Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1918
- Issue
- 38 (März 1918)
- Date
- 1918-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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545 da man ein Arbeitsprogramm für den „Alt-Herren-Bund-' (mag dieses Wort Margulies' Gnade finden!) aufzustellen im Begriff ist. Es wäre jetzt ganz besonders wünschenswert, daß man der vor längerer Zeit von der Redaktion der H.-B.-Blätter gestellten Umfrage über Ausbau und Arbeitsprogramm des „Alt-Heroan- Bundcs" sein Interesse zuwendet. Hoffentlich äußert sich auch Margulies dazu. Sollte eine breitere Diskussion sich über den „A.-H.-B." einigen können, so wäre es ja auch denkbar, daji man eine vernünftige Grenze zwischen Aktivität iuul Angchörigkeit zum „A.-H.-B." findet. Für diesen Fall käme dk- Abschaffung der Inaktiven in Frage. Die verantwortlichen H.-C.-Berichterstatter, die Margulies so schnell ..vollkommen beipflichten" zu müssen glauben, möchte ich fragen, wie sie den Berliner Club später organisiert wissen wollen ' Versprechen sie sich von der Einteilung in „Gni|>pen" alles' Ich bitte um Stellungnahme von berufener Seite zu diesen für die Organisation des H.-B. wichtigen Fragen. Ernst Danziger (H.-B. Berlin). Das Zion der judischen Jugend. Vortrag von Dr. Martin Bukxr am 4. Märt 1011. Die Jugend ist die ewige Glüctcschance <ter Menschen, du ewig von neuem der Menschheit dargebotene und von ihr ewig von neuem vertane Glückschance. Immer wieder tritt ein zwanzigjähriges Geschlecht auf den Plan mit einer glühenden Sehnsucht nach dem Unbedingten, mit seiner rückhaltslosen Hingabe an das Ideal und willens, die verrammelten Pforten des Paradieses zu sprengen. Zwischen diesem Geschlecht und der Erfüllung steht nun die Tat. Die Tat, die es hin will, auf die es sich zunächst bereiten will. Aber während es sich bereitet, ergreift das Getriebe der von der Gesellschaft dargebotenen kleinen Zwecke, ergreifen die Dämonen der eitlen Eigensucht, vornehmlich der Dämon des Mehrgeltenwollens oder, wie ich ihn auch wohl nennen kann, der Karrieredämon Besitz von diesen jungen Seelen. Wird ihnen doch von dem Verhalten der ganzen Umwelt die Lehre gepredigt, daß die sogenannten Tatsachen stärker seien, als die Ideen, daß wir in eine Entwicklung eingesteift sind, in die wir nicht lebendig und formend einzugreifen vermögen, und daß das Spiel, dem Kultus des allmächtigen Nutzens zu entrinnen, den Widerspenstigen zu einem einsamen, verbannten, erfolglosen Eigcnbrodkr und Phantasten macht. Diese Lehre, die der Jugend von dem