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Herzl-Bund-Blätter · 1918-03-01 · 38 (März 1918) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1918
Issue
38 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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541 in Syrien nicht das Türkische, sondern das Arabische. Wer von den Deutschen als Kaufmann, Ingenieur, Lehrer usw. nach Syrien kommt, und namentlich, wer dort Handelsgeschäfte abschließen will, der muß, wenn er nicht das Französische beherrscht und vorzieht, Arabisch sprechen. „Die Erwerbung türkischer Sprachkeiuitnisse wird freilich besonders der Kaufmann auf die Dauer auch in Syrien nicht umgehen können, da ein neues türkisches Gesetz den üchrauch der türkischen Sprache für alle einheimischen wie ausländischen Man delsgesellschaften und Geschäfte bei deren Buchführung. Schriftwechsel bei den Regierungsbehörden und den wichtigeren Dokumenten vorschreibt, und die türkischen Beamten oft nur türkisch sprechen. Nur talentierte deutsche Kaufleute, die sowohl das Arabische, wie das türkische und Französische beherrschen und die in türkischer und französischer Sprache geschriebenen Landesgesetze, sowie die Gebräuche des Orients kennen, dürfen sich auf einen Geschäftsverkehr und Wettbewerb mit den außerordentlich sprachgewandten und geschäftskundigen Syrern einlassen, sonst riehen sie als Fremde nur zu leicht den kürzeren.*' Syrien und speziell Palästina ist für uns Zionisten die hauptintercssensphäre. Es wären also demnach zwei nein- Sprachen zu erlernen, bevor wir daran überhaupt denken können, uns nach Palästina zu begeben. Tritt noch hebräisch dazu, so wären es sogar drei. Unterzieht man jedoch die eüizelncn Sprüchen sowie deren Verbreitung einer genauen Untersuchung, so wird das scheinbar Unüberwindliche und Groteske dieser vor uns liegenden Aufgabe bedeutend gemildert. Das Türkische, dessen Sprachgebiet »ich innerhalb der türkischen Landesgrenzen nur auf die europäische Türkei, Klctnasieu imd Armenien beschränkt, ist wohl die Amts- und Rcgierungssprache, besteht aber ihrem Wortschatz nach nur aus etwa SO«., rein türkischer Worte, während vor allem das Arabische infolge der Annahme des Islams durch die Türken, ferner jedoch ebenfalls das Persische, Griechische, Armenische, Italienische, Französische, seit letzter Zeit sogar auch das Deutsche eine große Anzahl von Worten dazu geliefert haben, wodurch die Verkehrssprache allmäh'g zu einem Mischmasch von einer Unzahl Sprachen wurde. Alle religiösen, wissenschaftlichen und politischen Ausdrücke entstammen dem Arabischen. Erst die jungtürkische Bewegung sucht, genau wie der „Deutsche Sprach-Verein" den unmäßigen Gebrauch und Hereinnehmen von Fremdworten Einhalt zu tun. Fast ganz Syrien und Mesopotamien, sowie Arabien wird von arabisch sprechender Bevölkerung bewohnt, die sich an Zahl Sur türkisch sprechenden wie 10:9 verhält, wahrend die (iebtetr wie 10:8 stehen. Als Grenze kann man ungefähr die Linie: Lidiki|e

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