Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1915
- Issue
- 29/30 (Juni/Juli 1915)
- Date
- 1915-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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238 durch Bbr. bezw. Gg., die jetzt in Polen, Kurland. Oalizien sind, evtl. Beziehungen anzuknüpfen. Dieser und viel, viel mehr, was ich heute nicht zu sagen vermag, haben wir in der kommenden Zeit zu erfüllen. Bedingung dafür ist. daß jeder Rinzelne im H.-B. seiner großen Verantwortung am jüdischen Volke und der jüdischen Zukunft sich bewußt sei. Die Hauptsache ist die Bereitschaft Und .Bereit sein heißt sich bereiten". Aus Briefen von Artur Abrahamsohn an Erich Roth. .....es kann höchstens in den HBblättern ein anregender Artikel erscheinen, der mit Hoffnung durchtränkt ist. aber keine Aussprache. Erstens hat wohl der größte Teil der Mitglieder im l-'eldc keine Zeit und wohl auch keine Lust dazu und zweitens weißt Du ja garnicht. ob nach dem Krieg noch jemals Orangen geerntet werden usw. Deine Idee der Schaffung eines Konsulates oder richtiger einer Art Handelskammer ist ausgezeichnet, aber leider vorläufig nicht durchführbar, auch die Organisation des Hx- oder Importes, sei es vorläufig auch der lausigste Artikel hat für uns noch zu viel Schwierigkeiten, dazu gehört viel, sehr viel Geld. Wir können uns nur mit einem ganz kleinem Farmbetriebe oder mit Handel beschäftigen, auch natürlich nicht sofort, denn es muß erst eine solide Basis geschaffen werden. Wenn wir dadurch etwas erreicht haben — ich meine Geldmittel, dann können wir leichter etwas Größeres schaffen. Eine sehr wichtige Frage ist natürlich auch die. ob der Club überhaupt Geschäfte betreiben soll, unsre Arbeit nach der Form einer Handelskammer würde mir vielleicht besser gefallen. So etwas will sehr überlegt sein. Mit der Handelskammer wäre mehr englisches Muster, d. h. der Club sichert sich nur den Hinfluß wir würden dadurch auch in der Partei selbst mehr Einfluß haben, wir würden also mehr politisches Interesse bekommen. Und wieder als Unternehmer selbst, also wie es die Clubs und Gesellschaften in Amerika vielfach sind. — hätte auch seine Vorteile, wir hätten dann neben dem großen Ansehn auch die Macht in den Händen. Die Hauptsache ist aber, daß wir alle der Bewegung etwas nützen, und nützen tun wir der Bewegung nur. wenn wir keine windige Sache machen. D. h. mein Grundsatz ist zuerst Geld. Dann werden wir sehn. Gemacht muß etwas werden und wird etwas werden, der nächste B-T. wird darüber zu entscheiden haben......