Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1916
- Issue
- 34 (Dezember 1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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345 gemachten mit dem „Verein der zionistischen Jugend"), die in Wohnung, Zusammenleben, landwirtschaftlicher Beschäftigung, körperlicher Ausbildung, geistiger Arbeit und vor allem im Versuch eines Gemeinschaftslebens künftige schöne Zeiten ahnen ließe und so ihre Verwirklichung vorbereitete; ich denke au die wirtschaftliche Beratungsstelle für Palästina, die unseren jungen Menschen zur Seite stände, die Akademiker und Kaufleute enger zusammenschlösse, denke an die Ergänzung, die doktrinäre Theorie und am Alltag geschulte Praxis hier finden wurden; kurz es gibt Probleme und Aufgaben genug, die einer solchen Arbeitsgemeinschaft harren würden. Jeder Tag bringt fast neue, jeder einzelne von uns spürt Lücken und hegt Wünsche, die zu bewältigen der einzelne zu schwach, die Gesamtheit leicht fähig ist. Die Form, in der sich diese „Arbeitsgemeinschaft" aufbaut, kann die eines Vertreterausschusses, kann die einer Verwaltungsbehörde, kann die einer Zentralbehörde mit Direktive und Rechten ausgestattete sein, aber auch idiese Frage nach der Form löst die Wirklichkeit. Kräfte sind |genug vorhanden, die alle neben ihrer äußeren Tätigkeit noch ihre Idee in sich tragen; ob Blau- Weiß oder Herzl-Club, ob Volksheim oder V. J. St. oder wie sie alle heißen, sie werden mehr sein, wenn sie zusammen arbeiten werden. Grundsätzliches und Praktisches zu unserer Friedensarbeit. s Von 'Erich Roth, Berlin. Mitten in der Arbeit übet diese» Aulsatzc traf mich die Nachricht meiner Einberufung. Manches mußte daher unvollkommen, viele« ungesagt bleiben Ich bitte mir die« bei Beurteilung der Arbeit zugute zu halten. E K. Auf dem Leipziger Delegiertentag der Zionistischen Vireinigung für Deutschland standen sich zwei Anschauungen kraß und unvermittelt gegenüber. Die eine, vertreten durch Franz Oppenheimer, stützte sich auf den Wortlaut des Baseler Programms und auf Hcrzl und sagte: Ich bin Zionist, wenn ich das zionistische Programm anerkenne. Ich denke nicht im entferntesten daran, Deutschland zu verlassen. Die andere, vertreten durch Kurt Blumenfeld, formulierte: Wir müssen in intensivier-