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Joseph · 1879-11-15 · 21 (15.11.1879) · p. Seite 326

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Joseph
Volume
1 (1879)
Issue
21 (15.11.1879)
Date
1879-11-15
Page
Seite 326 (sequence 4)
Language
German
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ff" «L S24 reimtrr oder auch ungereimter Redeweise zu Weqe brachte, kurz, dieser Hochzrit«narr. dessen Geschäft e» war. bei Schmausereien seine Narrheiten au-znkramen, war hier und dort, an allen Ecken und Enden, und in seiner Sucht, die wohl noch durch den Genuß geistiger Getränke Unterstützung fand, möglichst viel Spaß, richti ger .Tollheiten" an den Markt zu bringen, hieb er nicht selten über die Schnur, zeigte sich wohl auch mitunter in seinem tollen Uebermuth gegen einen anwesenden Gast, auf den er » eben abgesehen haben mochte, beleidigend und ries so statt Heiterkeit in manchen Kreisen nur Mißstimmung hervor. Mit der fortschreitenden Eultur und Eivilisation verschwand allmählich die eben beschriebene Hochzeittfigur und ist nur noch hier und da in Polen anzutrefsen. Ter freundliche Leser wird e« gern verzeihen, wenn ich ihn durch Vorführung diese« Bajazzo« aus einige Augenblicke audem Text unserer Erzählung gebracht. tiiewiß. man wird enicht ander» erwarten, bei der Hochzeit im Hause de« Herrn Abrahamsohn herrschte wahrer Frohsinn und echte Heiterkeit, und Jeder war erfüllt von heißen Segen«- wünschen für da« Wohl deglücklichen Brautpaa,«. Auch einige daraus.folgende Tage noch brachten Verwandte und Freunde, wie da« so üblich war. zu frohen Festmahlen zusammen. Man vergaß aber bei der Lust und Freude auch nicht der Armen und Rothleidrnden. Wer sich einsand, dem wurde au« vollem Herzen und mit voller Hand gespendet, und wer in seiner Verschämtheit zu Hause blieb, kam wahrlich nicht zu kurz dabei. Leichteren Herzen«, al« die» früher geschehen, rüstete sich Tavid nach mehreren heiter und glücklich verlebter» Tagen zur Rück reise: denn für « erste führte er mit sich seine liebliche Rebecka, die nun al« treue Gefährtin mit ihm durch« Leben gehen sollte; außerdem sollte in nächster Zeit die weite Entfernung zwische» ihm und fernen Angehörigen schwinden, da diese ihren bi«herigen Wohnort mit Leipzig vertauschen sollten. »Gute Eltern," hatte David gesagt, .ihr habt nun genug in eurem Leben gearbeitet, habt euch oft über Gebühr für un« Kinder gemuht und geplagt, daß ihr euch nun i« Alter die wohlverdiente Rull, gönnen dürfe». — Da wir doch gern beisammen leben möchten, und «ch »ninvglich mein Geschäft nach de» hiesigen

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