Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1917
- Issue
- 36 (Juli 1917)
- Date
- 1917-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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. 451 nicht als Anhänger eines reinen Militarismus hinstellen können. Unser Ideal ist das des tatigen Menschen, dem seine Auf gälte alles ist, für die er lebt und mit der er wächst. Sein Ideal liegt nicht auf Höhen, die unerreichbar sind, es ist ganz irdisch orientiert, aber deshalb nicht weniger Schöll, Das ist unsere eigenste Aufgabe in der Bewegung, das starke Moment in ihr zu werden, das gegen ein Ueberhandnehm n einer zu „literarischen" Auffassung der Dinge ein wirksames Gegengewicht Wird, Ueradc in diesen Tagen wieder, in denen das ganze Kolonisationswerk bedroht ist, wo gewaltige finanzielle Milte! benötigt werden, Ist ein Sicheinstellen in die Notwendigkeiten des Tages die erste Vorbedingung /um Wiederaufbau des Zerstörten wie überhaupt für jegliche Zukunftsarbett. Es ist jetzt der ungünstigste Zeitpunkt „Erfolg" und „< ieist", wie Mrod es tat, als Widersprüche, zwischen denen man sich zu entscheiden hat, hinzusetzen. Das uns heute auf dem Wege zum „Erfolg" die Hände gebunden sind, ist nicht unsere Schuld. Der Weg zum neuen Palästina aber wird nicht mit der wirklichkeitsfremden Sentimentalität geebnet werden können, wie sie Brod in seiner Arbeit im „Juden" zeigt. Die Alternative „Geist" und „Erfolg" i-! ein Unding. Wir brauchen den Erfolg, den ganz nüchternen wirtschaftlichen Erfolg und werden ihn erstreben mit allen Mitteln, die not tun. Wenn daiui einmal, nicht zum wenigsten durch die zähe 1 üchtigkeit des Kaufmanns das neue Palästina erstanden sein wird, dann braucht uns auch um den neuen, alten (ieist des Judentums nicht bange sein. Im Felde. Walter Roth. H. C. Berlin. Streben und Schaffen Streben zu leben, bewußt voller Lust' In unser aller Leiten hat es eine Zeit gegeben, WO wir du' N »t der Jugend kennen lernten. Sie begann bei manchen schon in der Schulzeit. Erste, lang vertraute Begriffe und Bilder wurden erschüttert und umgeworfen. Eine innere Revolution begann. Neue Begriffe begannen sich zu bilden. Das war die Zeit des Werdens, die eine Zeit der Kämpfe ist: Tausend Fragen, die auf uns einstürmten und uns um Antwort drängten: Wie sieht die Welt au* und wie ist sie entstanden? Wer hat uns in die Well gestellt und was ist unsere Aufgabe? Was sind wir und was wolk-n wir? Oibt es einen Gott? Wer hilft uns? Die liebe und treue Führung der Eltern hat wohl die wenigsten von uns in das neue Land ge-