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Herzl-Bund-Blätter · 1914-06-01 · 18/19 (Juni/Juli 1914) · p. [Seite]

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Journal
Herzl-Bund-Blätter
Volume
1914
Issue
18/19 (Juni/Juli 1914)
Date
1914-06-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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\M brauchen uns dessen nicht zu schämen, wir haben das üute genommen und das nicht für uns Brauchbare gelassen. Auch das Oute haben wir für unseren Bedarf ummodeln müssen, resp. es hat sich ganz von selbst eine l'mmodelung ergeben. Und nun glaube ich, daß wir auch in der Frage der Aktivität uns nach unseren Studentenorganisationen richten können. Schon in No. 2 der Her/I-Bund-Blätter betonte auch Rosenblüth, daß wir etwas schaffen müßten, was dem studentischen „alten Herrn" ähnlich sieht. Wir müssen daher dafür sorgen, daß unsere Inaktiven sich nicht auf Lorbeeren ausruhen dürfen. Sie müssen eventuell durch. Zwang, wenn wir sie nicht für unsere Arbeit im Club gebrauchen können, von uns für die Arbeit in den anderen national-jüdischen oder zionistischen Organisationen und Institutionen verwendet werden. Wir wollen eine Auslese sein, und von dieser kann man viel verlangen. Und so müssen wir selbst von. unseren Inaktiven intensive Arbeit verlangen. Intensive Arbeit nenne ich aber nicht, wenn jemand zwei Referate jährlich ausarbeitet oder Kurse hört, die er eigentlich schon als Aktiver gehört haben mußte. Diese Arh.iten können natürlich nebenhergehen, vor allem müssen aber unsere Inaktiven das unserer Bewegung so notwendige kaufmännische Element in den Ortsgruppenvorständen, bei der Nationalfond- oder der so aktuellen Bankarbeit, in den Vorständen der Turn- und Jugendvereirubilden. Auch für die Schekelpropaganda und andere Sammlungen kommen sie in Betracht. Aber alle diese Arbeiten erfordern einen ganzen Menschen, und werden nur m AusnahmcfalL-u von Bundesbrüdern geleistet werden können, die aktiv im Club tätig waren. Dies war auch der Gesichtspunkt für die Forderung des Präsidiums auf dem letzten Bundestag, daß nur Inaktive die Arbeiten außerhalb der Clubs leisten sollen. Nicht Egoismus gebietet diese Maßregel, sondern das bloß. Interesse an der (iesamtpartei. Ich gebe zu, daß diese Maßnahme für Clubs, wie Halberstadt, Hannover, Cöln, schwer durchzuführen sein wird, allein bei einigem guten Willen ist sie möglich, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und wenn eventuell auf dem nächsten Bundestag der Antrag in ähnlicher form wieder eingebracht wird, so. werden wir darüber boffentlich sachlich diskutieren können, sowohl im Interesse des MB., wie der Zionistischen Organisation, ohne dabei Oefahr XU laufen, daß dann eventuell wieder mit dem Austritt aus dem Bund gedroht wird. Revenoni nos moutons! Ich fordere also zunächst, daß unsere Inaktiven außerhalb der Clubs zu aktivieren sind Es gilt nun aber der Oefahr zu begegnen, daß dadurch eine Entfremdung mit dem Clubleben entsteht Dies wäre eine üefahr für die Clubs sowohl, denn sie verlören dadurch ihre leistungsfähigsten Mitglieder, als auch besonders (ur

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