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Joseph · 1879-11-30 · 22 (30.11.1879) · p. Seite 343

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Joseph
Volume
1 (1879)
Issue
22 (30.11.1879)
Date
1879-11-30
Page
Seite 343 (sequence 5)
Language
German
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»L Z«, " Noses Mndelssss«. tSonsetz»»-.« Wer solltr nun in diese Nacht da» Licht bringen? Wer » sollte die geistlosen Massen zu neuem Leben erwecken? Wenn die Völker den Geknechteten auch nach und nach die Freiheit ge währten, so mußte doch von innen heraus die Befreiung kommen. Doch der Herr verlässet sein Volk niemals. Aut dem «taube hebt er die Armen empor zu den Throne» der Edlen Hz War ,a die Leuchte durch .Mose" am Sinai sür ewige .seiten entzündet und hatte doch der zweite Moses in seinen Werken die Brücke gebaut, die die gekesselten Kinder Israel» in» Land der Finde,,« führen konnte. Ter dritte Mose» muß«? kommen, der diese Brücke betrat und dem Volke zugi Führer wurde «n da» freie glückliche'Tasein der Jetztzeit. Tiefer dritte Mose» ist e». dessen I5it> jährigen (Veburtctag die meisten jüdischen Gemeinden am 6. September d. I festlich begingen, «eine Lebensgeschichte wollen wir der lieben Jugend hier erzählen: In der Stadt Dessau lebte zu Anfang de» vorigen Jahr hundert» der Soser* Mendel «Mendelssohn?» «ein Geschart er nährte die Familie dürftig genüg, trotzdem er auch noch Unterricht erlheilte. Er war ein schlichter frommer Mann, der dprch Zu friedenheit und Bedürsnißlosigkeit glücklich war. Wohl mag der Mann hin und wieder die Ueberzeugung gewonnen haben, daß seine Glaubensgenossen durch ihre« Schacher immerhin mehr ver dienten al» er und er mag sich vorgeuommen haben, sei»/ Kinder nicht zu seinem eigenen Erwerbe zu erziehen, denn manchmal pochte die Roth doch wohl zu heftig an die Thür der ärmlichen Wohnung. Teswegen aber wollte er seine'Kinder doch vorher, d. h. eh« sie sich de« Broderwerbe durch den Schacher widmeten, erst in den Lehren Gotte» und namentlich im Tal«ud urrterruhten. Sein Sohn Mose» wurde am 6. September l«L» geboren. Ta» Kind war von Anfang sehr schwächlich und zart, zeigte aber schon früh di, besten G^ftesaalager». Ter Vater begann daher schon sehr zeitig den Unterricht mit ihm und schon im vierten Leden»jahre war der Knabe soweit vorgeschritten, daß er ihn zu eine« berühmten Rabbi m den Lehrsraad brachte Sch»» vor Tagesanbruch trug der Vater da» schwache Krad donhin. ,m Wrutrr - rwe»tchen»er.

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