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Herzl-Bund-Blätter · 1917-12-01 · 37 (Dezember 1917) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1917
Issue
37 (Dezember 1917)
Date
1917-12-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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498 K. J. V. - Verwandschaft Wer die Ausführungen in Fritz Kraft's Artikel „Schlaglichter" liest, ohne eine genaue Kenntnis unseres Berliner H.-C. und seines Werdegangs zu besitzen, dürfte zu einer ganz falschen Vorstellung über unser Verhältnis zum K. J. V. und den Einfluß dieser Studentenverbindung auf unseren Club gelangen. Nach Kraft wäre der H.-C und vielleicht auch der H.-B. nichts ändert« als eine Zweiggründung des K.j.V. Er spricht vom „H.-C. Berlin im K. J.V.", der seilte Ziele und Probleme blindlings vom K. J. V. übernommen habe Und er beruft sich dabei auf Feuerring, m E. ganz mit Unrecjit; denn Feuerring spricht lediglich von einer K. J. V.-Verwandtschaft die er in einigen der letzten Diskussionsar.ikel, z. B. den Aufsätzen von E. Roth erblickt obwohl .auch C. Roth s mc Gedanken keineswegs vom K. J. V. bezieht - aber keineswegs v^n e:ner Beeinflussung des gesamten H.-C. Berlin. Wie Kraft zu dieser Ansicht gelangt, ist mir vollkommen klar. Er erinnert sich an jene Zeit. Oktober 1013, als wir in Berlin den H.-C. auf die neue, vom Präsidium verlangte Basis der Bundesbrüderlichkeit und Disziplin stellten und offiziell durch die Annahme neuer Statuten uns:re Umwand hing vom Diskutierverein zu einem Qub. der durch engeren Zu sammenschruli und Erziehung seine Mitglieder stärker aktiviere;! wollte, vollzogen. Damals wurden allerdings die uns und den Studentenverbindungen gemeinsamen Dinge stark betont und der V. J. St oder K. J. V. als Vorbild hingestellt, aber in anderem Sinne al - Kraft dies meint, der in jener, vielleicht schwierigsten Epxhe dem Club noch ziemlich fern stand und daher die Notwendigkeit dieser uns damals wohl bewußKn An'ehnung n cht verstehen konnte. Uni er kommt nun zu einer ganz verkehrten Einschätzung dieser Einflüsse. Wie war es doch damals? Wir wollten aus einem nur lose in sich zusammenhängendem, nur mühsam aufrecht zuerhaltcndem Verein eine nach innen und außen gefest gte Korporation schaffen Dazu brauchten wir die Uebemahme derselben Grundsät'i-, auf denen jede Korporation - nicht nur die jüdisch-studentische — beruht, die der Bundesbrüderlichkeit und Disziplin Wir waren also gezwungen zu erklären, daß wir diese Dinge von den Studenten übernehmen müblen, und wiesen dabei auf die Erfolge hin, die die Verbindungen dank dieser Grundsätze aufzuweisen hätten im Gegensatz zu allen anderen Vereinen, (ileich arbeitskräftig wollten auch wir werden, aber - das wurde stets ausdrücklich betont — auf anderen, für lins geeigneten, vornehmlich kaufmännisch orientierten Gebieten Alle äußerlichen, für uns nicht passenden Sitten lehnten

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