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Herzl-Bund-Blätter · 1915-12-01 · 31/32 (Dezember 1915) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1915
Issue
31/32 (Dezember 1915)
Date
1915-12-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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264 „So gehet nun hin, die ihr dem Schwerte entronnen seid, und säumt euch nicht, gedenkt des Herrn im fernen Land und lasset euch Jerusalem im Herzen sein!" Wahret euch dies. Freunde, als heiligste Pflicht! Und denket, die ihr da draußen in den Tagen des Weihefestes vereinsamt unserer gedenkt, daß keiner sie je vergißt. Zündet Lichter, und merket, daß jeder Tag das Warten verlängert, an dem ihr vergaßet, ein Licht zu zünden! Aus den Büchern der Makkabäer. Aus dem 1. Buche. . . . Und da Alexander zwölf Jahre regiert hatte, starb er. Nun herrschten seine Diener, und alle setzten sich Kronen auf, nachdem er gestorben, und nach ihnen ihre Söhne, und verübten viel Böses. Unter ihnen war ein sündhafter Mensch. Antiochos Epiphanes, der als Geisel in Rom gelebt hatte. — In jenen Tagen gingen aus Israel ruchlose Leute aus und beredeten das Volk: »Laßt uns einen Bund mit unsern Nachbarn schließen, denn seitdem wir uns von ihnen gesondert, haben uns viele Leiden getroffen." Da reisten einige aus dem Volke zum Könige und er erlaubte ihnen, die Sitten der Heiden einzuführen. Nun bauten sie sich ein Gymnasium in Jerusalem nach griechischer Art, stellten sich die Vorhaut wieder her und fielen vom heiligen Bunde ab. Sie gesellten sich zu den Heiden und taten mit ihnen viel Böses. . . . Der König Antiochos erließ einen Befehl, daß Alle e i n Volk seien und ihre eigenen Gesetze lassen sollten. Mit allen anderen Völkern willigten auch in Israel viele in das Verlangen des Herrschers ein. Sie opferten den Götzen und entweihten den Sabbath. Darauf bestimmte der König, daß man in Jerusalem und den andern Städten Judas aufhören sollte, zu opfern, daß man dafür auf Höhen und in Tempeln den Götzen dienen und Schweine und unreine Tiere schlachten sollte. Die Söhne sollten nicht mehr beschnitten und alle Satzungen geändert werden. Wer aber nicht den Befehlen folgte, sollte getötet werden. Jetzt begannen viele aus dem Volke Böses zu tun. und schließlich errichteten sie ein wüstes Scheusal auf dem Altar und räucherten auf der Straße. Die Bücher des Gesetzes wurden verbrannt, und bei wem man sie fand, den verurteilte der König zum Tode. Auch die Frauen, die ihre Kinder beschnitten, wurden getötet und ihre Häuser geplündert. —

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