Joseph
- Journal
- Joseph
- Volume
- 1 (1879)
- Issue
- 21 (15.11.1879)
- Date
- 1879-11-15
- Page
- Seite 325 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/4896353-5962427-5962457--361-4896687- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
nicht, gleich unsere» Nathan nnd David, die Nonne de» Wohlthuu» zu emphoden vermdgeu. Da die Zeitverhältnisse geeignet erschienen, eröffn eie David im Hause de» Herrn Nathan ein bedeutende» Inchnnd voll waarengeschäst. In Folge der strengen Rechtlichkeit i« Handel, die er sich zum unverbrüchlichen Grundsatz machte, ersreute sich sein Unternehmen de» besten Gedeihen». Wie schwoll unsere» Nathan da» Herz vor Freude, da er wahrnahm, mit welche« Eifer und mit welcher Umsicht David da» umfangreiche Geschäft zu leiten verstand. Da wäre er gern wieder jung geworden, »m mit David im Verein zu wirken und zu schassen. Er fand darum auch große» Vergnügen, sich in seinen alten Tagen noch im Geschäft nützlich zu machen und seine« Neffen mit seinen Erfahrungen zur Seite zu stehen. So war bei froher Thütigkeit ein Jahr vorübergegangen. al« ' David wiederum nach seiner Vaterstadt reiste, um seine treue Rebecka heimzuholen. Bei der Hochzeit«feier fehlte außer de» Onkel Nathan, dem . die weite Reise schon beschwerlich fiel, keiner au» dem Orte und der Umgebung, der nur in irgend welcher näheren Beziehung zu den verwandten der Brautleute stand. Da wurde« am Orte selbst keine Eiuladung»karten in» Hau» geschickt; dieser Luxu» war dort noch unbekannt. Am Sabbath vor der Hochzeit»woche rief der Gemeindediener in der Synagoge «ach Beendigung de» Gotte»dievste». nachdem er nicht vergessen, mit wuchtiger Faust drei Schläge auf den Tisch zu Ihn«, mit vernehmlicher Stimm, au»: .Der Aulom (die Gemeiude) wird von de« nnd de« auf de» und de» Dag zur Chassrue (Hochzeit) gebeten.' Und wer da wußte, daß er ger» gesehe» ward, wohl auch mancher Unberufene, machte keiue große« Vorbereitungen und folgte der öffentlichen Einladung mit Neid und Kind. — Rebe» de« eruste» Rabbi fehlte auch der lustig, vkarschalk nicht. Letzterem lag insonder« die Pflicht ob. die Hochzeittgesellschast durch heitere Späße nud Schwänke zu erheitern. Damal» gab'» «och keine Hochzeit»«nue«. Kladderadatsch,. Extra - und Fliegend« Blätter und wie alle die zu solchen Anlässen nachgeah« teu Witzblätter immer heißen «»gen. Der Marschalk hatte ferner da» Amt, die dem Brautpaar gewidmete« GHchenke. unter Nennung de» Spender», bei Tische öffentlich au»znschreien, wa» er in ge