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Herzl-Bund-Blätter · 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1918
Issue
40 (Dezember 1918)
Date
1918-12-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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626 Schule gegangen sind und dieselben Ziele verfolgen. Es ist aber nicht immer nur die Art der Behandlung der Stoffe, die den K. J. V.er durchscheinen lassen, auch persönliche und persönlichste Briefe einzelner werden gebracht, so daß die Hefte vielfach eine Verbindung von öffentlichen und internen Blättern darstellen. Neben dem „Jüdischen Willen" labt das K. J. V. seinen „Jüdischen Studenten"' weiter erscheinen, der sich nur mit den „inneren1" Angelegenheiten des Kartells befallt, für die die Oeffentlichkeit kaum Interesse hat und die ihr auch nicht zugänglich sind. Wir im H.-B. haben bisher nur für uns geschrieben. Unsere Blätter tragen den ermerk „Streng vertraulich" und das Vorkriegspräsidium war mit der Durchführung dieser Forderung sehr srteng. Im allgemeinen konnte es das auch sein. Die Arbeit des alten H.-li. war ganz bewußt nur eine nach innen wirkende Ausbildung- und Erziehungsarbeit, welche direkt die zionistisch? Oeffu.tlichkcit nichts anging, und von der man es für ausreichend hielt, wenn man sie später an ihren Früchten erkennen würde. Dieses Erkennen war damals noch auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben, man hatte es (mit Recht oder Unrecht) nicht besonders eilig. Der Krieg zeigte uns, daß ein anderes Tempo unserer Arbeit notwendig sei. Neue Pläne und Ideen tauchten auf und riefen nach Verwirklichung. Größte Anspannung jeder, auch d^-r jüngsten Kraft für die Gegenwart und zur Vorbereitung der Zukunft wurde gefordert. Und es zeigte sich, daß die Zukunft es vtir unbedingten Notwendigkeit machen würde, daß der H.-B. aus seiner Reterve heraustritt. Mit diesem Augenblick aber wird es unumgänglich nötig, daß die Kreise mit denen wir zusammen zu arbeiten haben werden und die, die "uns sonst in irgendeiner Weise fördern und unterstützen können, über unser Wirken und unsere Pläne unterrichtet werden. Unsere Arbeit wird endlich allzulange nur geplante und erwogene Dinge zu realisieren trachten und wird dazu die Zustimmung und Mitwirkung aller positiv im jungen Judentum wirkenden Kräfte brauchen. Bedürfen wir, um Fühlung mit diesen Kräften zu nehmen, eine neue Zeitschrift, die von unserem Wirken Kunde gibt und wären wir fähig, ein Organ zu schaffen? Beide Fragen müssen wir heutenoch verneinen. Wir sind heute allerdings mehr aus äußeren als aus inneren Gründen nicht in der Lage, mit einer für alle Kreise bestimmten Zeitschrift herauszutreten, die von unseren Ideen und unserer Arbeit Kunde gibt. Wir als Kaufleutc verfügen naturgemäß nicht über einen solch flüssigen Stil, über solch durchschlagende Beredsamkeit, wie Leute von Univcreitätsbikhing. Wir sehen dieses Manko ein und versuchen, es zu bekämpfen. Die Tatsache ist aber unleugbar, daß wir noch nicht über eine genügende Anzahl von Bundcsbrüderu verfügen, die die äußeren Notwendigkeiten, die bei der Herausgabe eines öffentlichen Organs erforderlich sind, mühelos beherrschen. Unsere Wirksamkeit beweisen wir durch die Tat, das Wort darf

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