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Herzl-Bund-Blätter · 1916-12-01 · 34 (Dezember 1916) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1916
Issue
34 (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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M4 unser Denken einspanne, als Milieu und Atmosphäre, als Lebensform und Gesellschaft ihn reifer mache für Palästina das man auf diese Weise im üolus vorbereite, widerspiegle, ohne es als Endziel dadurch überflüssig zu inachen. Wer heute unsere Jugendbewegung betrachtet, sieht mit schmerzlichem Bedauern die Lücken, die fehlen und gerade das Leben der ersten Kindluit, wo hebräische Kindergärten eist allmählich sich verbreiten, und die Schulzeit so oft der jüdischen Einflüsse und Eindrücke berauben. Aus dieser Erkenntnis, die heute noch vielen als Grundlage und Gruudproblem in den Erziehungsmängeln unserer und der künftigen Generationen erst eingehämmert werden muß, einen Willen zur Besserung und aus diesem Willen einen Weg zur Verwirklichung zu formen, das wäre eine Aufgabe dieser Arbeitsgemeinschaft der zionistischen Jugend; sie würde so rückwärts greifend und bis in die Anfänge sich senkend das wahre Fundament legen und die Lücken in dem Aufbau unserer Zukunft bloßlegen, zu ihrer Ausfüllung damit Anstoß und Richtung geben. Solche Lücken freilich gibt es noch viele, die der einzelne empfinden, aber nur eine zusammenarbeitende Gesamtheit mit den Kräften, die sie hat, mit den eigenen und fremden Erfahrungen, die sie sammelt, ausfüllen kann. Ich spreche gar nicht von dem Problem der Zusammenarbeit mit den Ostjuden, an der in Einzelfällen oft genug unsere Vereine gescheitert sind, an der im Kähmen eines zunächst lokalen Versuchs das von H.-C.ern mitbegründete und tätig unterstützte Jüdische Volksheim jetzt praktische Erfahrungen sammelt, die aber zuviel Seiten hat, als daß sie hier mehr als problemhaft angedeutet werden kann; ich denke an die schwierige oft erwähnte Mitarbeit im ßarkochba und den Sport- und Turnvereinen, wo oft genug das Empfinden besteht, daß in organisatorischer und tendenziöser Hinsicht siel fehlt, was bei einer richtigen Verwendung unserer vielen brachgelegten Kräfte und Entlastung immer derselben Personen zu leisten möglich wäre wenn eine wirklich zusammenfassende Arbeitsgemeinschaft Aufgaben sieht und zuweist und andererseits durch die Uehersicht über das reichlicher als man denkt vorhandene Mitarbeitermaterial die Menschen stellt, berät, verpflichtet; ich denke an das Problem unserer Mädcheuerziehung, das, "wie mir scheint, jetzt besonders akut geworden ist, wo in Nachahmung und Anlehnung an unsere männlichen Erziehungsmethoden oder in besonderen Formen der weibliche Nachwuchs über turnerische Betätigung hinaus sich stärker mit der Intensivierung jüdischer Arbeit an sich und für unsere Zukunft beschäftigt; ich denke an die Möglichkeit einer jüdischen Siedlung hei Berlin (ich spreche hier stets und vor allem von Berliner Verhältnissen, die am ausgeprägtesten und komplizierten sind, aber fast alle Organisationsformen, wenn auch oft nur keimhaft, aufweiten und übergehe solche Versuche wie den einst in Breslau

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