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Herzl-Bund-Blätter · 1915-02-01 · 25/26 (Februar/März 1915) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1915
Issue
25/26 (Februar/März 1915)
Date
1915-02-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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197 grundverschieden deutsches Wesen vom jüdischen ist. Noch nie habe ich das so empfunden wie jetzt. Wenn man so einsam in vorderster Linie Posten steht und mal an unser armes Volk denkt, an die Makkabäer, an Bar Kochba, wird einem ganz elend und doch wieder so zuversichtlich zumute. Wie wollte ich für Juda meine Wehr gebrauchen. Wie traurig ist doch unsere Lage, und doch wie stark und zuversichtlich hoffen und vertrauen wir, daß wir bald für uns arbeiten können . . . Falls ihr wieder neue HCer zu keilen.,beabsichtigt, so schickt sie vorher ins Feld, da wird bombensicher jeder Jude Zionist . . . . . . Eure wöchentlichen Revuen sind famos. Die HB-Blätter haben mir Freude gemacht. Ganz abgesehen davon, daß sie von Eurem, unserem Leben zeugen, sind sie auch an sich gut. Der Artikel von Roth ist schön . . . Ich erwarte jeden Tag meine Versetzung in tdie Batterie. Ich hab's energisch betrieben. Ich fühle mich hier zu sicher. Ich muß dauernd den Tod bei mir fühlen. Das stählt den Willen und macht uns freier. Ich glaube, ich habe schon viel gelernt für mich und mein zukünftiges Leben in diesem Krieg . . . . . . Ich war gestern wieder dort in Wlodclawek, 42 km gelaufen, ich und Kallmann machen einen Vortrag dort, außerdem versuchen wir eine Ueldsammlung. Es ist dort sehr schwer, üble Assimilanten, alle reichen Leute ausgerückt in Warschau, die zurückgebliebenen halten uns wohl für Schwindler. Wir wollen noch einmal hingehen, wir denken 30!) M. zusammen zu bekommen. Wenn die Stadt deutsch wird, kann man dort einen HC aufmachen, es gibt dort mindestens 100 geeignete Leute, außerdem einen Turnverein und Ifftus. Aber die bösen Assimilanten genau, wie bei uns! . . . Arbeitsberichte. Berlin. Trotzdem wieder einige unserer Clubbrüder in der letzten Zeit zu den Fahnen einberufen wurden, geht unsere Arbeit regelmäßig weiter und wird sich auch in keinem Punkte verändern, wenn, was zu erwarten ist, unser Kreis in nächster Zeit noch kleiner werden wird. Unser bisheriger Vorsitzender, Walter Samuel, wurde nach Brandenburg eingezogen. Sein Amt übernahm Clbr. Walter Roth, während Ohr. Edmund Lew in den Vorstand kooptiert wurde.

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