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Herzl-Bund-Blätter · 1915-06-01 · 29/30 (Juni/Juli 1915) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1915
Issue
29/30 (Juni/Juli 1915)
Date
1915-06-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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230 Autgahc des H. B. muß es sein, die Fingerzeige für praklische Betätigung zu geben, die in den Clubs eingehend behandelt werden müssen. Niemals darf der H. C resp. der H. B. selbst ein Geschäft oder (ieschäflszentrale werden. Außenarbeit in diesem Sinne erkenne ich nicht an. Aber eines mochte ich nicht unerwähnt lassen, diejenigen, die heute die Außenarbeit mit solcher Stärke fordern, aufzulodern, an allen Veranstaltungen des H C. regen Anteil zu nehmen, dann wird vielleicht in ihnen die Erkenntnis rege werden, daß auch Innenarbeit jedem einzelnen ein .beglückendes Gefühl" werden kann Und was wir im allgemeinen Leben fordern, eine gute theoretische Erziehung der Jugend, das wollen wir im jüdischen Leben keinesfalls verwerfen. Nur eine gute Erziehung ist die Gewähr für eine fruchtbringende und segensreiche Arbeit. Und daran halte ich fest. Walter Roth will ich aber seine eigene Aufforderung ins Gedächtnis rufen .erschöpfen wir uns nicht in Phrasen." Wir sollen das Mögliche wollen Max Sternberg. Heinrich Margulies, Berlin, an Walter Roth. Lieber Roth, ich komme Deinem Wunsche. Dir so kurz als möglich mein Programm zu umschreiben, gern nach. Mein Programm ist in seinem Grundbau das gleiche geblieben, wie ich es seit 2 Jahren dem Herzl-Bund gegenübergestellt habe. Die 10 Monate des Krieges mit ihrer Fülle an neuen Erkenntnissen haben aber viele der wesentlichen Dinge so scharf hervortreten lassen, daß es nützlich und nicht allzu schwierig ist, sie nunmehr von den weniger wichtigen, vor allem aber auch von jenen Dingen zu trennen, die der Krieg als unrichtig und gefährlich erwiesen hat. Alle Kritik und Skepsis am Zionismus begann bei dem Satz, den niemand einzuschränken wagte: Die Juden sind ein Volk von Händlern. Wenn der Zionismus sich zur Wehr setzte, tat er es nicht bei diesem Satz, sondern erst bei der Folgerung, welche der Kritiker aus ihm zog: also können sie keinen Staat gründen. Hier erst begann die Verteidigung und zwar nach zweierlei Art: einmal verfocht man auf Grund vorliegender Ergebnisse die Möglichkeit eines Umwandeins und Umschichtens Oes Händlervolkes in jene soziale Gliederung, welche ein Staat vorauszusetzen erschien; dann aber begann man mehr und mehr zu erkennen, daß gerade in der neueren Zeit der Besitz an

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