Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1918
- Issue
- 40 (Dezember 1918)
- Date
- 1918-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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618 der Staat seine Steuereinnehmer, Gerichtsvollzieher und Bezirktfcldwebel. Fachverbände, Handelskammern und Parlamentsausschüsse; wir werden analoge Aemter schaffen müssen. Ein Ausschult des Altherrcnbundes - ich könnte Namen nennen — wird diese Dinge nach genauerem Studium des Materials durcharbeiten und in einer IX-nkschrift der zionistischen Leitung vorlegen müssen. Die Neuorganisation der N.-F.-Sammlungen, die Arbeit der Ortsgruppen, die Geschäftsführung des Zentralbüros, das ist unsere Sacht-. Im Altherrenclub sind diese Fragen zu erörtern, Referate und grundlegende Arbeiten hierüber anzuregen. Dem schon erwähnten Ausschult fällt die Aufgabe zu, durch dazu berufene Mitglieder des A. H. F.. der zionistischen Arbeit wichtige Monographien über bestimmte Gebiete, sachverständige Beurteilung gewisser Fragen, die in der Arbeit entstellen, zu verschaffen. Dem Kundestag muli für all das gleichfalls schon ein fertiger Arbeitsplan vorgelegt werden. Ein ungefährer Entwurf ist in den Korrespondenzen mit meinen Freunden schon entstanden. Man wird im A H. C, regelmäßige Abende haben und freie Zusammenkünfte, die der Unterhaltung, der zionistischen Gegenwart und Politik gewidmet sind. Die Mitgliedschaft im H.-B. bedeutet eine fortlaufende intensive Mitarbeit in allen Teilen der zionistischen Bewegung. Auch hier ist unsere Aufgabe: „Darüber zu wachen, dal? die Verwirklichung des Zionismus nicht sein Grab bedeutet." Soweit möchte ich die Grundzüge meines Arbeitsplanes hier wiedergeben; im übrigen auch auf meinen Artikel in der Chanukahnuinmtr lölb verweisen. Freunde von mir haben bereits vor Monaten die Ausarbeitung von IX'tails (Systematik der Kurse usw.) übernommen. Ich selbst habe in den langen Nächten des letzten flandrischen Winters am Ausbau des Planes gearbeitet und für den Geschtchtskursus, sowie technische Einzelfragen, Leitsätze und Ausarbeitungen zusammengestellt. Zu weiterer Mitarbeit fordere ich alle die, draußen und daheim, auf, die nur irgend dazu in der Lage sind. Sie mögen sich nach Berlin an das Präsidium oder an mich direkt wenden. Auch die Behandlung von Einzeldingen, über den N.-F., den Ausbau des Zentralbüros usw. sind ungemein wichtig. Es ist eine Fülle von Arbeiten, die wir bis zum Frieden noch zu bewältigen haben. Sind wir jetzt erst so weit, dann werden wir ein Werk geschaffen haben, das uns in der Innenarbeit von der Hilfe der K. J. V.-er oder älteren Zionisten, die ohnehin anderes zu tun haben, unabhängig macht und für unsere „Außenarbeit" ganz bestimmte Richtlinien und Grundlagen Kibt. Was über H. B. Fond, Keiltätigkeit, Bibliotbekwescn, Kartothek usw. usw. zu sagen ist, habe ich früher schon getan und ist dort nachzulesen. Ueber zweierlei ist noch zu sprechen. Zunächst über unser Verhältais zu den anderen Jugendorganisationen. Ich halte den Bundestagsbeschluit von 1913 prinzipiell aufrecht