Herzl-Bund-Blätter
- Journal
- Herzl-Bund-Blätter
- Volume
- 1915
- Issue
- 25/26 (Februar/März 1915)
- Date
- 1915-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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196 Oer „Kougreß/iouismus"-Kursus von Clbr. Heinrich Margulics wurde wieder, aufgenommen und und alle 14 Tage fortgesetzt werden. An den übrigen (Klubabenden hatten wir Einzelvorträge, Referate und Vorlesungen. Clbr. Walter Roth las einige Stücke aui Micha Jos. ben Gorion „Die Sagen der Juden", Clbr. Walter Samuel zwei Kriegsaufsätze von H. St. Chambcrlain „Deutsche Freiheit" und „Deutsche Sprache" vor. Clbr. Max Sternberg sprach über „die Kriege des IQ. Jahrhunderts und die deutschen Juden" und berücksichtigte besonders die Gesetzgebung zur Zeit und nach der Emanzipation. Dr. Martin Roscnblüth gab ein sehr breit angelegtes Referat über „Unsere Bewegung und der Krieg". Diesem, sowie den meisten übrigen Vorträgen, folgten ausgedehnte Diskussionen. Clbr. Erich Roth sprach über „Die Juden zur Zeit Rembrandts" und las Stücke aus einem, in dieser Zeit spielenden Spinoza-Roman vor. Der Tendenzunterricht, den Clbr. Max Sternberg unseren jüngeren Mitgliedern erteilt, wurde regelmäßig fortgesetzt. Unsere Keilarbeit hat naturgemäß mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Einen Keilvortrag hielt Dr. Baer (K. I. V.) „Unsere Aufgaben im Orient". Wir hoffen, in nächster Zeit über einige Aufnahmen berichten zu können. Turnen und Wandern "»ird weiter regelmäßig betrieben, letzteres unter erfreulich großer Beteiligung. Ein großer Teil unserer (Klubbrüder besucht regelmäßig die Vorträge des K. I. V. im Abgeordnetenhausc. Oer „Volkswirtschaftskursus" von Clbr. Hans Goslar, den Clbr. Erich Roth an einem Abend fortsetzte, muß leider augenblicklich wegen anderweitiger Ueberlastung von Goslar eingestellt werden. Vielleicht können wir ihn nächstens wieder aufnehmen. Um uns am hebräischen Schulfonds nennenswert beteiligen zu können und um Schekel und Landesbeiträge und andere dringende Ausgaben zahlen zu können, veranstalteten wir unter unseren Mitgliedern eine Umlage, die über 2()() M. einbrachte. Du Inaktiven Abende, die immer an den Sonnabenden stattfinden sollen, lassen an Besuch noch zu wünschen übrig. Der Zusammenhang mit unseren draußen kämpfenden Club* hrudem ist ein außerordentlich reger und freundschaftlicher und berechtigt ZU schonen Hoffnungen für unsere kommende Arbeit im Frieden. Es soll /um Schluß nicht unerwähnt bleiben, daß viele unserer Freunde uns durch l 'ebersendung ihrer Löhnungen unte r - stitt/en. Ihnen sei hier unserer besonderer Dank ausgesprochen.