Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1915
- Issue
- 31/32 (Dezember 1915)
- Date
- 1915-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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2(>6 in Trauer: .Feinde haben sich gegen uns ztisammengetan; wie können wir vor ihnen bestehen, wenn du uns nicht hilfst! Juda aber setzte Führer für das Volk ein und teilte es in Tausend- und Hundertschaften, bann sprach er zu ihnen: „Rüstet euch zum Kampfe und ^eid tapfer; seid bereit zum Kampfe mit den Heiden, die eure Heiligtümer verderben wollen. Denn besser ist es für uns, zu sterben, als noch weiter das Unglück unseres Volkes mit anzusehen. Doch <:cr Wille des Herrn möge geschehen.* Als im nächsten Jahre der Feind ein Heer von ooooo Mann aufbot, da konnte ihnen Juda nur 10 000 entgegensiellen. Der aber war frohen Mutes und betete: „Gesegnet seist du, Helfer Israels, der du ein-t den gewaltigen Riesen durch deinen Knecht David zu Fall gebracht, der du die Scharen der Philister in die dies'es Heer in die Gewalt Israels, deines Volkes, dalj sie für immer beschämt seien. Wirf sie hin vor dem Schwerte derer, die dich lieben, daß alle, die deinen Namen kennen, dich in Liedern preisen. — Darauf stießen die Heere zusammen und Juda errang einen großen Sieg. Das Volk ging nun daran, das Heiligtum wieder aufzurichten. Sie reinigten die Vorhöfe und fertigten neue heilige Geräte an, sie setzten den Leuchter, den Räucheraltar und den Tisch wieder in den Tempel. Am 2f> Kislev aber, als das Werk vollendet war. brachten sie Opfer nach der Vorschrift auf dem neuen Altare und weihten das Heiligtum mit Lied und Spiel ein. Acht Tage feierten sie so die Erneuerung des Tempels. Dann begannen sie, den Berg Zion nach allen Seiten zu befestigen, daß sie kein Feind mehr überfallen könnte. . . . F.s ereignete sich, daß sieben Brüder samt ihrer Mutter ergriffen wurden, um vor dem Könige Schweinefleisch zu essen. Da ergriff einer von ihnen das Wort und sprach: Was willst du denn von uns erfahren? Wir wollen lieber sterben als die väterlichen Gesetze übertreten. Da geriet der König in Zorn und befahl, dem Wortführer die Zunge auszuschneiden und ihn zu verstummein. Dann ließ er ihn verbrennen Doch die übrigen ermunterten einander, edel zu sterben und sprachen: Gott sieht es und wird uns trösten, wie Moses einst verkündet: Seine Knechte wird er trösten. Nachdem der erste getötet war. führte man den zweiten zur Marter, denn auch er wollte nicht Unreines essen. — Nach ihm wurde der dritte gepeinigt, denn auch er wollte nicht essen und sprach: Für das Gesetz gebe ich mein Leben hncs. geliefert hast, gib auch Aus dem 2. Buche.