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Herzl-Bund-Blätter · 1914-06-01 · 18/19 (Juni/Juli 1914) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1914
Issue
18/19 (Juni/Juli 1914)
Date
1914-06-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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135 die (iesamtorganisation. Denn für die mühsame und unangenehme Kleinarbeit, die geleistet werden muH, bedarf es von Zeit zu Zeit der Aufrüttelung des nationalen Willens und des Gedankens, daB neben uns Freunde stehen, die die Fahne, falls wir sie sinken lassen müssen, sofort wieder ergreifen. Dieses Nationalgefühl und diesen Willen zur Tat kann uns aber nur eine Korporation geben, wie wir sie uns in den Her/M lubs geschaffen haben. Es ist daher durchaus notwendig, und keiner wird das bestreiten, daß der Zusammenhang der Inaktiven mit den Aktiven und untereinander ein äußerst enger bleibt. Hierfür müssen zunächst die Inaktiven selbst sorgen, indem sie, sowie ihre Zeit es irgendwie erlaubt, und möglichst häufig die Clubabende besuchen, auch hin und wieder eine Wanderung mitmachen. Daun aber sollen auch die Vorstände in Aktion treten, indem sie /. B., wie es Halberstadt macht, jährlich 2 i mündliche oder schriftliche Referate von den Inaktiven /u erhalten Miellen, und weiter alle 2 i Wochen einen Abeu.l nur für inaktive ansetzen, au welchem sich diese unter sich über aktuelle zionistische Fragen, für die die jungen Mitglieder noch gar kein Interesse, resp. Verständnis haben, unterhalten, ein anderes Mal einen Vortrag hören, ein drittes Mal nur gesellig zusammenkommen usw. Ein geschickter Vorstand konnte hier Unzählige Möglichkeiten finden. Die Inaktiven sollen also innerhalb ihrer Clubs weiter interessiert werden, jedoch nicht, wie Hamburg es vorhat, m eigenen für sie gebildeten Clubs. Ich halte dies deshalb für gefährlich, weil dadurch gerade der Zusammenhang mit den Aktiven sehr in Krage gestellt wird und sie sich leicht des Einflusses auf die der jüngeren Bundesbruder begeben. Wir verlangen also von unseren Inaktiven ioppeltc Aktivität: 1. außerhalb der Clubs in anderen Organisationen. 2. in gewissem Maßstabe auch innerhalb der Clubs. Die nötige Form, in die diese Forderung gefallt werden mußte, ZU find n, wird die Aufgabe des Bundestages sein. Wir verlangen nicht wenig, allein wir brauchen keine Dutzendmenschen, sondern wir wollen Persönlichkeiten. Und uns selbst werden wir durch unsere \rbcil die innere Befriedigung geben, eingedenk d.s Wortes Herzls: ,,1'nd kein Amt ist beglückender, als das eines Dieners;un Licht!" Alfred fr.uik (HCII, Berlin). Herzl-Club-Forderungen. Ich will im folgenden knapp und sachlich einige HC»Frageu anschneiden, die ich allen Clubs zur Diskussion gestellt wissen will. Aus den H(. sollen doch fertige Menschen hervorgehen, die sich klar darüber sind, was im HC gewollt und was er ihnen geboten hat. Meine „hordcrungcii" sind aber auch für die momentane Arbeit innerhalb des HC bestimmt.

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