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Herzl-Bund-Blätter · 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1918
Issue
40 (Dezember 1918)
Date
1918-12-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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625 Von kleineren Industrien ist die Buchdruckerei stark ontwicke- Iungsfähig. Ich brauche an dieser Stelle nicht darzulegen, wie ausgesprochen die kulturellen Bedürfnisse der Juden sind. Sobald sich die ökonomische Lage der Juden bessern wird, werden sich die geistigen Bedürfnisse auch stärker regen, und der Zuzug von Einwanderern aus allen Teilen der Erde wirkt naturgemäß in demselben Sinne. Auch für das Ausland kommen Produkte des Buchdruckerei-Gewerbes in Frage, da die in Palästina hergestellten religiösen Werke von den Juden der ganzen Welt bevorzugt werden, sobald sie in ihrer äußeren Ausstattung auch nur einigermaßen buchhändlerischen Anforderungen genügen. Von kleineren Industrien ist weiterhin eine Erweiterung de* Kunstgewerbes sowie der Spitzen-Industrie und anderer H.iusindustrien zu erwarten. Es gibt also in Palästina entgegen der Ansicht der meisten oberflächlichen Beurteiler sehr viele Möglichkeiten für gut geschulte Kauflcutc, um vorwärts zu kommen. Wie schon aus diesen skizzenhaften Ausführungen hervorgeht, handelt es sich zumeist um Industrien, die auf Verwertung von landwirtschaftlichen Rohstoffen beruhen. Wir müssen daher von zionistischen Kaufleuteu verlangen, daß sie nicht - man wird mich verstehen im rein Kaufmännischen stecken bleiben, sondern eine möglichst genaue Kenntnis der Rohstoffe ihrer Branche zu erwerben suchen. Ich bin am Ende: wir verlangen von unseren Kaufleuten, dal! sie ihren Beruf mit Palästina verbinden, sowie wir von unseren Akademikern verlangen, daß ihre wissenschaftlichen Studien jüdischen Problemen gewidmet sind; unser Volk braucht die Arbeit, die Kraft jedes Einzelnen. Sprechsaal. Die Vertraulichkeit der H. B. BiAtter. Das K. J. V. gibt seit dem 1. April 1918 eine neue Zeitschrift, den .Jüdischen Willen" heraus, die für die breite Öffentlichkeit bestimmt ist. Sie will sicfli mit allen Fragen der jüdischen Bewegimg, im besondern der jüdischen Jugendbewegung auseinandersetzen und dabei dodh eine Zeitschrift des K. J. V. bleiben, ausgehend von einem Kreise junger Menschen einer ganz bestimmten Eigenart, einer ganz bestimmten Erziehung. Die bisher vorliegenden Hefte sind nach diesen Gesichtspunkten redigiert. Bei der Behandlung der Themen ' hat man durchweg den Eindruck hier äußert sich eine Gruppe junger Menschen, die durch dieselbe

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