Mannheim
Compact Memory

Herzl-Bund-Blätter · 1915-06-01 · 29/30 (Juni/Juli 1915) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1915
Issue
29/30 (Juni/Juli 1915)
Date
1915-06-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/4895413-5934797-5934868--265-4895656
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

237 Ich bin am [Ende. Ich habe es vermieden. festzustellen, ob wir überhaupt als H B. nach außen arbeiten sullen oder nur im Rahmen der Zionistischen Organisation Ich habe wirklich keine Lust zum theoretisieren. Mir liegt nur daran, daß gearbeitet wird. Max Kober, Breslau, schreibt uns: Endlich steht mal in den H.-B.-Blättern etwas von Außenarbeit Ich fasse Roth s Artikel so auf. daß er sich auf korporative wie auf Einzel-Außenarbeit bezieht. Dann bin ich einverstanden. Bereiten wir in unserm Kreise das Werk vor. aber ersticken wir's nicht. Und hüten wir uns vor der chinesischen Mauer. Vor allem möglichst Schluß mit den Theorien. Kursen und Diskussionen und an deren Stelle den Versuch, in die Arbeiten einzudringen. Gemeinde, soziale Fürsorge, welche weite Gebiete eröffnen sich uns. Von unseren Gg's aus Oesterreich könnten wir da viel lernen. Dann neben der zionistischen auch allgemein — (nicht etwa neutrale» — jüdische Ausbildung, jüdisches Wissen. Ferner erhöhte Tätigkeit auf zionistischem Gebiete. Die Turnerschaft muß endlich mal richtig gehen. Ferner N. F. Dies, wäre Einzeltätigkeit. Nun korporatives Eingreifen: Z. B Bankaktion. Von uns vorbereitet. Mit den Andern zusammen ausgeführt. Dann z. B. jüdische Stellenvermittlung, ein Punkt, der wieder durch Erich Roth zur Sprache gekommen ist. und über den ich im November l(M4 mit dem Präsidium korrespondiert habe. Ferner könnte H.-B. seitig alle jüdisch-nationale Gemeinde- Arbeit, bezw. der Ansporn dazu organisiert werden. Zur Begründung einer jüdischen Soziologie der deutschen Juden (im Anschluß an das Büro für jüd. Statistik und Demographie) könnten wir ungeheuer viel beitragen, z. B. Sombart's Frage in der Einleitung zu den J. u. d. W. über genauen Anteil der Juden am Wirtschaftsleben. Verringerung des Anteils — kurz Spezialisierung des Problems. Ferner Palästina-Arbeit, etwa im Sinne der von Erich Roth vorgeschlagenen Palästina-Information*-Zentrale Ferner ein Versuch im H.-B. eine Achusah vorzubereiten, erscheint mir eine wichtige (leider Zukunft-) Arbeit. Schließlich das ungeheuer wichtige Wanderungs-Problem. Da gilt es. sich vom A.-C. auf dem laufenden zu Halten. Ferner in den Durchwanderungs-Kommissionen in den deutschen Städten mitzuarbeiten. Und schließlich jetzt schon den Versuch zu machen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.