der sittlicheu Weltordnung, im Reiche Gottes. Aber da müssen sie treu bleiben ihrer Eigenthümlichkeit, und den Charakter wahren. Das Weib mag immerhin so viel Werth haben als der Mann; wenn aber der Mann aufhört Mann zu fein, wenn er zum Weibe geworden, hat er auch seinen Werth und seine Würde dahin. Der Mann mag ebenso dem Weibe nicht nachstehen; wenn aber das Weib ihre Weiblichkeik daran setzt, wenn sie aus ihrem Kreise heraustritt und gernä den Mann spielen möchte; wahrlich auch, ihr Werth ist kann dahin. 'Nicht einmal die Hülle, das äuffere Gewand dürfet: sic nach dem Verbote der Bibel miteinander äustauschen. Sie sagt: -QJ 'Sd ITiT nS „Eö soll nicht sein das Geräthe des Weibes auf dem MäNne, und es soll nicht anlegen ein Mann das Gewand des Weibes." Vielweniger aber noch daS Wesen. /Sin Jeder hat seine eigene Gabe, sein eignes'Geschenk von Gott erhalten; ein Jeder soll das seine rein und unbefleckt bewahren. ' Darauf beruht das Glück des ehelichen LebenS, davost hängt mehr oder thätig und deffen Mangel weniger das Gelingen oder Mißlingen der Erziehung ab. — Worin der männliche Churakter, de seil Dasein so wohl- > nachtheil g auf die Kindererziehung avirken soll/sich eigentlich zeigt unh hervortritt, dies darzustellen ist eine schwierge Aufgabe' Der Charakter ist das, was im Innersten bei Seele ruht/unsichtbar wie sie ist, und das allen AeusserunL qn, insofern sie vom menschlichen Geiste ausgehen, zu Grünte liegt. Auch der Mann, das heißt der, der den männlich ist Charakter in sich trägt, zeigt sich in seinem ganzen Charakter als Mann. Indessen lassen sich doch besondere Seiten hervorheben und'namhaft machen. Zunächst ist es die Kräftigkeit und Entschiedenheit, die Ausdauer unt! Beharrlichkeit. Falsch ist es allerdings, wenn man glaubt, der Wirkungskreis des Weibes sei beengter und b:sckränkter als der des MänneS und darum auch untergeort neter. Falsch ist diese Ansicht, weil jede-Wirksamkeit im Seiche Gottes, wenn sie nur das Gute erzielt und beabsichtig: in das U neidliche sich erstreckt, und durchaus nicht nach it hischeir Mqße gemessen und bestimmt werden kann. Wie wir heut tu! Tage vom Pfunde der Erzväter noch zehren, so genießen! wir auch noch die Früchte der Erzmütter, tie sie uns! hinterlassen haben, und gewöhnlich ist, wo von ["IlDK DDT fn unfern Gebeten gesprochen wird auch von rFIDN DDT zugleich die Rede. Aber ein anderer ist dennoch der Wirkung.-kreis des Mannes und ein anderer der des 2 Leibes. Wahrend die Frau berufen ist im eignen Haufe und um den e gnen Heerd ihren wohlthätigen Segen zu spetden; währet» sie da ihren Fleiß und ihre Thätigkeit zu entfiftcit, das Ungeregelte zur Regel, das Ungeordnete in Ordnmg zu bringen; das-Schrankenlose in Schranken zu weisen hgt; ist es Aufgabe und Beruf des Mannes den Kampf mit dein Leben aufzunehmen und darum aus den Schranken seiner B Hausung herauszutreten und jsich auf der Regsamkeit und Beweglichkeit freien Markt zu stellen. Wind und Wetter, Stiirm lind Regen, überhaupt die Macht der Elemente darf er nich: scheuen, er muß vielmehr kühn und muthig ihnen entgegen treten. Er hat zu gewinnen und zu erringen für sich und die Z Einigen, — unh ohne Mühe wird nichts gewonnen, und ohn: Kampf nichts!errungen. Zu Schutz und Abwehr hat ihn der Herr hin; eshellt. Wer seiner und der Seinigen Stellung feindlich entgegentritt, den hat er auf den Kampfplatz heicruSzufordern, denn ihm sind die Seinigen als theures* Pfat v vom Herrn übergeben, er hat sie zu wahren vor Schaden und Beeinträchtigung. — Daß ist die Aufgabe und der Beruf der Männer und dazu bedarf es der Kraft ui d der Anstrengung. Da ist nicht die Entwickelung des Geiste! allein hinlänglich, sondern auch die Kräftigung und die Abl ärtung der körperlichen Bildung; da thut es nicht die Künstst rtigkeit in irgend einem Gewerbe