Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1917
- Issue
- 35 (Apri 1917)
- Date
- 1917-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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400 begriffenen jungen Leuten, durchaus zu verurteilen, aber auch sonst in Hinblick auf die praktischen Ergebnisse einer derartigen Arbeit ist es selbstverständlich, daß nichts Qanzes geschaffen werden kann. Wir müssen daher innerhalb unserer zionistischen Organisation die ehrenamtliche Tätigkeit nach Möglichkeit ausschalten — ganz werden wir auf sie ja natürlich nie verzichten können — und durch tüchtige bezahlte Kräfte ersetzen, die ihre ganze Persönlichkeit, ihr gesamtes Denken und Können in den Dienst unserer Sache, bezw. des ihnen zugewiesenen Arbeits-Oebietes stellen. Und wie im Uroßen, so im Kleinen. Auch wir im H B. müssen danach trachten, einen Teil unserer Außenarbeit usw., und dazu gehört sogar selbst das Adressenschreiben, jemandem zu überlassen, der durch nichts Wesentliches gehindert ist, sich jederzeit und mit seiner ganzen Kraft für unsere Interessen einzusetzen. Da die einzelnen H.-Cs. oder selbst der H B. allein nicht in der Lage sind, sich den Luxus bezahlter Sekretäre zu leisten, es ja .mch an soviel geeigneten Persönlichkeiten fehlen wird, dürfte es sich empfehlen, unsere Interessen einer Kraft anzuvertrauen, die sie mit der Arbeit für die betreffende Ortsgruppe, Bar-Kochba, Blau-Weiß etc., je nach der Lage der Dinge, vereint. Auf diese Weise ist für genügende Beschäftigung des betreffenden Sekretärs gesorgt, und auch die Oehaltsfrage ließe sich so besser regeln. Wenn es möglich sein wird, diesen in rohen Umrissen skizzierten Vorschlag in die Tat umzusetzen, werden wir eine so erfolgreiche Intensivierung unserer Arbeit erleben, wie sie sich Robert Weltsch von seiner undurchführbaren Dienstpflichtforderung verspricht. z. Zt. Posen. Hans Werner, Hamburg. Nach dem Kriege. Die Frage scheint verfrüht zu einer Stunde, da auch von ferne her noch kein Friedenslicht dämmert, da es erst anfingt zur Erkenntnis zu werden, daß dieser Krieg kein Krieg ist, der in zweijährigem Schlachten sein Ende finden kann. Aber wir wollen die günstigsten Voraussetzungen zugrundelegen und darzustellen versuchen, was sein wird, wenn schon dieser Sommer den Frieden bringt und von jenem Schlimmeren schweigen, das kommen muß, wenn die Raserei der Vernichtung, wie es den Anschein hat, noch nach weiteren Opfern verlangt.