Joseph
- Journal
- Joseph
- Volume
- 1 (1879)
- Issue
- 22 (30.11.1879)
- Date
- 1879-11-30
- Page
- Seite 348 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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j malige« Oberrabbiurr« versaßt Hot.!780 erschien die deutsche Übersetzung der b Bücher Mose«, mit hebräischen Lettern gedruckt. Mendelssohn sagte darüber: Ich verfertigte die deutsche Pentateuch-Uebersetzung nicht um dadurch Ruf und Ramen in der Welt oder gar einen pekuniären Gewinn zu erlangen, sondern zu« Gebrauch für meine Linder, die mir Gott geschenkt hat." Er ließ sie drucken, in der Hoffnung sie zum Gebrauch der Jugend in den Schulen eingeführt zu sehen, und dachte auf diese Weise den Jargon zu verdrängen, in welchem bi«her der Pentateuch in den Schulen übersetzt wurde. Deshalb ließ er sie auch mit hebräischen Lettern drucken, weil ein Buch mit deutschen Lettern damals wohl in keiner jüdischen Schule hättt ausgenommen werden können. Mendelssohns Bestreben, die reine deutsche Sprache in den Schulen einzuführen, war aber nicht nach dem Sinne mehrerer damaliger Rabbiner. Die Rabbiner in Hamburg und Hürth legten alle diejenigen in den Bann, welche Mendelssohns Uebersetzung des Pentateuch läsen. Mendelssohn sagt in^einem Briese, in welchem er von dem Banne spricht, den der Rabbiner zu Furth gegen ihn geschleudert hatte: »Ich weiß es leider, wie viel Widerspruch. Haß. Verfolgung und dergl. die geringste Neuerung, wenn sie auch wichtige Verbesserungen zur Holge hat, beim Volke findet. Mägen sie aber fluchen, ich werde gesegnet sein. Ich werde ihrer Gewalt nicht die mindeste Ge- Walt von meiner Seite entgegensetzen, aber Gründe «ächte ich gern wisse«, warum man mich verurtheilt hat.* Das Mendelssohn von seiner Urbersetzung des Pentateuch erwartete, ist vollkommen in Erfüllung gegangen. Die Bibel nach jener Uebersetzung war das Hauptstudium der jüdischen Jugend; die Dalmndschulen wurden weniger besucht, die Sprache der Heranwachsenden Jugend läutert« sich, nnt der verbesserten Sprache fanden sich Anstand und gute Sitten ein, »ud der Weg ward gebahnt, n« der jüdischen Jugend dir deutsche Literatur sowie Wiffnischaste» uud Linste zugänglich zu machen. — 1781 verlor Mendelssohn seine» Hrennd Lesfing durch den Tod. der ihn tief erschütterte. — 1782—178k wurde Mendelssohn von den Instizrüthen. welch« de« Entwurs zum Allg. Lau brecht bearbeiteten oft über philosophische Grundsätze zu Rathe gezogen. 1782 erschien von Mendelssohn .die Rettung der Juden van