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Herzl-Bund-Blätter · 1916-12-01 · 34 (Dezember 1916) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1916
Issue
34 (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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3SH gend zum großen Teil Programm und Selbst/weck geworden. Ihnen ist die Bewegung alles und das Ziel nichts. Uns ist die Bewegung viel, das Ziel aber das Höchste. Das sei Grundprinzip hei allen Reformierungen, die Gedanken müssen von unseren Geist, daß heißt von der jüdischen nationalen Idee, getragen sein. Ich möchte hierin einige Verse Cäsar Fleischlens setzen: Bleib fest! es eilt mit nichts: Gut Ding will Weile! Nur sei klar dir, wohin du zielst l lud wisse, ob du Wohnhaus oder Wirtshaus Oder Kirche bauen willst. Dann aber weg- und wag-gemut ans Werk. Von Berg zu Berg! Und wenn sie kommen und . . . sie kommen immer Und wissen immer besser, was du sollst, Als je du selbst: Baust du ein Wohnhaus, wollen sie ein Wirtshaus! Baust du ein Wirtshaus, wollen sie eine Kirche! Und ihre Gründe, O! sind immer gut: Für sie ist's ein Geschäft, das du bezweckst! Für dich ein Teil von dir! . . . Laß sie und lach! Und bau und mach Getrost, was du für gut hältst, weiter! Nur hüte dich vor Schnörkelein I Die großen Linien sind es, die entscheiden! Die halte rein. Und ein Gedanke liegt auf der großen Linie, das ist der von der körperlichen Gesundung unseres Volkes, der Vorbedingung einer guten, geistigen Entwickelung ist. Unsere mangelnde Tatkraft ist eine Folg« des mangelnden Selbstvertrauens. Selbstvertrauen und Körperkultur, Herrbewußtsein und Sport, (siehe die Engländer), „mens sana in corpore sano". Hier im Feld hat man das richtige Verständnis dafür bekommen. Auf dieser Bahn fortschreiten mit festem Glauben an die Zukunft, darin liegt wahre Jugendlichkeit. Glauben haben an das, was über den Bergen liegt, ist Alles. Aber, man muß es jung zu etwas bringen, sonst bringt mans überhaupt zu nichts. Man muß im Frühling siegen, wenn man siegen will.

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