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Herzl-Bund-Blätter · 1916-12-01 · 34 (Dezember 1916) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1916
Issue
34 (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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359 Solange man noch glauben! Später siegt man nicht mehr! Später läßt man den Dingen ihren Lauf Und sagt es geht auch so. (Fleischlen.) Euer Josef Rosenblüth. Oedanken zur Friedensarbeit. Von Walt her Roth, Berlin. Endlich ist nun auch in unseren Blättern mit der Diskussion zu unserer Friedensarbeit begonnen worden. Ich meine hier den ganzen großen Komplex dieser Arbeit. Ueber einen, wenn auch sehr wesentlichen Teil derselben, die Außenarbeit, haben wir uns hier ja schon im vorigen Jahre eingehend unterhalten und seitdem hat die Besprechung dieser Fragen nicht geruht. Ein gutes Zeichen! Es ist schon darauf hingewiesen worden, daß es bei der langen Dauer der Kriegszeit nicht dabei sein Bewenden haben konnte, das Bestehende zu erhalten und zu konsolidieren, wenn das auch die Hauptaufgabe war, die man im wesentlichen bisher als gelöst betrachten kann. Ebenso wie auf jedem anderen G biete, sei es in der Industrie, im Handel, in den Wissenschaften unendlich viele Aenderungen, Anpassungen täglich von neuem erkennbar sind, so mußte auch unsere Arbeit, äußerlich und innerlich, den von Grund auf veränderten Verhältnissen Rechnung tragen. Und wie sich überall der Wille regt, regen muß, schon heute Grundlagen für die kommende Friedenszeit festzustellen, so müssen auch wir sehen, uns über unsere Aufgabe klar zu werden, sie in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Mein Bruder versuchte in seinem Artikel in der letzten Nummer der Herzl-Bund-Blätter vor allem zu zeigen, welche fundamentale Aenderung für die ganze Arbeit es bedeutete, daß sie im wesentlichen auf die Jungen eingestellt war. Seine Gegenüberstellung unserer alten Leute aber, die aus zionistischem Pflichtgefühl H -< er wurden, zu den Jungen, die vor allem die Gemeinschaft mit anderen suchten, die vor die gleichen, rein menschlichen Probleme gestellt waren, als sie, scheint mir recht verschwommen. Es erübrigt sich hier auszuführen, welchen Sinn der Begriff der „Gemeinschaft" für uns hat, wie er sich in den letzten Jahren mehr und mehr vertieft hat. Aber er birgt in

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