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Herzl-Bund-Blätter · 1918-12-01 · 40 (Dezember 1918) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1918
Issue
40 (Dezember 1918)
Date
1918-12-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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619 (und habedas auch in praxi immer getan). Nach dem Zusmmcn- Schluß der nationalen Jugendverbände, nach der späteren Mitarbeit unserer Bundesbrüder in den verschiedensten Organisationen gebe ich aber zu erwägen, ob nicht ein engeres Verhältnis, ein* Beziehung der Mitglieder unserer Jugendverbände, also auch und gerade unserer Aktivitas durchaus /u wünschen ist. Denn unser Werk soll ein Werk der Jugend sein. Jugendtage und Treffahrten allein können nicht genügen. Unser Statut, an das hier gerührt wird, bedarf überhaupt einer neuen Fassung. Ich habe es nie anders als ein Provisorium betrachtet. Als ich im Frühjahr III5 hierüber in slen H.-B.-Blättern schreiben wollte, wurde mein Artikel abgelehnt. Vielleicht war damals der Zeitpunkt noch ZU früh. Heute wird man sich nicht mehr dagegen sträuben können. Da* 3\ärc sinnlos und kleinlich; widerspräche durchaus der Denkungsart des H.-B. und ist nach der Rosenblüthschen Diese eines H. C.ers unwürdig. Es sind viele Fragen zu besprechen, den einzelnen Satzungen neue Fassungen zu geben. Ich erinnere an die technischen Schwierigkeiten der einstimmigen Aufnahme, deren!*riiizip erhalten bleiben muH, an manche Kassendinge, an neu einzurichtende Ausschüsse usw. Wer arbeitet ein neues Statut aus. das unserer Entwicklung gerecht wird? Ich erwarte Acußeruugcii hierzu und fordere im übrigen alle die, die etwas zu sagen meinen, auf, sich mit meinen Ausführungen auseinanderzusetzen, Einwinde und Ergänzungen zu bringen. Wir haben unseren Bund vier schwere Jahre hindurch erhalten und fortentwickelt. Unter schwierigeren und ungünstigeren Verhältnissen als manche andere Organisation, Das war keine leichte Sache. Eine umfangreiche Arbeit liegt hinter uns. Denen, die sie selbstlos und still leisteten, tausend Dank Nun aber, Freunde, lallt uns gemeinsam .daran gehen, neue Zieh zu erkennen, neue Wege zu betreten. Franz. Flandern, Juni 1918. Erich Roth Die Berufswahl des zionistischen Kaufmanns. Von Dr. Fritz Sternberg, Breslau. Ich möchte diesen kurzen Aufsatz mit wenigen prinzipiellen Worten beginnen: Ich bin durchaus mit jenen Tendenzen einverstanden, die eine BerufsumSchichtung des jüdischen Volkes propagieren, in der Richtung, daß ein großer Teil unseres Volkes auf eigener Scholle durch eigene Arbeit seinen Lebensunterhalt erwirbt. Diese Tendenzen sind auf das tatkräftigste zu unterstützen und insbesondere

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