Joseph
- Journal
- Joseph
- Volume
- 1 (1879)
- Issue
- 22 (30.11.1879)
- Date
- 1879-11-30
- Page
- Seite 344 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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—asirv»-. sich und ihn i« einem ärmliche« Mantel hüllend. Daß die k-rperliche Ausbildung de« schwache« Kinde« ^dadurch gehindeN wurde, da« beachtete man damal« nicht, denn der denkende Jude lebte ja damaliger Zeit kaum mehr für die Erde. Der neue Rabbi hieß Frankel. Dieser gewann den «naben durch seine glücklichen Geistesanlagen und durch seinen nie ermüdenden Eifer bald lieb, so daß er ihn mit einigen andern au«. - erwählten Schülern noch in besonder« Lehrstunden auch in die Lehren de» Maimonide« einführte. Der frühreife «nabe warf sich bald mit dem feurigsten Eifer auf die Werke dezweiten Mose«. Erst zehn Jahre alt. verfaßte er schon eine Anzahl hebräischer Gedichte. Allein die frühzeitige geistige Anstrengung de« Geiste« > warfen den «naben auf« Araakenlager. Eine Nervenkrankheit ließ ihn zwar wieder aufkommen, doch nicht ohne die nachhaltigsten Spuren zu hinterlassen. Da« Rückgrad krümmte sich und diese! «rümmung nahm von Jahr zu Jahr zu. Dabei blieb die empfindlichste Nervenschwäche sein Erbtheil für« ganze Leben, so daß j er. um nicht krank zu werden, später in der vorsichtigsten Weise leben mußte. > Waren nun diese Krankheit - und ihre Folgen schon allein! ein Hinderniß für die Fortsetzung de« Studium«, so schienen alle! Au«sichten für den wissen»durstigen «naben zu schwinden, al« kurz daraus sein geliebter Lehrer, Rabbi Fränkel, zum Oberrabbin von! Berlin berufen wurde. Die Eltern selbst hielten ihren Traum, j Mose« dereinst al« Rabbi zu sehen, zerstoben und wollten ihn, al« er dreizehn Jahre alt war, bereden, sich dem Handel zu widmen.! Die drückende Noth de« elterlichen Hause« zwang unsere« Mose« > dazu, dem Wunsche der Eltern gemäß, den Kord mit den Kleinigkeiten unter den Arm zu nehmen und da« Hausiren zu versuche«, j Doch sein Geist war dazu nicht geschaffen, den Leuten Bändchen und Haken und Nadeln anzupreisen. Stet« dachte er über die gehärten Lehren nach und endlich erklärte er ll»«. Vater, er müsse! dem verehrten Lehrer Fränkel nach Berlin folgen. Diese« Folgen ' dachte aber weder er selbst noch der Vater »twa in der Weise, > wie heutzutage nn Knabe ,n irgend eine Statt, auf Schule zieht.! In dem einzigen Anzuge, den er auf de« Leib?Hgtie. ohne GSd ' und zu Fuße machte sich der schwächliche, verwachsene «nabe ans den Weg nach Berlin. Dabei fehlte ihm auch noch^Ver Muth, '