Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1918
- Issue
- 38 (März 1918)
- Date
- 1918-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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544 den zionistischen Kaiifleuten eine bedeutendere Rolle im Zionismus verschaffen Diese einfache Lösung hat aber Bedenken. Leider Ist es Tatsache, daß die bürgerlichen Organisationen denen ja 'unsere alten Herren zur Verfügung gestellt werden sollen - fast überaB noch lange nicht „aktiv" genug sind, tun den H.-Cern ein genügendes Arbeitsfeld zu schaffen. Die Folge dieser Tatsache für unsere Bundesbrüder wäre also eine unfreiwillige, leider aber faktische Reduzierung ihrer zionistischen Arbeit. Ferner ist es — leider oder üott sei Dank im heutigen Zionismus „Mode", daß die Jimgen Takt, Melodie und Tempo des zionistischen Fortschritts angeben. Wenn mm der Zusammenhang unterbrochen wäre, so kämen unsere Bundesbrüder nur zu leicht in das Fahrwasser der Alten, was doch sicherlich nicht in der Absicht des Her/I-Bimdes gelegen ist. Endlich wäre ein plötzlicher Austritt der alten -- ersten - H.-Cer auch für die H.-Clubs von nachteiliger Wirkung. Besonders der Krieg hat uns hier Vorsicht zu üben gelehrt. Wir wollen daher die Frage der alten H.-Cer in der Weise geregelt wissen, daB nach einer bestimmten Anzahl von Tätigkeitsjahren ein H.-Cer aus dem Normalbetriebe des H.-C scheidet und in einen stark restringierten Arbeitsbetrieb eingereiht wird, der den festen unlöslichen Kontakt mit dem H.-B. garantiert und ihn gleichzeitig verpflichtet, sich auch außerhalb des H.-C zu betätigen. Fs wäre natürlich von unbedingtem Vorteil, wenn sich mehren.* alte H.-Cer einer Stadt in die Außcnarbeit teilen, damit der (ieist und die Arbeitskraft des H.-C nach allen Richtungen hin wirksam bleibt. Wir hoffen und wünschen, daß die Lösung dieser für den H.-B. brennenden Frage rasch und in diesem Sinne gelöst werde, ehe es zu spät wird! Bruno RabinowitJ (H.-C, Hamburg). „Abschaffung der Inaktiven". Dies die jüngste Forderung von MarguJies, gestellt mit der an ihm gewohnten Schärfe. Und warum? - Zunächst doch mal wieder darum, weil der Begriff dem Studentischen entlehnt ist! Darf das immer noch nicht geschehen, ohne wie das rote Tiidh zu wirken? Ich glaube im übrigen, daß Margulies der Sache, die er hier bekämpft, bisher nicht auf den Qruud gegangen ist. Das in dem Bericht Mitgeteilte wenigstens stößt sich nur an Worten. Unsere Inaktiven werden nicht daran denken, „von den Anstrengungen ihrer Novizenzeit bequem auszuruhn", zu einer Zeit.