Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1916
- Issue
- 34 (Dezember 1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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M2 her, ohne das näherbringende Empfinden, dali hier aut anderen Wegen und viele führen nach Jerusalem dasselbe Ziel erstrebt werde, und dali es für die eigene Entwicklung wie fut die (iesamtheit besser sei, sich gegenseitig kennenzulernen, durch Verständnis zu einer praktischen Verständigung zu kommen, aus den Entwirkluugsphasen, durch die die anderen, oft gefährdet, hindurchgegangen waren, Lehren für die eigene Zukunft zu ziehen. Das alles wurde erst etwas hesser, als durch Personalunion die Be/iehungcti /wischen den einzelnen Verbänden enger wurden, als bestimmte Erziehungsmethoden (z. B. der studentischen Korporation) auf andere (wie den H.-C.) entweder übertragen oder doch wenigstens als Muster hingestellt wurden, das natürlich nicht sklavisch und mechanisch nachgeahmt, sondern als Anregung quittiert, nach eigenen (ieset/en und Bedürfnissen modifiziert wurde (und bei größerer Selbständigkeit des beeinflußten Verbands, wie ja die Entwicklung im H.-B. zeigt, immer stärker sich eigene Formen und Inhalte schafft). Dadurch ergab sich eine persönlich enge Berührung durch Vortrage, Kurse, Freundschaftsverkehi /wischen einzelnen untereinander oder einzelnen und einer (Organisation, und diese Berührung wurde noch durch gelegentliche sportliche Feste, durch nationale und politische Demonstrationen, durch praktische zionistische Arbeit gestärkt. Man fing an, die Jugendbewegung als eine wesentliche (irößc anzusehen, als einen Faktor, der besonders gewertet werden müsse, man dachte daran, eine Art Jugendressort einzurichten mit Sekretariat und Kräften, die sich ausschließlich dieser Arbeit zu widmen hatten, das Problem der Jugenderziehung fing an, brennend zu werden, und das um so mehr, je weniger der Zionismus darauf rechnen konnte, heute und morgen seine Erfüllung zu finden, je mehr dafür an Verantwortung und Vorbereitung der neuen (ieneration /ugewäl/t werden mußte. Man schuf z. B. fur den zionistischen Unterricht in den Vereinen eine Art Expose, das in Anlehnung an die Experimente und Erfahrungen der studentischen Verbände als (irundlage den anderen Vereinen dienen sollte und mit Erfolg benutzt wurde; man kam infolge der scharfen Kampfstellung, die die zionistische Jugendorganisation in den letzten Jahren gegenüber der Assimilation einnahm, zu gemeinsamen Besprechungen und Maßnahmen, und schließlich führte der Drang zur Konzentration, die Erkenntnis von der Schädlichkeit gegenseitiger Bekämpfung, das Verantwortlichkeitsgefühl, das die kleinliche Zersplitterung überwinden wollte, im studentischen Leben zur Verschmelzung des B. J. C. und K. Z. V. zum K. J. V., eine glückliche und notwendige Lösung, hinter der freilich, jetzt schon deutlich erkennbar, neue Probleme auftauchen. Die Verhältnisse hegen jetzt gunstiger als friiher, man kennt und schützt einander mehr, arbeitet auch gelegentlich, im Austausch