Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1916
- Issue
- 34 (Dezember 1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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JÖ4 Die Anfängerkurse sind in der Form, wie wir sie in den letzten Jahren in Berlin hatten, ausreichend. Die Abschlußarbeiten des letzten Jahres beweisen besonders, dar) das Niveau sich dauernd gehoben hat. Es "wird nur sehr wichtig sein, daß in jedem Club möglichst viele in der Lage sein werden, derartige Kurse zu geben. Dali Turnen und Wandern weiter gepflegt werden müssen, bedarf keiner besonderen Ausführung. Viel schwieriger ist die Frage der Vermittlung von Allgemeinbildung durch den Club selbst, (ierade hierfür ist die Bundesbrüderlichkeit, besser das Mentorensystem die gegebene Grundlage. Je enger wir im Club zusammenstehen, desto mehr werden wir Freunde finden, die unsere privaten Interessen mit uns teilen. Der Club selbst sollte vor allem den Sinn für das üute erwecken. Viel weiter sehe ich seine Aufgabe nicht. Es muß dem Einzelnen überlassen bleiben, seine eigenen Interessen zu pflegen und auszubauen. Sollten uns die dringenderen Aufgaben Zeit lassen, uns gemeinsam in der Literatur und Kunst umzusehen, so wäre das gewiß nur zu begrüßen. Nachdem ich hier etwas aus der Fülle von Aufgaben gezeigt habe, deren Losung unserer Friedensarbeit gelten muß, wird man gerade mir entgegnen: Wo bleibt dann noch deine Außenarbeit? Ich stehe, um Mißverständnissen vorzubeugen, durchaus auf dem Standpunkte, daß wir nur dann Außenarbeit leisten dürfen, wenn wir zur ausreichenden Durchführung unserer Clubarbeit genügend Kräfte haben. Nie darf der Club durch Forderungen, die von außen an uns herantreten, in irgend einer Weise leiden. Andererseits habe ich auch damals schon betont, daß ich Außenarbeit ganz besonders unter dem Gesichtspunkte propagiere, daß ich glaube, daß sie uns selbst außerordentlich fördern wird. Es ist schon in der Kriegszeit hier einiges geleistet, Möglichkeiten, ja Notwendigkeiten gezeigt worden. Doch davon wird spater die Rede sein müssen. Fügen wir noch hinzu, daß zu allem noch die Beschäftigung mit den politischen Tagesfragen Untäter Bewegung, ferner das gesellschaftliche Moment uns in Anspruch nehmen wird, so sind wohl die Hauptpunkte der kommenden Arbeit zusammengefaßt. Wie können wir dies alles bewältigen "r Vor Jahren schrieb an dieser Stelle Arthur Abrahamsohu über Konsolidierung. Was er damals sagte, ist heute aktueller als je. Ueberblicken wir heute den gegen damals zurückgelegten Weg, so brauchen wir nicht unzufrieden zu sein. Aber all das vorausgesetzt, wird es uns doch immer gehen, wie Dehtnels „Arbeitsmann". „Wir haben alles, nur fehlt uns Zeit." Mein Bruder sagte in seinem Artikel: „Das ist jedoch nebensächlich. Das Organisatorische versteht sich immer von selbst." Wie